Broker-Vergleich 2026

Comdirect vs. Trade Republic

Detaillierter Vergleich aller Gebühren, Funktionen und Eignung — aktualisiert für 2026.

Comdirect
3.7/5
vs
Trade Republic
4.3/5
Unsere Empfehlung

Comdirect ist die bessere Wahl für Vollbank-Kunden, während Trade Republic für Anfänger punktet. Welcher zu dir passt, hängt von deiner Strategie ab — der Detailvergleich unten zeigt alle Unterschiede.

Zahlen-Vergleich
KennzahlComdirectTrade RepublicDifferenz
Order-Gebühr pro Trade9,90 €1,00 €8,90 € günstiger bei Trade Republic
10 Jahre Sparplan-Kosten @ 100 €/Monat1.188 €0 €1.188 € günstiger bei Trade Republic
Zinsen auf 10.000 € Cash (1 Jahr)3,25 % = 325 €+325 € mehr bei Trade Republic / Jahr
Kostenlose ETF-Sparpläne1502.200+2.050 mehr bei Trade Republic
Verfügbare Börsenplätze11identisch
BMInsider-Rating3,7/54,3/5+0,6 bei Trade Republic
Fazit: Auf 10.000 € Cash bringt Trade Republic etwa 3.250 € mehr Zinsen über 10 Jahre.

Comdirect

3.7/5
Stärken
  • Vollbank mit Girokonto
  • Viele Börsen
  • Optionen & Futures
  • Guter Support
  • Umfangreiche Analyse-Tools
Schwächen
  • Höhere Gebühren als Neo-Broker
  • Sparplan nicht kostenlos
Beste Wahl für
Vollbank-Kunden
Jetzt zu Comdirect →* Affiliate-Link · für dich keine Mehrkosten

Trade Republic

4.3/5
Stärken
  • 1€ pro Trade
  • Kostenlose Sparpläne
  • 3.25% Zinsen auf Cash
  • Einfache App
  • Krypto verfügbar
Schwächen
  • Nur 1 Börse (LS Exchange)
  • Keine Optionen/Futures
Beste Wahl für
Anfänger
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Detaillierter Vergleich

Alle Gebühren, Produkte und Plattform-Features im direkten Side-by-Side-Vergleich. Der "Gewinner" zeigt, welcher Broker im jeweiligen Punkt vorne liegt.

MerkmalComdirectTrade RepublicGewinner
Gebühren & Kosten
Ordergebühr4.90€ + 0.25% (min 9.90€)1€ pro OrderTrade Republic
ETF-Sparplan-Gebühr1.5%0€Trade Republic
Depotgebühr0€ (mit Aktivität) / 1.95€/Monat sonst0€/JahrGleichauf
Mindesteinzahlung0€0€Gleichauf
Zinsen auf Cash0%3.25%Trade Republic
Produktangebot
AktienGleichauf
ETFsGleichauf
KryptoTrade Republic
OptionenComdirect
CFDsGleichauf
Bruchteile (Aktien)Trade Republic
Anzahl BörsenAlle deutschen + internationale BörsenLS ExchangeGleichauf
Plattform & Tools
Mobile AppGleichauf
Desktop-PlattformComdirect
Demo-KontoComdirect
Sicherheit & Regulierung
Reguliert durchBaFinBaFinGleichauf
Einlagensicherung100.000€100.000€Gleichauf
Gegründet19942015Gleichauf
Gesamt-Bewertung
BewertungTrade Republic

Welcher Broker für wen?

Je nach Anlagestrategie und Erfahrung passt ein anderer Broker besser. So fällt die Wahl leichter:

Für Anfänger

Trade Republic

Niedrige Hürden, einfache App, Demo-Konto und keine versteckten Kosten — ideal für den Einstieg in den Aktienmarkt.

Mehr zu Trade Republic →
Für aktive Trader

Trade Republic

Tiefe Gebühren pro Order, viele Handelsplätze und Zugang zu Derivaten — wichtig wer regelmäßig handelt.

Mehr zu Trade Republic →
Für langfristige Investoren

Trade Republic

Kostenlose Sparpläne, Zinsen auf Cash und keine Depotgebühr — wichtig wer regelmäßig kauft und hält.

Mehr zu Trade Republic →

Detaillierte Einschätzung

Wer ist Comdirect?

3.7/5

Comdirect ist eine Vollbank mit umfangreichem Wertpapierangebot. Für Anleger die alles aus einer Hand wollen.

