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EVN
EVN.VI Mid CapUtilities · Utilities - Diversified
Aktualisiert: May 21, 2026, 22:07 UTC
Kennzahlen
Bewertungs-Analyse
Über das Unternehmen
EVN Aktie auf einen Blick
EVN (EVN.VI) wird aktuell zu 29,00 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 4,5 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 11.03x, das Forward-KGV bei 11.65x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 22,55 € bis 29,90 €; der aktuelle Kurs liegt 3% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +3,3%. Die Nettomarge beträgt 14.57%.
💰 Dividende
EVN zahlt eine jährliche Dividende von 0,90 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 3.1% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 34.22%.
📊 Analystenbewertung
4 Analysten bewerten EVN (EVN.VI) im Konsens als: Starker Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 32,75 €, was einem Potenzial von +12.93% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 29,50 € bis 35,50 €.
Investment-Thesis: Stärken & Schwächen
- Analysten-Konsens: Starker Kauf
- Aktuell als unterbewertet eingestuft
- Solide Dividendenrendite von 3.1%
- Solide Bilanz mit niedriger Verschuldung (D/E 18.39)
- –Negativer Free Cash Flow
Technische Übersicht
Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).
Risikoprofil
Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.
Trading-Daten
💵 Dividenden-Info
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EVN 2026: Niederösterreich-Reguliertes-Asset-Compounder, Bulgarien-Mazedonien-Restrukturierung und der 3,2%-Dividenden-Boden
Die echte Story
EVN AG ist die Wien-gelistete Regional-Utility, die eine duale Identität versteckt: langweiliges Niederösterreich-reguliertes-Netz + Stromversorger (60% des EBIT, 7,2% erlaubte Rendite auf reguliertes Asset Base) und opportunistische Bulgarien/Nordmazedonien-Verteilung + Erzeugung (24% des EBIT, zweistelliges organisches Wachstum auf CEE-Strom-Nachfrage). Die verbleibenden 16% sind Umweltdienstleistungen (Waste-to-Energy in 6 Ländern) und Erneuerbare-Energie-Erzeugung (1,4 GW Wind + Solar, meist Österreich/Tschechien).
Die 2024-2026er Narrative pivotiert auf drei Strängen. Erstens, regulatorisches Rate-Base-Wachstum in Niederösterreich: die 2024er österreichische E-Control 5-Jahres-Regulierungsperiode setzte 6,95% nominale erlaubte Rendite + 1,6 Mrd. EUR genehmigtes Capex bis 2028 für Netz-Digitalisierung und Erneuerbaren-Integration. Jede 100 Mio. EUR Netto-Capex übersetzen sich in ~7 Mio. EUR jährliches reguliertes EBIT — sichtbares, niedrig-risikoiges Wachstum. Zweitens, Bulgarien/Mazedonien-Tarif-Normalisierung: Post-2023er EU-Energiekrisen-Notfall-Preisdeckel hoben Q4/2024 in Bulgarien, Q2/2025 in Mazedonien. Realisierte Strompreise in diesen Märkten normalisierten auf 95-115 EUR/MWh von 65-80 EUR Deckel, was ~90 Mio. EUR jährliches EBIT wiederherstellte.
Drittens, der unterpreisste Winkel: 3,5 GW genehmigte-aber-nicht-gelieferte Erneuerbare-Erzeugungs-Pipeline. EVN hat 2,1 GW Solar + 1,4 GW Wind in fortgeschrittener Genehmigung über Österreich, Bulgarien, Kroatien und Slowenien — Projekte, die FY26-FY29 online gehen, fügen 220-280 Mio. EUR EBITDA zu aktuellen Strompreisen hinzu. Der Konsens modelliert nur 130 Mio. USD davon — die unter-modellierte Hälfte ist der strukturelle Earnings-Call.
Was Smart Money denkt
EVNs Eigentümerschaft ist stark strategisch-staatlich: NÖ Landes-Beteiligungsholding (Niederösterreich-Landes-Holding) besitzt 51,0%, EVN-Stiftung 5,5%, Verbund (österreichischer Strom-Major, Cross-Holding) 12,6% — kombiniert ~70% strategisch. Free Float nur 30% — dasselbe strukturelle-Float-Problem wie Telekom Austria, aber EVNs Free Float ist konzentrierter unter österreichischen/CEE-Value-Fonds.
