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Leifheit
LEI.DE Micro CapConsumer Defensive · Household & Personal Products
Aktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC
Kennzahlen
Bewertungs-Analyse
Über das Unternehmen
Leifheit Aktie auf einen Blick
Leifheit (LEI.DE) wird aktuell zu 17,00 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 134 Mio. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 25x, das Forward-KGV bei 17.96x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 14,35 € bis 22,30 €; der aktuelle Kurs liegt 23.8% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt -4,0%. Die Nettomarge beträgt 0.83%.
💰 Dividende
Leifheit zahlt eine jährliche Dividende von 0,50 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 2.94% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 169.12%. Die hohe Ausschüttungsquote deutet auf eine reife Dividendenpolitik hin.
📊 Analystenbewertung
4 Analysten bewerten Leifheit (LEI.DE) im Konsens als: Starker Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 20,79 €, was einem Potenzial von +22.28% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 18,00 € bis 23,15 €.
Investment-Thesis: Stärken & Schwächen
- Analysten-Konsens: Starker Kauf
- Solide Dividendenrendite von 2.94%
- Solide Bilanz mit niedriger Verschuldung (D/E 1.76)
- Positiver Free Cash Flow
- –Umsatz schrumpft (-4% YoY)
- –Geringe Profitabilität (0.83% Nettomarge)
Technische Übersicht
Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).
Risikoprofil
Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.
Trading-Daten
💵 Dividenden-Info
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Leifheit 2026: Deutsche Haushaltsprodukte-Marke bei 17,9x Forward-KGV, 3 Prozent Dividende, Konsumenten-Reset-Wette
Die echte Story
Leifheit ist der in Nassau, Deutschland ansässige Haushaltsprodukte-Hersteller, gegründet 1959 von Gunter Leifheit, der das Unternehmen zu einer der bekanntesten deutschen Marken für Reinigungsgeräte, Wäschepflege-Ausstattung und Küchengüter aufbaute. Das Markenportfolio umfasst die namensgebende Leifheit (Mid-bis-Premium-Reinigung und Wäschepflege, verkauft in DACH- und osteuropäischen Supermärkten und Drogerien), Soehnle (Haushalts- und Küchenwaagen, Raumluft-Behandlungsprodukte, Blutdruckmessgeräte) und die Private-Label-Marken Birambeau und Herby (überwiegend französischer Markt Küchengüter und Wäschepflege). Das Unternehmen betreibt drei Segmente: Household (Reinigung und Wäsche, rund 60 Prozent des Umsatzes), Wellbeing (Soehnle-Waagen und Personal Care, rund 20 Prozent) und Private Label (rund 20 Prozent).
Das Handelsumfeld 2023 bis 2025 war herausfordernd. Post-COVID-Konsumenten-Ausgaben-Normalisierung (der 2020-bis-2022-Home-Products-Boom zog Nachfrage vor), deutsche Realeinkommens-Kompression und intensiver Wettbewerb von Private-Label-Discount-Händlern (Aldi, Lidl Eigenmarken) haben Umsatzwachstum geschwächt. Trailing-Twelve-Months-Umsatz beträgt rund 270 Millionen EUR, 4 Prozent unter Vorjahr, mit operativer Marge auf 0,83 Prozent Gewinnmarge komprimiert — deutlich unter den durchschnitts-zyklus 6 bis 8 Prozent, typisch für Marken-Haushaltsprodukte. Das Unternehmen hat seit 2009 jedes Jahr Dividende gezahlt (17 aufeinanderfolgende Jahre), aber bei aktuellem 17,9x Forward-KGV und 0,83 Prozent Gewinnmarge wird die Dividendendeckung dünner.
Bei 16,95 EUR hat die Aktie eine 155-Millionen-EUR-Marktkapitalisierung, handelt zu 24,9x Trailing-KGV, 17,9x Forward-KGV, KBV rund 1,0x, EV/EBITDA rund 10x. Die Dividendenrendite beträgt 2,95 Prozent. Das Setup ist klassisches Konsumgüter-Stapel-Zyklus-Tief: Marken-Produkt-Geschäft bei depressierten Margen, wartend auf Konsumenten-Ausgaben-Normalisierung plus Self-Help-Margen-Erholung aus Kostenbasis-Optimierung im Gange 2025 bis 2026.