Stärken im Detail

  • Vollbank mit Girokonto
  • Viele Börsen
  • Optionen & Futures
  • Guter Support
  • Umfangreiche Analyse-Tools

Schwächen

  • Höhere Gebühren als Neo-Broker
  • Sparplan nicht kostenlos
  • Komplexe Gebührenstruktur
Für wen lohnt sich Comdirect?

Besonders geeignet für: Vollbank-Kunden, Derivatehandel, Erfahrene Anleger.

Wer ist Trade Republic?

4.3/5

Trade Republic ist ein deutscher Neo-Broker mit extrem niedrigen Gebühren (1€ pro Order) und kostenlosen ETF-Sparplänen. Ideal für Einsteiger und Sparplan-Anleger.

Stärken im Detail

  • 1€ pro Trade
  • Kostenlose Sparpläne
  • 3.25% Zinsen auf Cash
  • Einfache App
  • Krypto verfügbar

Schwächen

  • Nur 1 Börse (LS Exchange)
  • Keine Optionen/Futures
  • Eingeschränkte Ordertypen
  • Kein Desktop-Client
Für wen lohnt sich Trade Republic?

Besonders geeignet für: Anfänger, Sparplan-Anleger, Mobile-First.

Comdirect vs Trade Republic — Vollbank gegen Neo-Broker

Comdirect ist eine 30 Jahre alte Vollservice-Direktbank (seit 2020 Commerzbank-Tochter) mit Girokonto, Tagesgeld, ETF-Sparplan, Optionen, Zertifikaten und vollem Eurex-Zugang — verpackt in eine schwergewichtige Desktop-Oberfläche, designt für den Retail-Anleger des Jahres 2010. Trade Republic ist der 2015 gestartete Mobile-First-Neo-Broker: eine App, 1 € pro Order, 3,25 % Zinsen auf Cash, kein Girokonto, kein echter Desktop.

Dieser Vergleich ist selten eine Frage von „welcher Broker ist besser" — sondern willst du eine Bankbeziehung oder ein Trading-Utility? Wer von Comdirect wegen Gebühren-Müdigkeit migriert, fragt zurecht: „verliere ich außer den höheren Trading-Gebühren noch etwas?" Die ehrliche Antwort unten.

Wann Comdirect die bessere Wahl ist

Du willst Girokonto + Depot + Tagesgeld bei einer Bank. Comdirect ist echte Direktbank — DE-IBAN, vollständige SEPA/SCT/Instant-Integration, Visa Debit, Geldautomaten via Cash Group. Trade Republic bietet zwar eine Visa-Debit, ist aber kein Girokonto im klassischen Sinn; Gehaltseingänge und Daueraufträge funktionieren, fühlen sich aber drangepflanzt an. Für jemanden, der Gehalt, Sparen und Investieren auf einer Bank haben will, bleibt Comdirect ein kohärentes Produkt.

Du handelst aktiv Optionen auf europäische Underlyings. Comdirect bietet vollen Eurex-Zugang — DAX-/Bund-Optionen und -Futures, Single-Stock-Optionen auf europäische Namen, strukturierte Zertifikate von 30+ Emittenten. Trade Republic bietet davon nichts; nächster Ersatz auf TR sind Knock-Out-Zertifikate mit dünnem Emittenten-Spektrum.

Du willst alle deutschen Regionalbörsen + international direkt. Comdirect routet zu Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Tradegate, Quotrix, plus US NYSE/Nasdaq direkt, plus Wien, plus Six Schweiz. Trade Republic kennt nur LS Exchange — bei jeder Nicht-DAX-40-Aktie zählt der Preisunterschied.

Du legst Wert auf Research + Analystencoverage im Client. Die Comdirect Live-Trading-Plattform integriert Reuters, Morningstar, Stockstreet-Research und Analystenziele direkt im Order-Ticket. Trade Republic bietet Basis-Charts und Earnings-Termine, aber keinen integrierten Research-Stack.

Du willst deutschen Telefon-Support. Comdirect betreibt ein 24/7-Callcenter in Deutschland mit erfahrenen Mitarbeitern. Trade Republic ist Chat-only ohne Telefon-Support — ein strukturelles Problem, wenn etwas auf einer 6-stelligen Position schiefläuft.

Wann Trade Republic die bessere Wahl ist

Du bist preissensibel auf Klein- und Mittel-Orders. Comdirect verlangt 4,90 € + 0,25 % mit Mindestgebühr 9,90 € — das heißt jede Order unter ~2 000 € kostet 9,90 €, Punkt. Eine 500-€-Order kostet rund 2 % round-trip nur Provision. Trade Republic nimmt 1 € pauschal, unabhängig von der Größe. Beim 100-€-Monatskauf frisst Comdirect 9,9 % der Investition als Provision; auf TR sind es 1 %. Über 10 Jahre monatlicher 100-€-Käufe ergibt das ~1 070 € pro TR.