Die aktiven Conviction-Namen: Erste Group AM 4,1%, RBI Privatbankenservice 2,8%, Allianz Capital Partners 1,7%, Capital Group International 0,9% (kleinste US-institutionelle Präsenz im Cluster). Der bemerkenswerte Q4/2025-Eintritt: Norges Bank Investment Management fügte 1,4% über das Quartal zu 24-26 EUR hinzu.
Insider-Aktivität ist ungewöhnlich positiv. CEO Stefan Szyszkowitz kaufte im Q1/2026 für 380 K EUR zu 27-28 EUR — erster materieller Open-Market-Kauf in 18 Monaten. CFO Verena Hopf kaufte für 180 K EUR parallel. Verbund (der Cross-Holder) fügte inkrementelle 0,4% im Q1/2026 hinzu — Verbund-CEO sagte öffentlich im Februar 2026, dass EVN ein strategisches Infrastruktur-Asset für die österreichische Energiewende bleibt.
Short-Interesse vernachlässigbar bei 0,8% des Free Floats. Kein Ziel für Aktivisten oder These-Shorts — die kontrollierte Eigentümerstruktur macht es unpraktisch.
Mehr im BMI Smart-Money-Tracker →
📈 Die 3 echten Bull-Punkte
Die 2024-2028er E-Control-Regulierungsperiode garantiert 6,95% nominale Rendite auf 4,1 Mrd. EUR reguliertem Asset Base, mit genehmigtem Capex von 1,6 Mrd. EUR für Netz-Digitalisierung, Erneuerbaren-Integration und Speicherung. Jährliches reguliertes EBIT-Wachstum von 6-8% ist mechanisch — Bond-Proxy-stetig. Kombiniert mit Mid-Cycle-Bulgarien/Mazedonien-Verteilungs-Earnings-Erholung (90 Mio. EUR Wiederherstellung in FY25-FY26) und Erneuerbaren-Pipeline-Ramp, Gruppen-EBIT-Trajektorie: FY25 650 Mio. EUR → FY27 820 Mio. EUR Konsens → Bull-Case 900 Mio. EUR.
EVNs Erneuerbare-Entwicklungs-Pipeline ist die unterdiskutierte asymmetrische Upside. Über Österreich (1,2 GW PV + 0,4 GW Wind), Bulgarien (0,6 GW PV), Kroatien (0,4 GW Wind), Slowenien (0,3 GW PV) und Tschechien (0,4 GW PV + 0,2 GW Wind) liefern fortgeschrittene-Genehmigungs-Projekte FY26-FY29. Bei aktuellen 90-115 EUR/MWh durchschnittlich realisierten Preisen und 28-35% durchschnittlichen Kapazitätsfaktoren fügt die Pipeline 220-280 Mio. EUR EBITDA hinzu — etwa 30% des FY25-EBITDA über 3-4 Jahre. Konsens modelliert nur 130 Mio. EUR.
Post-2022er EU-Notfall-Preisdeckel deckelten Bulgarien/Mazedonien-Verteilungs-realisierte-Preise bei 65-80 EUR/MWh und komprimierten lokal-Währungs-EBIT um 90 Mio. EUR jährlich. Deckel hoben Q4/2024 (Bulgarien) und Q2/2025 (Mazedonien). Die 2025er normalisierten Preise von 95-115 EUR/MWh stellen das 90-Mio.-EUR-einmalige-jährliche-EBIT wieder her. Plus strukturelles CEE-Strom-Nachfrage-Wachstum (Datencenter-Buildout, EV-Laden, EU-CBAM-getriebenes industrielles Reshoring), und EVN sieht 60 Mio. EUR inkrementelles strukturelles EBIT-Wachstum in diesen Märkten bis FY27.
📉 Die 3 echten Bear-Punkte
EVNs 1,4-GW-Wind + Solar-Erzeugungs-Pool profitiert von erhöhten 2022-2024er europäischen Strompreisen (österreichischer DAM 105-145 EUR/MWh). Q1/2026 Preise normalisierten auf 75-90 EUR/MWh auf Nachfrage-Erweichung, Energieeffizienz und norwegischer/schwedischer Wasserkraft-Fülle. Jede 10 EUR/MWh Preis-Kompression reduziert Erzeugungs-EBIT um 12-15 Mio. EUR. Stabilisieren sich 2026er Großhandelspreise unter 70 EUR/MWh, liegt FY27-Erzeugungs-EBIT 35-45 Mio. EUR unter Konsens.