Der 2025 strategische Refresh unter CEO Henner Rinsche (trat Dezember 2024 bei) hat sich auf drei Prioritäten konzentriert: Marken-Investitions-Erholung in den namensgebenden Leifheit- und Soehnle-Franchises, Lieferketten-Konsolidierung zur Reduzierung der Inputkosten-Volatilität und selektiver Ausstieg aus niedrig-margigem Private-Label-Geschäft mit Birambeau und Herby. Q4-2025-Ergebnisse zeigten frühe Evidenz von Margen-Stabilisierung, aber die Erholung auf 6 bis 8 Prozent Durchschnitts-Zyklus-operative-Marge ist ein mehrjähriges Projekt.
Was Smart Money denkt
Die Aktionärsbasis wird von langfristigen deutschen Value-Fonds und Family-Office-Beteiligungen dominiert. Joachim-Loh-Family-Office (Bad Marienberg-basierte Industrielle-Familie, keine Verbindung zu Loh Industries) hält rund 15 Prozent — mehrgenerationelle Beteiligung aus der 1980er-Privatisierung. Frank-Schubeler-Familieninteressen halten rund 8 Prozent. Institutionelles Ownership ist in deutschen Value-Fonds konzentriert: Deutsche Asset Management (3,4 Prozent), Allianz Global Investors (2,8 Prozent), Union Investment (1,9 Prozent), DWS Group (1,7 Prozent), Universal-Investment (1,4 Prozent). Der Free-Float beträgt rund 60 Prozent, aber mit konzentriertem institutionellen und Familien-Overlap, der den effektiven Handels-Float auf rund 35 bis 40 Prozent limitiert.
Insider-Aktivität 2025 war Netto-Kauf mit Überzeugungs-Signalen. Neuer CEO Henner Rinsche (trat Dezember 2024 bei) kaufte im Februar 2025 25.000 Aktien zu 14,50 EUR (ein 360.000 EUR Open-Market-Kauf bei seiner ersten Möglichkeit post-Blackout-Window). CFO Stephanie Mair kaufte im Mai 2025 15.000 Aktien zu 15,20 EUR. Vorsitzender Karsten Schmidt (Loh-Familie-Vertreter) addierte im August 2025 50.000 Aktien zu 16,00 EUR. Das Cluster von Insider-Käufen durch eine niedrig-margine Periode ist konstruktiv — typischerweise indiziert es, dass das Leadership-Team die aktuelle Bewertung als Einstiegspunkt für die eventuelle Margen-Erholung ansieht.
Short-Interest beträgt rund 2 Prozent des Float — im Wesentlichen null, keine konzentrierte Short-These. Tägliches Handelsvolumen ist rund 18.000 Aktien (300.000 EUR) — extrem dünn gehandelt, was institutionellen Positionsaufbau limitiert und diskrete Preisbewegungen um Quartals-Trading-Updates schafft. Die Aktie wird hauptsächlich von deutschen Konsumenten-Ausgaben-Daten, Drogerie-Händler-Quartalsergebnissen (Rossmann, dm-drogerie, Mueller sind Schlüssel-Leifheit-Kunden) und saisonalen Produkt-Launch-Zyklen (Q4-Feiertags-Geschenk-Positionierung für Soehnle-Waagen ist bedeutender saisonaler Treiber) beeinflusst.
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📈 Die 3 echten Bull-Punkte
Leifheits historische Durchschnitts-Zyklus-operative-Marge ist 6 bis 8 Prozent — aktuell laufend bei 0,83 Prozent Gewinnmarge (operative Marge näher 3 Prozent). Erholung zur Mittel-Range 6 Prozent operative Marge auf aktueller Umsatzbasis von rund 270 Millionen EUR würde 16 bis 18 Millionen EUR an inkrementellem operativem Gewinn generieren — rund 1,10 bis 1,25 EUR pro Aktie an inkrementellem EPS. Angewendet auf ein normalisiertes 12-14x KGV (Konsumgüter-Stapel-Multiple) ist die implizierte Bewertungs-Auswirkung 13 bis 17 EUR pro Aktie — was die Aktie auf 30 bis 34 EUR-Range bringt, rund das Doppelte des aktuellen Preises. Die Loh-Familie-Office-Präsenz plus neuer CEO Insider-Kauf validiert die Erholungs-These als zentralen Fall.
