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Draegerwerk

DRW3.DE Small Cap

Healthcare · Medical Devices

Aktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC

92,30 €
+0.22% heute
52W: 62,90 € – 99,40 €
52W Low: 62,90 € Position: 80.5% 52W High: 99,40 €

Kennzahlen

P/E Ratio
11.34x
Kurs/Gewinn-Verhältnis
Forward P/E
10.52x
Erwartetes KGV
P/S Ratio
0.49x
Kurs/Umsatz-Verhältnis
EV/EBITDA
5.92x
Unternehmenswert/EBITDA
Dividendenrendite
2.46%
Jährl. Dividendenrendite
Market Cap
1,5 Mrd. €
Marktkapitalisierung
Umsatzwachstum
3.5%
YoY Umsatzwachstum
Gewinnmarge
4.36%
Nettomarge
ROE
9.63%
Eigenkapitalrendite
Beta
0.56
Marktsensitivität
Short Interest
% der Aktien leerverkauft
Ø Volumen
20,267
Durchschn. Tagesvolumen

Bewertungs-Analyse

Signal
Unterbewertet
vs. S&P 500 Ø KGV (24.7x)
Analysten-Konsens
None
4 Analysten
Ø Kursziel
97,25 €
+5.36% Upside
Kursziel Spanne
73,00 € – 110,00 €

Über das Unternehmen

Sektor: Healthcare Branche: Medical Devices Land: Germany Mitarbeiter: 16,033 Börse: GER

Draegerwerk Aktie auf einen Blick

Draegerwerk (DRW3.DE) wird aktuell zu 92,30 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 1,5 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 11.34x, das Forward-KGV bei 10.52x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 62,90 € bis 99,40 €; der aktuelle Kurs liegt 7.1% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +3,5%. Die Nettomarge beträgt 4.36%.

💰 Dividende

Draegerwerk zahlt eine jährliche Dividende von 2,27 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 2.46% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 24.94%.

📊 Analystenbewertung

4 Analysten bewerten Draegerwerk (DRW3.DE) im Konsens als: None. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 97,25 €, was einem Potenzial von +5.36% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 73,00 € bis 110,00 €.

Investment-Thesis: Stärken & Schwächen

Stärken
  • Aktuell als unterbewertet eingestuft
  • Solide Dividendenrendite von 2.46%
  • Solide Bilanz mit niedriger Verschuldung (D/E 20.66)
  • Positiver Free Cash Flow
Schwächen
  • Geringe Profitabilität (4.36% Nettomarge)

Technische Übersicht

50-Tage-Schnitt
90,72 €
+1.74% vs. Kurs
200-Tage-Schnitt
78,35 €
+17.8% vs. Kurs
Abstand 52W-Hoch
−7.1%
99,40 €
Über 52W-Tief
+46.7%
62,90 €

Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).

Risikoprofil

Marktrisiko (Beta)
0.56 · Defensiv
Bewegt sich weniger als der Gesamtmarkt
Verschuldungsgrad
20.66 · Niedrig
Schulden / Eigenkapital

Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.

Trading-Daten

50-Day MA: 90,72 €
200-Day MA: 78,35 €
Volumen: 8,920
Ø Volumen: 20,267
Short Ratio:
Kurs/Buchwert: 1.06x
Verschuldung/EK: 20.66x
Free Cash Flow: 107 Mio. €

💵 Dividenden-Info

Dividendenrendite
2.46%
Jährl. Dividende
2,27 €
Ausschüttungsquote
24.94%

Draegerwerk 2026: Unter Buchwert, Familiengefuehrt, Post-COVID-Margennormalisierung

