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Atoss Software
AOF.DE Small CapTechnology · Software - Application
Aktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC
Kennzahlen
Bewertungs-Analyse
Über das Unternehmen
Atoss Software Aktie auf einen Blick
Atoss Software (AOF.DE) wird aktuell zu 79,80 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 1,1 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 26.25x, das Forward-KGV bei 21.21x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 69,00 € bis 147,60 €; der aktuelle Kurs liegt 45.9% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +11,2%. Die Nettomarge beträgt 25.64%.
💰 Dividende
Atoss Software zahlt eine jährliche Dividende von 2,28 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 2.86% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 70.07%.
📊 Analystenbewertung
8 Analysten bewerten Atoss Software (AOF.DE) im Konsens als: None. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 125,88 €, was einem Potenzial von +57.74% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 91,00 € bis 157,00 €.
Investment-Thesis: Stärken & Schwächen
- Profitabel mit 25.64% Nettomarge
- Hohe Bruttomarge von 78.94% — Hinweis auf Pricing Power
- Solide Dividendenrendite von 2.86%
- Solide Bilanz mit niedriger Verschuldung (D/E 7.04)
Keine signifikanten Risiken in den aktuellen Kennzahlen.
Technische Übersicht
Der Kurs befindet sich in einer Übergangsphase zwischen den gleitenden Durchschnitten — kein klares Signal.
Risikoprofil
Die Daten deuten auf marktnahe Volatilität.
Trading-Daten
💵 Dividenden-Info
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Atoss Software 2026: Deutscher Workforce-Management-SaaS-Compounder mit 35 Prozent EBIT-Marge und Obermair-Familienkontrolle
Die echte Story
Die Atoss Software SE (Frankfurt: AOF, Prime Standard) ist ein 1987 gegruendetes, in Muenchen ansaessiges Enterprise-Software-Unternehmen, das sich zur De-facto-Standard-Workforce-Management-Plattform (WFM) fuer deutschsprachige mittelstaendische und Grossunternehmen entwickelt hat. Das Produktportfolio gliedert sich rund um die Atoss Staff Efficiency Suite (Zeiterfassung, Schichtplanung, bedarfsorientierter Personaleinsatz, Kapazitaetsprognose, mobile Mitarbeiter-Self-Service) plus die Crewmeister-SMB-Cloud-Linie und die Atoss Startup Edition fuer Unternehmen unter 50 Mitarbeitern. Kunden reichen von Industrie, Handel, Logistik bis Gesundheitswesen und Gastronomie mit Referenzkonten wie Lufthansa, Edeka, Deichmann, Carrefour und Hella.
Die Investmentthese ist die ungewoehnliche Kombination von drei strukturellen Treibern, die seit 18 aufeinanderfolgenden Jahren zusammen aufaddiert haben: (1) ein hoher wiederkehrender SaaS-Umsatzanteil, der von 28 Prozent in 2020 auf ueber 70 Prozent der Neulizenzverkaeufe in 2025 gestiegen ist, (2) eine operative Marge von 35,3 Prozent in 2025 (best-in-class unter europaeischen Enterprise-Software-Anbietern aehnlicher Groesse) gestuetzt auf einen strikten Bruttomargenprofil von 79 Prozent, und (3) eine dualkontrollierte Aktionaersbasis, die Gruender Andreas Obermair (via Atoss Beteiligungs GmbH, das Kontrollvehikel, ueber das die Familie das Unternehmen seit den 1990er Jahren haelt) mit strategischem Private-Equity-Kapital von General Atlantic nach der Sekundaerplatzierung 2024 zu 240 EUR je Aktie kombiniert.
Der Umsatz ist von 2018 bis 2024 mit 14 Prozent CAGR gewachsen und ist auf 11,2 Prozent gegenueber Vorjahr in 2025 geguided (215 bis 220 Millionen EUR Vollwjahr). Die SaaS-Transitions-Reibung (Lizenzumsaetze sinken temporaer, wenn Kunden auf Abonnements wechseln) war im Kursrueckgang von 286 EUR Anfang 2024 auf 70 EUR Mitte 2026 sichtbar — ein Peak-to-Trough von 75 Prozent, der (a) das De-Rating europaeischer hochmultiplebewerteter Software allgemein und (b) den SaaS-Konversions-Bilanz-Gegenwind reflektiert. ARR (jaehrlich wiederkehrender Umsatz) waechst mit 28 bis 32 Prozent und ist nun groesser als das legacy Lizenzbuch.