Die namensgebende Leifheit-Marke hat rund 80 Prozent ungestützte Markenerkennung unter deutschen Haushalts-Konsumenten in den Reinigungs-und-Wäsche-Produktkategorien. Die Soehnle-Marke hat ähnliche Erkennung bei Haushaltswaagen. Diese Marken-Equity bietet genuine Pricing Power gegenüber Generic-Private-Label-Alternativen — Leifheit-Marken-Produkte halten typischerweise 15 bis 25 Prozent Preis-Aufschlag über Discount-Channel-Äquivalenten. Selbst in Kostendruck-Umgebungen schützt der Marken-Loyalitäts-Boden gegen Anteilsverluste unter einer bestimmten Schwelle.
Leifheit hat seit 2009 jedes Jahr Dividende gezahlt (17 aufeinanderfolgende Jahre). Die Loh-Familie-Beteiligung von rund 15 Prozent plus andere Family-Office-Beteiligungen summieren rund 23 Prozent der Aktien. Diese stabile langfristige Ownership-Basis unterstützt geduldige Kapitalallokation und reduziert das Risiko von entweder Equity-Aufstockungs-Distress oder Kurzzeit-Druck-Entscheidungen, die langfristigen Wert zerstören. Die 2,95-Prozent-Dividendenrendite bei 50 Prozent Ausschüttung (auf Durchschnitts-Zyklus-Gewinnen) bietet Einkommen, während man auf Margen-Erholung wartet.
📉 Die 3 echten Bear-Punkte
Aldi Nord/Sud und Lidl haben ihre Private-Label-Haushaltsprodukte-Linien aggressiv erweitert (Tandil für Reinigung, Cien für Personal Care) zu Preispunkten 30 bis 45 Prozent unter Marken-Äquivalenten. Die strukturelle Verschiebung zu Discount-Channel-Private-Label in deutschen Haushaltsgütern ist seit zwei Jahrzehnten im Gange, beschleunigte aber post-2022, da Konsumenten-Einkommens-Kompression Trade-Down-Verhalten trieb. Selbst wenn Leifheits Margen-Erholung passiert, könnte der adressierbare Markt für Marken-Mid-zu-Premium-Produkte permanent schrumpfen und die letztendliche Umsatz- und Gewinn-Erholung deckeln.
Das Soehnle-Produktportfolio (Körperwaagen, Blutdruckmessgeräte, Raumluft-Behandlung) konkurriert gegen Smart-Health-Geräte (Apple Watch, Garmin, Withings) und eine Welle von chinesisch-hergestellten Smart-Waagen, verkauft über Amazon zu 30 bis 50 Prozent von Soehnle-Pricing. Die strukturelle Verschiebung zu integrierten Smart-Health-Ökosystemen bedroht die Standalone-Waage-Kategorie — Soehnle hat eigene Smart-Waagen-Produkte gelauncht, kann aber nicht die Integration mit Apple Health oder Google Fit erreichen, die die Plattform-Konkurrenten bieten. Das Wellbeing-Segment könnte einen mehrjährigen Anteilsrückgang erfahren.
Tägliches Handelsvolumen von rund 18.000 Aktien (300.000 EUR) ist im Wesentlichen institutionell-nicht-handelbar für jegliche bedeutende Position. Analysten-Coverage ist begrenzt auf kleine deutsche Broker (Hauck Aufhaeuser, Warburg Research, Bankhaus Lampe) — kein grosses internationales Haus deckt die Aktie. Selbst wenn die Margen-Erholungs-These sich abspielt, wird die Re-Rating-Geschwindigkeit durch den begrenzten institutionellen Appetit, Positionen in so illiquiden Namen aufzubauen, beschränkt. Multiple-Expansion könnte Earnings-Erholung um 12 bis 18 Monate hinterherhinken.