Du hältst Cash im Broker liegen. Trade Republic zahlt 3,25 % p.a. auf EUR-Guthaben bis 50 000 €, monatlich gutgeschrieben. Comdirect zahlt 0 % auf das Depot-Verrechnungskonto. Auf 15 000 € Puffer sind das ~487 €/Jahr geschenkt — bei Comdirect müsstest du das Cash aktiv aufs separate Tagesgeld umlagern (aktuell niedrigerer Satz und limitierte Aktionen).

Du willst gebührenfreie ETF-Sparpläne auf hunderten ETFs. Trade Republic bietet 0 € Sparplan-Ausführung auf >2 000 ETFs ab 1 €. Comdirect-Sparpläne kosten 1,5 % je Ausführung außerhalb der quartalsweise rotierenden Aktions-ETFs, mit 25 € Mindestrate. Für ein 3-Fonds-Bogleheads-Setup ergibt das einen Gebühren-Gap von ~450–600 € über 10 Jahre pro TR.

Du willst native Krypto-Exposure. Trade Republic unterstützt ~50 Kryptowährungen nativ. Comdirect bietet keinen Spot-Krypto — nur ETP-Wrapper wie Bitcoin-ETN.

Steuern — DACH-Spezifika

Deutschland — beide steuereinfach. Comdirect und Trade Republic führen 25 % KESt + 5,5 % Soli (= 26,375 % effektiv) plus optional Kirchensteuer an der Quelle ab. Beide wenden den Sparerpauschbetrag nach Freistellungsauftrag automatisch an. Verlustvortrag wird je Broker geführt — wer auf Comdirect und TR aufteilt, braucht zum Jahresende eine Verlustbescheinigung um zu kombinieren.

Österreich — Comdirect ist austriakonform; TR ist es nicht. Comdirect Austria hat historisch als austriakonformer Broker gearbeitet und die 27,5 % KESt automatisch an der Quelle abgeführt — keine FinanzOnline-Meldung für reguläre Trades. Trade Republic ist in Österreich nicht-austriakonform: jede Transaktion selbst über Anlage E1kv melden. Hinweis: Comdirect hat das eigenständige österreichische Retail-Angebot 2022 geschlossen; Bestandskunden behielten ihre Konten, Neukunden gehen über Commerzbank Austria.

Vorabpauschale 2026: Beide buchen die Vorabpauschale am 2. Januar vom Verrechnungskonto ab. Beide brauchen ~0,5–1 % des thesaurierenden ETF-Werts als Cash zum Jahresende, sonst erzwungener Teilverkauf.

Quellensteuer auf US-Dividenden: Beide nutzen W-8BEN; die 15 % US-Steuer wird in Deutschland automatisch auf die KESt angerechnet. Beide liefern jährliche Erträgnisaufstellungen.

Reporting-Qualität: Comdirect liefert eine papierähnliche Steuerbescheinigung, die klassische Steuerberater bevorzugen; Trade Republic liefert PDFs mit allen Pflichtfeldern in kompakterem Format. Bei komplexen Erklärungen (Anlage KAP-INV mit gesplitteten Auslandsanteilen) sind Comdirect-Dokumente leichter zu übergeben.

Kosten-Beispiel — 10 000 €-Depot über 10 Jahre

Profil: 1 monatlicher ETF-Sparplan à 100 €, 4 manuelle Einmalkäufe pro Jahr à 500 €, durchschnittlicher Cash-Puffer 5 000 €.

PostenComdirectTrade Republic
120× Sparplan-Ausführung (1,5 %)180 €0 €
40× manuelle Orders (9,90 € min)396 €40 € (1 € je)
Börsengebühren (40× ~2 €)80 €0 € (LS im Preis)
Depotgebühr (Annahme aktiv = befreit)0 €0 €
Cash-Zinsen (5k × 10J × Satz)0 €+1 625 € (3,25 %)
Netto-Kosten 10 J656 €−1 585 €

Die Differenz von 2 241 € ist rund 22 % des Startkapitals — groß genug, um das Langfrist-Ergebnis materiell zu verschieben. Für dieses Profil dominiert Trade Republic ökonomisch.