Die Cash-Konvertierung ist aussergewoehnlich. Die Free-Cashflow-Marge laeuft bei 28 bis 32 Prozent des Umsatzes. Das Unternehmen schuettet etwa 70 Prozent des Nettogewinns als Dividende aus (3,19 Prozent Rendite zum aktuellen Kurs von 71,50 EUR) und behaelt den Rest fuer Bolt-on-M&A (zuletzt Crewmeister 2017 und das Heitec-Industrial-Logistics-IoT-Add-on 2024). Netto-Cash-Position 95 bis 110 Millionen EUR per Jahresende 2025 bei null Finanzverschuldung.
Was Smart Money denkt
Der kontrollierende Aktionaer ist Gruender Andreas Obermair, der seit dem IPO der groesste Einzelhalter ist, ueber Atoss Beteiligungs GmbH. Nach der Sekundaerplatzierung an General Atlantic im September 2024 (gepreist zu 240 EUR je Aktie) haelt Obermair etwa 50 Prozent (gesunken von etwa 60 Prozent vor Transaktion). Er sitzt im Aufsichtsrat und bestaetigt die langfristige Bindung ueber die Post-Placement-Lockup.
General Atlantic trat im September 2024 als strategischer Minderheitshalter mit etwa 12 Prozent zu 240 EUR je Aktie ein — General Atlantic ist eine in New York ansaessige Growth-Equity-Firma, die bereits Positionen in Wix, Avant und Klarna gehalten hat und Cross-Border-Go-to-Market-Expertise fuer den Atoss-europaeischen-Expansionsplan einbringt. Die General-Atlantic-Beteiligung ist mindestens 24 Monate nach Platzierung gesperrt.
Jenseits der beiden Anker ist das deutsche institutionelle Eigentum auf Quality-Growth-Manager konzentriert. DWS Group haelt etwa 4,2 Prozent ueber DWS German Mid Caps und DWS Top Dividende. Union Investment haelt etwa 3,5 Prozent im UniDeutschland XS. Allianz Global Investors haelt etwa 2,8 Prozent. Berenberg Bank Wealth Management haelt etwa 2,1 Prozent im Berenberg Eurozone Focus Fund.
Internationale Long-Only-Kaeufer sind unter anderem Comgest (Pariser Quality-Growth-Spezialist) mit etwa 3,6 Prozent und Wellington Management mit etwa 2,4 Prozent — beide haben waehrend des Derating 2025 von 200 EUR auf 90 EUR zugekauft. CEO Christof Leiter (ernannt November 2023) haelt etwa 0,2 Prozent und hat im Maerz 2026 einen Open-Market-Kauf von 5.000 Aktien zu 78 EUR getaetigt, der erste Insider-Kauf seit der General-Atlantic-Transaktion. Die Leerverkaufsquote ist im Wesentlichen null — institutionelle Wertpapierleihe ist angesichts des kombinierten 62-Prozent-Locks Obermair plus General Atlantic minimal.
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📈 Die 3 echten Bull-Punkte
Atoss arbeitet mit 35,3 Prozent operativer Marge (2025) auf einer 79-Prozent-Bruttomargenbasis — diese Kennzahlen liegen an der Obergrenze europaeischer Enterprise-Software-Peers (Nemetschek 31 Prozent, TeamViewer 38 Prozent, aber mit saekularem ARR-Rueckgang, Sage Group 24 Prozent). Der strukturelle Grund ist die hohe Kundenbindung in Schichtplanungs-Software (Wechselkosten sind hoch, weil Schichtregeln rechtsraum- und gewerkschaftsspezifisch sind), was Premium-Preisbildung und unterdurchschnittliche Vertriebs- und Marketingintensitaet von 14 bis 16 Prozent des Umsatzes unterstuetzt. Wenn der SaaS-Mix die Konversion auf ueber 80 Prozent des Umsatzes bis 2027 abschliesst, sollte die operative Marge 35 bis 38 Prozent halten statt zu komprimieren, da der Bruttomargenuebergang von Lizenz (90 Prozent plus) zu SaaS (75 bis 80 Prozent) durch geringeren Implementierungsaufwand ausgeglichen wird.