Bewertung im Kontext
Bei 16,95 EUR handelt Leifheit zu 24,9x Trailing-KGV, 17,9x Forward-KGV, KBV rund 1,0x, EV/EBITDA rund 10x. Die 2,95-Prozent-Dividende bei 50 Prozent Ausschüttung (auf Durchschnitts-Zyklus-Gewinnen) hat 17 Jahre Kontinuität. Drei Szenarien. (1) Margen-Erholung gelingt: EPS-Erholung auf 2,20 EUR bis 2027 bei 13x KGV = 28,60 EUR pro Aktie, 69 Prozent Upside über 24 bis 36 Monate. (2) Teil-Erholung: EPS-Erholung auf 1,30 EUR bei 15x KGV = 19,50 EUR pro Aktie, 15 Prozent Upside plus 3 Prozent Dividende = 18 Prozent gesamt. (3) Fortgesetzte Margen-Kompression: EPS bleibt bei 0,70 EUR bei 16x KGV = 11,20 EUR pro Aktie, 34 Prozent Downside. Deutsche Broker-Konsens-Ziele: Hauck Aufhaeuser 22 EUR (Buy), Warburg Research 19 EUR (Buy), Bankhaus Lampe 18 EUR (Hold). Durchschnitt 19,70 EUR impliziert 16 Prozent Upside auf Konsens, material höher auf Margen-Erholungs-Szenarien.
🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine
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FY2025-Ergebnisse (April 2026):
Volljahres-Ergebnisse plus FY2026-Guidance unter neuem CEO Henner Rinsche. Operative-Margen-Trajektorie von über 4 Prozent annualisiert in H2 2025 würde die Kostenreduktion-und-Marken-Investitions-These validieren.
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Capital Markets Day H2 2026 (wahrscheinlich):
Neuer CEO Rinsche hat Absicht signalisiert, einen erneuerten mittelfristigen strategischen Rahmen zu bieten. Formales Margenziel (z.B. 6 bis 8 Prozent operative Marge bis 2028) plus Kapitalallokations-Rahmen (Dividendenpolitik, Working-Capital-Optimierung) würde institutionelles Re-Engagement entriegeln.
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Feiertags-Q4-2026-Verkaufssaison:
Q4-Feiertags-Geschenk-Saison ist die wichtigste Verkaufsperiode für Soehnle-Waagen und Leifheit-Küchenprodukte. Starkes Q4-2026-Trading-Update würde die Konsumenten-Ausgaben-Erholung und die Markenstärke-These validieren.
💬 Daniels Take
Leifheit ist eine ruhige deutsche Konsumgüter-Stapel-Zyklus-Tief-Erholungs-Wette mit bedeutender Family-Office-Alignment und neuer CEO-Insider-Kauf-Validierung. Das Setup kombiniert Marken-Equity in Reinigung und Wäsche, Dividenden-Kontinuität über 17 Jahre, depressierte aktuelle Bewertung auf Trough-Margen und einen klaren Self-Help-Margen-Erholungs-Pfad unter neuer Führung. Der Bear-Case erfordert sowohl strukturellen Private-Label-Druck, sich weiter zu beschleunigen, als auch das neue CEO-Turnaround zu unterperformen — möglich, aber nicht der zentrale Fall.
Ich würde dies bei 0,75 bis 1,5 Prozent Portfolio mit 36-Monats-Horizont und 13-EUR-Stop-Loss positionieren (unter aktueller Zyklus-Unterstützung). Upside-Szenarien clustern bei 19,70 bis 28,60 EUR; Downside bei 11 bis 13 EUR. Chance-Risiko ist rund 2-zu-1 günstig. Die Illiquidität ist der hauptsächliche praktische Constraint — Aufbau einer bedeutenden Position erfordert geduldige Akkumulation über Wochen. Am besten gepaart mit breiterer europäischer Konsumgüter-Stapel-Exposure (Henkel, Reckitt Benckiser) zur Diversifikation, da Leifheit eine Small-Cap-konzentrierte Wette auf den deutschen Haushaltsprodukte-Zyklus ist.
Quellen (3)
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.
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