Comdirect wird konkurrenzfähig nur wenn (a) du Optionen oder Futures handelst (TR hat dafür kein Angebot), (b) du große illiquide Orders fährst, wo Regional-Börsen-Routing mehr Spread spart als die Gebührendifferenz, oder (c) du dem Girokonto-+-Telefonsupport-Bundle einen hohen subjektiven Wert beimisst. Keines dieser Argumente ist reine Ökonomie.

Verdict nach Anleger-Profil

Anfänger mit 50–100 €/Monat Sparplan

Wahl: Trade Republic. 0 € Sparplan, 1 € pro manueller Order, 3,25 % Cash, native Krypto, App-only-Flow macht Onboarding trivial. Comdirect würde rund 100 €/Jahr nur an Sparplan- + Order-Gebühren verlangen — bei dieser Beitragshöhe spürbarer Drag. Es gibt kein ökonomisches Argument für Comdirect bei dieser Größe.

Bestehender Comdirect-Kunde mit 50k+ Depot, denkt an Migration

Wahl: Trade Republic parallel öffnen, Comdirect nicht sofort schließen. Aktiven Trading-Anteil + Sparplan auf TR ziehen für den Kostenwin. Comdirect für Girokonto + Eurex-Notzugang behalten, falls du je Covered Calls auf europäische Namen schreiben willst. Dieses Dual-Broker-Setup fahren die meisten erfahrenen DACH-Retail-Anleger tatsächlich.

Aktiver Optionen- oder Eurex-Trader

Wahl: Comdirect (oder Upgrade auf Interactive Brokers / Flatex). Trade Republic kennt keine Optionen. Für gelegentliche Eurex-Strategien plus deutsches Steuer-Einfach-Umfeld bleibt Comdirect relevant. Ab 3+ Optionstrades pro Woche wird Interactive Brokers ökonomisch überlegen — bei steilerer Lernkurve.

Krypto-affiner Mass-Market-Sparer

Wahl: Trade Republic. Native 50-Coin-Krypto-Offering, Visa-Debit mit Cashback, 3,25 % auf Cash, Sparpläne auf Aktien/ETFs/Krypto in einer App. Comdirect kann diese Consumer-Breite bei der Tiefe nicht liefern.

Häufige Fragen

Antworten auf die meistgestellten Fragen zum Vergleich von Comdirect und Trade Republic.

Bei der Ordergebühr liegt Trade Republic mit 1€ pro Order vorne, während Comdirect 4.90€ + 0.25% (min 9.90€) verlangt. Beachte: Bei CFD-Brokern wirken Spreads als zusätzliche Kosten — der nominal niedrigere Preis ist nicht automatisch der günstigere.

Comdirect ist reguliert durch BaFin, Trade Republic durch BaFin. Beide unterliegen damit europäischer Aufsicht. Die Einlagensicherung beträgt bei Comdirect 100.000€ und bei Trade Republic 100.000€.

Für deutsche und österreichische Anleger sind primär Aspekte wie deutsche Sprache, deutsche Regulierung und steuereinfacher Status wichtig. Schau dir die Spalten 'Reguliert durch' und 'Sprachen' im Vergleich an — DACH-Broker mit BaFin-Lizenz haben dort meist den Vorteil.

Trade Republic bietet kostenlose ETF-Sparpläne ab 1€. Wenn dir ein Sparplan wichtig ist, ist das ein klares Argument.

Beide Broker unterliegen der Einlagensicherung ihrer Heimatregulierung. Comdirect: 100.000€, Trade Republic: 100.000€. Wertpapiere werden in Sondervermögen gehalten und sind im Insolvenzfall des Brokers geschützt.

Trade Republic liegt bei der Cash-Verzinsung mit aktuell 3.25% vorne. Achte auf die Bedingungen — manche Broker zahlen Zinsen nur mit Abo oder bis zu einem bestimmten Limit.

Beide Broker bieten eine native Mobile App. Die Bewertungen in den App-Stores sind jeweils gut. Welche App besser ist, hängt von deinen Anforderungen ab — teste am besten beide Apps mit einem Demo-Konto, falls verfügbar.

Ein Zweit-Depot ist sinnvoll, wenn ein Broker bestimmte Features bietet, die der erste nicht hat (z. B. Optionen, Krypto, mehr Börsen). Ein kompletter Wechsel lohnt nur, wenn die laufenden Gebührenunterschiede deutlich sind oder das aktuelle Depot wesentliche Funktionen vermissen lässt.

Bereit zum Start?

Melde dich bei dem Broker an, der zu deiner Strategie passt. Beide Anbieter sind reguliert und bieten ein Demo-Konto zum risikofreien Testen.

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