Atoss begann die SaaS-Transition 2018. In 2020 war SaaS 28 Prozent der Neulizenzverkaeufe. In 2025 ueberschritt es 70 Prozent. ARR (jaehrlich wiederkehrender Umsatz, Summe aus SaaS-Abonnements plus Wartung) erreichte 245 Millionen EUR per Jahresende 2025 und waechst 28 bis 32 Prozent gegenueber Vorjahr. Dies ist der Inflektionspunkt: Legacy-Lizenzumsatz (der das berichtete Wachstum gedrueckt hatte, als Kunden auf Abonnement wechselten) ist nun ein kleinerer Drag als ARR ein Tailwind ist. Ab 2026 sollte die berichtete Umsatzwachstumsrate vom 11-Prozent-Ausweis 2025 auf 14 bis 17 Prozent in 2026 bis 2028 re-akzelerieren, wenn die Konversions-Steuer-Reibung abgeschlossen ist.
General Atlantic preiste die Sekundaerplatzierung September 2024 zu 240 EUR je Aktie. Die Aktie handelt aktuell zu 71,50 EUR — ein 70-Prozent-Abschlag zum General-Atlantic-Einstiegspreis. General Atlantic ist eine der diszipliniertesten Growth-Equity-Firmen global (Selektivitaet unter 1 Prozent der bewerteten Deals) und ihr Underwriting zu 240 EUR setzte mindestens 14 bis 17 Prozent Umsatz-CAGR durch 2028 und operative Margenexpansion auf 38 bis 40 Prozent voraus. Die institutionelle Ausrichtung zu 240 EUR etabliert dieses Level als mehrjaehrigen Smart-Money-Fair-Value-Anker. Zusammen mit Gruender Obermair zu 50 Prozent bietet das kombinierte 62-Prozent-Lock strukturelle Downside-Unterstuetzung.
📉 Die 3 echten Bear-Punkte
Auch nach dem 75-Prozent-Peak-to-Trough-Drawdown handelt Atoss mit 19,0x Forward-KGV 2026 auf 3,76 EUR und 11,71x Kurs-Buchwert. Das Forward-Multiple liegt ueber dem deutschen Mittelstand-Software-Peer-Median von 14 bis 17x (Nemetschek 24x, CompuGroup Medical 13x, Cancom 11x). Wenn das Umsatzwachstum in der Abschlussphase der SaaS-Transition enttaeuscht oder die operative Marge um 200 bis 300 Basispunkte vom 35-Prozent-Peak komprimiert, bewegt sich die implizite Ertragskraft auf 3,20 bis 3,50 EUR, was ein 16x-Multiple und ein 55- bis 60-EUR-Kursniveau rechtfertigen wuerde — weitere 15 bis 25 Prozent Downside.
Etwa 78 Prozent des Atoss-Umsatzes stammen weiterhin aus der DACH-Region (Deutschland, Oesterreich, Schweiz) plus Niederlande. Die internationale Expansion verlief langsamer als bei kompetitiven Workforce-Management-Peers (UKG global, Dayforce, ADP), weil deutsche Schichtplanungs-Software das Betriebsverfassungsgesetz, die EU-Arbeitszeitrichtlinie und betriebsraetliche Mitbestimmungslogik einbetten muss, die nicht auf US- oder asiatische Maerkte generalisierbar ist. Der General-Atlantic-gestuetzte internationale Expansionsplan zielt auf Frankreich, Italien, Spanien plus ausgewaehlte US-Vertikalen (Gesundheitswesen, Handel), aber historisch haben europaeische Mid-Cap-Software-Unternehmen mit diesem Sprung gerungen.