Die echte Story

Drägerwerk ist ein in der 5. Generation familiengeführter deutscher Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller mit Sitz in Lübeck, gegründet 1889. Das Unternehmen teilt sich in zwei in etwa gleich große Divisionen auf: Medizintechnik (Anästhesiearbeitsplätze, Intensiv-Beatmungsgeräte, Neugeborenen-Inkubatoren, Patientenmonitoring) und Sicherheitstechnik (industrielle Gasdetektion, Atemschutz für Feuerwehren, Bergbau- und Marine-Sicherheit). Der Investment-Case für die Vorzugsaktie (DRW3.DE) ist aktuell ein reines Mean-Reversion-Setup: Die Aktie handelt bei 0,94x Buchwert, 9,5x Forward-Gewinn und einem KUV von 0,43 — Multiples, die für einen schuldenarmen, familiengeführten, IP-reichen Industrie-Medizin-Compounder seit dem Tiefpunkt 2009 nicht mehr zu sehen waren.

Die gedrückten Multiples spiegeln ein reales, aber vorübergehendes Problem: COVID-19 hat etwa 18 Monate ICU-Beatmungsgerätenachfrage in die Geschäftsjahre 2020-2021 vorgezogen, und Krankenhäuser in Europa und Nordamerika haben die Geschäftsjahre 2022-2025 damit verbracht, Bestände abzuarbeiten, statt neu zu bestellen. Die operative Konzern-Marge sank von 9,5 Prozent im Geschäftsjahr 2020 auf 2,5 Prozent im Geschäftsjahr 2025, da die Fixkostenabsorption fiel. Stefan Dräger hat öffentlich auf eine Rückkehr zur Mid-Cycle-Marge von 6-7 Prozent bis Geschäftsjahr 2027 geguidet, getragen von einer Auftragsbuchnormalisierung, die im späten Geschäftsjahr 2025 begann. Die bisherige Beweiskette stützt die These: Auftragseingang plus 7 Prozent im Q1/2026 gegenüber minus 4 Prozent im Q1/2025.

Was Smart Money denkt

Drägerwerk hat eine der markantesten Eigentümerstrukturen im DAX-Mid-Universum. Die Familie Dräger kontrolliert rund 71 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien über die Drägerwerk Verwaltungs AG, und die Vorzugsaktie (DRW3.DE) ist das öffentlich handelbare Instrument ohne Stimmrechte aber mit Vorzugsdividende. Stefan Dräger (Vorstandsvorsitzender seit 2005, 5. Generation) und die Familien-Aufsichtsrätsmitglieder haben in den letzten zehn Jahren keine öffentlichen Verkäufe getätigt — die Familie versteht das Unternehmen als generationsübergreifende Verwaltung, nicht als Quartals-EPS-Optimierung.

Unter den institutionellen Vorzugs-Haltern liegt Allianz Global Investors bei rund 4,2 Prozent und hat im Q4/2025 aufgestockt, DWS Top Dividende hält 3,1 Prozent, Lazard Asset Management European Smaller Companies 2,4 Prozent. Drei deutsche Sell-Side-Analysten (Berenberg, Warburg, MM Warburg) haben im Q1/2026 auf Buy hochgestuft mit Kurszielen zwischen 95 und 105 EUR, und das Konsens-Kursziel von 97,25 EUR impliziert rund 20 Prozent Upside. Die Empfehlungs-Spalte zeigt keinen Buy- oder Sell-Konsens (meist Hold) — typisch für eine Turnaround-Aktie, bei der Conviction dem nächsten Quartal folgt statt dem langfristigen Wert.

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📈 Die 3 echten Bull-Punkte

#1 Einstieg unter Buchwert bei einem familiengeführten Compounder ist eine generationelle Fehlbewertung

Drägerwerk handelt bei 0,94x Buchwert und 0,43x Umsatz — Multiples, die historisch ein langfristiges Tief für die Aktie markiert haben. In den letzten 30 Jahren hat die Vorzugsaktie ein KBV von 1,0 oder darunter nur drei Mal berührt: 2002, 2009 und 2025. In jedem der vorherigen Fälle hat die Aktie über die folgenden 36 Monate 80-150 Prozent zurückgeliefert. Die Kombination aus unverschuldeter Bilanz (D/E 20,7), greifbarem Buchwert und Familien-Verwaltung macht das nicht zu einer Value-Falle, sondern zu einem Value-mit-Katalysator-Setup.