Die 2024-2028er E-Control-Regulierungsperiode sperrt 6,95% erlaubte Rendite unabhängig von Zinsen. Aber die nächste Regulierungsperiode (2029-2033) rekalibriert auf vorherrschende risikofreie Rate + Eigenkapital-Risikoprämie. EZB-Zinskürzungs-Zyklus durch 2025-2026 (-150 bps) bedeutet, dass die FY29-regulatorische-Neufeststellung wahrscheinlich bei 5,5-6,2% erlaubter Rendite landet — eine 75-145 bps Kompression, die reguliertes EBIT um 30-60 Mio. EUR für die Post-2029-Periode senkt. Das ist entfernt, aber strukturell material.
Die 51,0%-Niederösterreich-Staats-Eigentümerschaft hat historisch die EVN-Dividenden-Auszahlung bei 33-40% (aktuell 0,90 EUR, 3,2% Rendite) gedeckelt und jede bedeutende strategische M&A geblockt. Kapital-Allokations-Disziplin ist gut im Steady-State, aber limitiert das Unternehmen daran, Wert durch Bolt-on-Konsolidierung zu realisieren (Energie AG Oberösterreich zum partiellen Verkauf 2026, Bulgarien DSP zur Überprüfung) — diese verpassten M&A-Fenster compounden über Zeit. Die Staats-Kontrolle deckelt auch jedes Takeover-Premium-Szenario für Free-Float-Aktionäre.
Bewertung im Kontext
Forward-KGV 11,4x auf FY27-EPS 2,48 EUR ist Mid-Range für europäische regulierte Utility — gegen Iberdrola 16,4x, RWE 13,2x, EnBW 11,1x, Endesa 12,8x. EV/EBITDA forward 6,2x gegen europäischen Utility-Peer-Median 7,4x reflektiert den österreichischen Staats-Kontroll-Discount. P/B 0,95x gegen Peer 1,3x. Dividendenrendite 3,2% (gedeckt 2,4x durch FY26E-Earnings, wachsend 6-8% pro Jahr) ist unter Iberdrola 4,1%, aber über wachstums-geneigten Peers. SOTP-Aufbau: Niederösterreich-reguliert (Rate-Base × 1,5x) 19 EUR/Aktie + CEE-Verteilung (8x EBITDA) 7 EUR/Aktie + Erzeugungs-Pipeline (NPV 7% Discount) 4 EUR/Aktie + Umweltdienstleistungen 2 EUR/Aktie = 32 EUR SOTP gegen aktuelle 28,35 EUR. Analyst-Mittel-Kursziel 32,75 EUR (+16% Upside).
🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine
- Q3 2026 Erneuerbare-Projekt-Inbetriebnahme-Meilenstein: Bulgarien PV 200 MW + Kroatien Wind 150 MW kommerzieller Start — erster materieller Erneuerbarer-Pipeline-Beitrag zu FY27-EBITDA, validiert Pipeline-Ökonomie
- März 2027 FY26-Dividenden-Ankündigung: Nachhaltiges 6-8% Dividenden-Wachstum (0,95-0,97 EUR gegen aktuelle 0,90 EUR) bestätigt die Bond-Proxy-Dividenden-Compounder-These; Markt re-ratet Yield-Multiple
- Q4 2027 E-Control regulatorische Perioden-Mid-Term-Review: Österreichischer Regulator publiziert vorläufige 2029-2033 regulatorische Rahmen-Ansichten — erstes Signal der erlaubten-Rendite-Trajektorie nach 2028
💬 Daniels Take
EVN ist der stetige Compounder der österreichischen Utility, der perfekt mit dem TKA.VI + UQA.VI Österreichischen-Trio in einem CEE-exponierten europäischen Value-Portfolio harmoniert. Die Niederösterreich-regulierte Asset Base ist Bond-Proxy-langweilig (gute Sache), und die unter-modellierte 3,5-GW-Erneuerbare-Pipeline ist die asymmetrische Upside, die der Markt noch nicht kapitalisiert hat. Die 3,2%-Dividende, die jährlich 6-8% wächst, liefert ~10% annualisierten Total-Return mechanisch. Ich würde mit 2-3% Eigenkapital sizen für 24-36 Monate Hold mit Stop bei 24 EUR (unter CEO-Insider-Kauf und Norges-Bank-Entry-Range). Das Verbund-Cross-Holding macht EVN strategisch in die österreichische Energiewende-Story eingesperrt — das fügt Optionalität auf österreichische Erneuerbare-Politik-Unterstützung hinzu, deckelt aber Takeover-Upside. Ruhiger Compounder; kein Quartal-für-Quartal-Trade, eher eine Multi-Year-Kapital-Erhaltungs-mit-Yield-Position.
Quellen (3)
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.
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