Deine Pensionslücke — und wie du sie schließt
Live-Berechnung der voraussichtlichen staatlichen Rente, deiner Wunsch-Pension und der monatlichen Sparrate, die du brauchst, um die Lücke bei 5 % Rendite p.a. zu schließen — für Deutschland und Österreich.
Deine Eckdaten
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Sparrate nach Sparhorizont
Wie ändert sich die nötige monatliche Sparrate, je nachdem, wann du startest? Spalte 1 zeigt deine eigene Situation, die anderen sind Vergleichs-Szenarien für 30, 40 und 50 Jahre Sparhorizont.
| Sparhorizont | Sparrate / Monat | Eigene Einzahlung | Kapital bei Pension |
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Vermögensaufbau bei deiner Sparrate
Warum die staatliche Rente alleine nicht reicht
Das deutsche Rentenniveau lag 1990 bei 55 % des durchschnittlichen Netto-Einkommens. Heute sind es noch 48 % brutto, und Berechnungen des Bundesrentnergesetzes prognostizieren weitere Absenkungen auf 43 % bis 2030. Der Grund: Immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Rentner — der demografische Wandel macht das Umlagesystem strukturell schwächer.
In Österreich liegt das Pensionsniveau formal bei 80 % der Bemessungsgrundlage nach 45 Versicherungsjahren — höher als in Deutschland, aber dafür mit niedrigerer Höchstbemessungsgrundlage gedeckelt. Auch hier sinkt das tatsächliche Niveau real durch die Pensionsanpassung unter Inflation und längere Antrittsalter.
Die einzige verlässliche Lösung: privat vorsorgen mit dem Zinseszinseffekt. Eine Sparrate von 200 € pro Monat über 40 Jahre bei 5 % Rendite erreicht ca. 305.000 € — das ergibt eine private Zusatzrente von ca. 1.250 € pro Monat über 25 Jahre. Wer mit 25 startet statt mit 45, halbiert seine nötige Sparrate für die gleiche Endsumme.
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Häufige Fragen zur Altersvorsorge
Wie wird die staatliche Rente in Deutschland berechnet?
Bruttorente = Entgeltpunkte × Rentenwert. 1 EP = ein Jahr Durchschnittseinkommen (2026 ca. 45.358 €). Rentenwert 2025: 40,79 €. Standardrente nach 45 Jahren ≈ 48 % des durchschnittlichen Brutto.
Wie wird die staatliche Pension in Österreich berechnet?
ASVG-Pension = 1,78 % × Beitragsmonate × Bemessungsgrundlage. Nach 45 Jahren ≈ 80 % der Bemessungsgrundlage. Auszahlung 14× pro Jahr.
Was ist die Pensionslücke?
Differenz zwischen Wunsch-Einkommen im Ruhestand und staatlicher Rente. Sie entsteht, weil das gesetzliche Niveau nur 48 % (DE) bzw. 80 % (AT) ersetzt — und tendenziell sinkt.
Wie viel sollte mein Renten-Einkommen sein?
Faustregel: 70–80 % des letzten Brutto reichen, weil Sozialabgaben und Sparquote wegfallen. Bei 4.000 € Brutto und 80 % Wunsch fehlen in DE ca. 1.280 € pro Monat.
Welche Rendite kann ich realistisch annehmen?
5 % p.a. ist der konservative Mittelwert für globale Aktien-ETFs (MSCI World/S&P 500: 5–7 % p.a. real über 50–100 Jahre). Bei Anleihen eher 1–2 %.
Warum ist die Sparrate bei längerem Horizont so viel niedriger?
Zinseszins-Effekt. 100 €/Monat × 50 Jahre × 5 % ≈ 265.000 €. 30 Jahre ≈ 83.000 €. 20 Jahre ≈ 41.000 €. Wer früh anfängt, braucht ein Drittel der Sparrate.
Berücksichtigt der Rechner Inflation?
Nein, alle Werte sind nominal. Bei 2,5 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft alle 28 Jahre. Nutze den Echte-Rendite-Rechner für Inflations-Szenarien.
Sind die Berechnungen verbindlich?
Nein. Vereinfachte Schätzung auf Basis aktueller Formeln. Reale Renten hängen von Karriere, Teilzeit, Kinder-Erziehungszeiten und Reformen ab. Keine Anlageberatung.