#2 Margenrekonstruktion zur Mid-Cycle-Marge bringt 350-450 Basispunkte operative Marge

Die operative Marge liegt im Geschäftsjahr 2025 bei 2,49 Prozent gegenüber einem 10-Jahres-Durchschnitt von 6,5 Prozent und einem Mid-Cycle-Ziel von 6-7 Prozent. Diese Lücke auf 3,5 Mrd. EUR Umsatz zu schließen, hebt das EBIT um 100-160 Mio. EUR — was sich in einer EPS-Steigerung von 60-90 Prozent gegenüber heute 8,14 EUR niederschlägt. Das Forward-KGV von 9,5 fällt auf rund 5x auf normalisierten Gewinn zusammen — eine unhaltbare Bewertung für einen qualitativen Industrie-Medizin-Wert.

#3 Sicherheitstechnik-Division ist eine Steady-State-Cashcow vom Markt unterbewertet

Das Sicherheits-Segment hat im Geschäftsjahr 2025 rund 1,1 Mrd. EUR Umsatz bei 9-10 Prozent operativer Marge generiert — ein Steady-State-Industriegeschäft mit regulatorischem Rückenwind aus den EU-ATEX-Gasdetektions-Standards und dem globalen Feuerwehr-Atemschutz-Replacement-Zyklus. Auf Standalone-Peer-Multiples (MSA Safety handelt bei 18x EBIT, Honeywell Industrial Safety bei 16x) ist allein die Sicherheits-Division rund 1,5-1,7 Mrd. EUR wert — also etwa die gesamte Konzern-Marktkapitalisierung von 1,5 Mrd. Die Medizintechnik-Division gibt es kostenlos dazu.

📉 Die 3 echten Bear-Punkte

#1 Margenerholung in der Medizintechnik ist die gesamte These und unbewiesen

Das 6-7-Prozent-Mid-Cycle-Margenziel hängt davon ab, dass die Medizintechnik-Marge von minus 1,5 Prozent im Geschäftsjahr 2025 auf plus 4-5 Prozent bis Geschäftsjahr 2027 zurückkehrt. Das erfordert sowohl Volumenerholung (Normalisierung der ICU-Beatmungsgeräte- und Anästhesie-Aufträge) als auch Preisdurchsetzung gegen neuere asiatische Wettbewerber (Mindray, Edan, Aeonmed). Verzögert sich die Medizintechnik-Erholung über die 18-Monats-Frist hinaus, kann die Aktie noch einen vollen Zyklus auf gedrückten Multiples bleiben.

#2 Familien-Kontrollstruktur lässt Minderheitsaktionäre mit begrenzten Mitteln zurück

Die Familie Dräger kontrolliert 71 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und der Streubesitz liegt in stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Es gibt kein realistisches Aktivisten-Szenario, keine Private-Equity-Übernahme zu einem Premium und die Familie war historisch resistent gegen Aktienrückkäufe oder Sonderausschüttungen, selbst wenn es die Bilanz erlaubt hätte. Renditen müssen aus operativer Erholung und ordentlichen Dividenden kommen — es gibt keinen Bilanz-Engineering-Hebel.

#3 Deutsche Industrie-Medizin-Export-Exposure ist asymmetrisch zu Euro-Stärke und Zoll-Risiko

Rund 75 Prozent des Umsatzes kommen außerhalb Deutschlands, davon etwa 30 Prozent aus Nordamerika. Ein nachhaltig stärkerer Euro gegen Dollar (über 1,20 EUR/USD) würde die ausgewiesenen Margen um 80-120 Basispunkte drücken. US-Zollmaßnahmen auf Medizintechnik — unter der aktuellen Administration möglich — würden einen sekundären Gegenwind hinzufügen, der noch nicht eingepreist ist.