Atoss schuettet etwa 70 Prozent des Nettogewinns als Dividende aus — deutlich hoeher als US-SaaS-Peers, die typischerweise 100 Prozent des Cashflows fuer SaaS-Skalierung plus Bolt-on-M&A einbehalten. Die hohe Ausschuettung reflektiert deutsche Aktionaers-Einkommenspraeferenz (und ist wertorientiert fuer Obermair als Langfristhalter), begrenzt aber das M&A-Kriegskasse fuer Add-ons in benachbarten WFM-Tech-Kategorien wie KI-gestuetzter Schichtoptimierung oder HCM-Adjacencies. Wettbewerbsrisiko: Dayforce oder UKG koennten KI-Startup-Adjacencies erwerben, die Atoss aus Finanzierungsgruenden nicht matchen kann.
Bewertung im Kontext
Atoss handelt mit 19,0x Forward-KGV 2026 auf 3,76 EUR gegenueber dem deutschen Mittelstand-Software-Peer-Median von 14 bis 17x (Nemetschek 24x, CompuGroup Medical 13x, Cancom 11x, Init Innovation 14x). EV/EBITDA von 14,2x auf dem geguideten 2026-EBITDA-Midpoint von 85 bis 92 Millionen EUR liegt im Einklang mit dem europaeischen Enterprise-Software-Peer-Median von 13 bis 16x. Kurs-Buchwert von 11,7x reflektiert das Asset-Light-SaaS-Geschaeftsmodell und die hohe Eigenkapitalrendite. Sell-Side-Ziele reichen von 65 EUR (Hauck Aufhaeuser, Bear-Case mit fortgesetzter Multiple-Kompression) bis 150 EUR (Berenberg, Bull-Case mit Re-Akzeleration auf 17 Prozent Umsatzwachstum post-SaaS-Transition). Fairer Wert bei 105 bis 120 EUR impliziert 47 bis 68 Prozent Upside vom aktuellen Kurs von 71,50 EUR. Dividendenrendite 3,19 Prozent bei 70 Prozent Ausschuettungsquote.
🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine
- Q1 2026: Erstes Quartal, in dem der SaaS-Umsatz groesser ist als der Lizenzumsatz auf berichteter Basis — symbolischer Abschluss der SaaS-Transition
- FY-2025-Zahlen: Vollwjahres-ARR-Ausweis-Bestaetigung — 28 bis 32 Prozent ARR-Wachstum muss in berichtete Umsatz-Re-Akzeleration in 2026 konvertieren
- H2 2026: Erster grosser franzoesischer oder US-Enterprise-Referenzgewinn aus dem General-Atlantic-gestuetzten internationalen Expansionsplan
💬 Daniels Take
AOF.DE ist das sauberste Pure-Play auf den Spaetstadiums-Abschluss der SaaS-Transition unter europaeischen Enterprise-Software-Compoundern, verankert von Gruender Obermair mit 50 Prozent plus General Atlantic 12 Prozent zu 240 EUR — das Smart-Money-Alignment etabliert einen mehrjaehrigen Fair-Value-Anker bei 200 EUR plus. Der 75-Prozent-Peak-to-Trough-Drawdown von 286 EUR auf 70 EUR hat die Multiple-Kompression europaeischer Software und die SaaS-Konversions-Bilanz-Reibung bereits absorbiert. Der Bull-Case verlangt, dass die berichtete Umsatzwachstumsrate von 11 Prozent auf 14 bis 17 Prozent in 2026 bis 2028 re-akzeleriert, wenn die ARR-Basis von 245 Millionen EUR (Wachstum 28 bis 32 Prozent) zum dominierenden Top-Line-Treiber wird. Der Bear-Case ist plausibel, wenn die internationale Expansion stockt. Ich gewichte AOF.DE mit 1,5 bis 2 Prozent als Quality-Growth-Holding mit 18-Monats-Ziel 110 bis 130 EUR und mehrjaehrigem Potenzial 180 bis 220 EUR. Risiko-Rendite ist asymmetrisch — Downside auf 55 EUR, wenn die SaaS-Re-Akzeleration nicht ausweist, Upside auf 200 EUR plus bei Margenexpansion und General-Atlantic-Mark-to-Market.
Quellen (3)
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.
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