Smartbroker+ Erfahrungen 2026
Smartbroker+ bietet kostenlose Trades ab 500€ Ordervolumen und kostenlosen Xetra-Zugang. Ein starker Konkurrent zu Trade Republic.
Gebühren im Überblick
Handelbare Produkte & Features
Vor- & Nachteile
Handelsplätze
Vergleiche mit anderen Brokern
Fazit: Smartbroker+ im Test
Smartbroker+ greift die Neobroker mit deren eigenen Waffen an — und legt an einer entscheidenden Stelle nach. Ab 500 Euro Ordervolumen kostet der Handel über gettex null Euro, Xetra-Orders gibt es für vier Euro, und die rund 2.000 ETF-Sparpläne sind sämtlich kostenlos ab einem Euro Rate. Das Besondere am 2019 gestarteten Anbieter hinter dem Finanzportal wallstreet-online: Es gibt nicht nur einen Quasi-Handelsplatz, sondern neben gettex auch Xetra und weitere Börsen, dazu sogar Optionshandel — eine Kombination, die weder Trade Republic noch justTRADE in dieser Form bieten. Depotführung kostet nichts, BaFin-Regulierung und 100.000 Euro Einlagensicherung sind Standard.
Die Schwächen sind eher Reifegrad als Konzept. Die Plattform ist nach dem Relaunch zu Smartbroker+ noch vergleichsweise jung, die App wird sichtbar weiterentwickelt und wirkt stellenweise weniger poliert als die der etablierten Konkurrenz. Auf Cash-Guthaben gibt es keine Zinsen — gegenüber den 3,25 Prozent bei Trade Republic ein handfester Nachteil für alle, die größere Beträge zwischenparken. Und die Null-Euro-Kondition gilt eben erst ab 500 Euro Ordervolumen; wer kleinere Einzelorders aufgibt, zahlt Gebühren oder weicht auf den Sparplan aus.
Positioniert ist Smartbroker+ damit genau zwischen den Welten: günstiger als Trade Republic bei größeren Orders, flexibler bei den Handelsplätzen als jeder andere Neobroker, aber ohne das Zins- und App-Ökosystem der Marktführer. Gegen justTRADE, den zweiten Null-Euro-Anbieter, sprechen für Smartbroker+ der Xetra-Zugang, die Optionen und das größere Sparplan-Universum. Wer hingegen maximale Plattform-Reife oder Verzinsung sucht, bleibt bei den größeren Namen.
Steuerlich gibt es keine Überraschungen: Als deutscher Anbieter führt Smartbroker+ die Abgeltungsteuer automatisch ab, Freistellungsauftrag inklusive — österreichische Kunden müssen ihre Erträge dagegen selbst deklarieren. Das Fazit: ein sehr preisbewusstes Gesamtpaket für Anleger, die typischerweise Orders über 500 Euro aufgeben, Wert auf echte Börsen wie Xetra legen und auf Cash-Zinsen verzichten können. Die vier Sterne sind verdient, mit Luft nach oben, sobald App und Funktionsumfang das Niveau der etablierten Konkurrenz vollständig erreichen.