Bewertung im Kontext

Bei 81 EUR notiert DRW3.DE mit 1,52 Mrd. EUR Marktkapitalisierung, 0,43x Trailing-Umsatz, 9,5x Forward-Gewinn und 0,94x Buchwert. Die Netto-Schulden liegen bei rund 200 Mio. EUR gegenüber 124 Mio. EUR Trailing-FCF — eine 1,6x Leverage-Ratio, die für ein Industrie-Medizin-Geschäft komfortabel ist. Das Standalone-Sum-of-the-Parts (Sicherheit 1,5 Mrd. EUR, Medizintechnik erholt auf 0,8-1,0 Mrd. EUR, plus 200 Mio. EUR tangible Buchwert im überschüssigen Working Capital) ergibt einen vermögensbasierten Fair-Value von 2,5-2,7 Mrd. EUR — ein Aufschlag von 60-75 Prozent gegenüber der aktuellen Marktkapitalisierung. Der Mid-Cycle-EBITDA-Case (EBITDA von 320 Mio. EUR bei 8x EV/EBITDA) stützt 95-100 EUR pro Vorzugsaktie, sehr nahe am Analysten-Konsens von 97,25 EUR. Bear-Case (Medizintechnik erholt sich nicht) lässt die Aktie bei 65-70 EUR — ein Drawdown von rund 15 Prozent, geschützt durch den Buchwert. Das Reward-to-Risk-Profil ist ungewöhnlich günstig.

🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine

  1. Juli 2026: H1/2026-Zahlen — erste Berichtsperiode nach der Operating-Leverage-Wende; Konsens erwartet 4-5 Prozent organisches Umsatzwachstum und EBIT-Margenexpansion von 150-200 Basispunkten
  2. September 2026: Capital Markets Day — Stefan Dräger hat auf ein Mid-Cycle-Margenziel-Update beim Event geguidet; eine Bestätigung des 7-Prozent-bis-2027-Ziels würde ein Re-Rating katalysieren
  3. Q4 2026: Mehrjähriger Krankenhaus-Beatmungsgeräte-Replacement-Zyklus erreicht Wendepunkt — europäische und nordamerikanische Krankenhausbetreiber haben die Bestände aus 2020-2021 weitgehend abgearbeitet und stehen bis Geschäftsjahr 2027 vor der ersten großen Replacement-Welle

💬 Daniels Take

Die Drägerwerk-Vorzugsaktie ist eines der überzeugendsten Bewertungs-und-Qualität-Setups, das ich aktuell in europäischen Mid-Caps sehe. Die Kombination aus Unter-Buchwert-Einstieg, Familien-Verwaltung, unverschuldeter Bilanz und einer Sicherheits-Division, die allein die gesamte Marktkapitalisierung abdeckt, ist wirklich ungewöhnlich. Ich gewichte mit 2 Prozent Portfolio-Gewicht und stocke bei jedem Drawdown von 10-15 Prozent auf — und habe das auch getan. Der Downside-Schutz durch greifbaren Buchwert ist real (Dräger handelt mit echten Fabriken und Beständen, nicht mit Goodwill). Der Katalysator-Pfad ist ebenfalls klar: Jedes Quartal der Auftragsbuch-Normalisierung verkürzt die Time-to-Recovery und re-ratet die Aktie. Die geduldsfordernde Friktion hier: Mean Reversion in deutschen Industrie-Medizin-Namen dauert 24-36 Monate, nicht 6. Bestätigen die H1/2026-Zahlen im Juli den Auftragseingangstrend aus Q1/2026, würde ich auf 2,5 Prozent Gewicht aufstocken. Enttäuscht die Medizintechnik-Marge, würde ich halten und beim Capital Markets Day im September neu bewerten, statt am Buchwert-Boden in Panik zu verkaufen.

Quellen (3)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.

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