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CAF

CAF.MC Mid Cap

Industrials · Railroads

Aktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC

60,70 €
+1.34% heute
52W: 44,30 € – 65,90 €
52W Low: 44,30 € Position: 75.9% 52W High: 65,90 €

Kennzahlen

P/E Ratio
14.22x
Kurs/Gewinn-Verhältnis
Forward P/E
9.98x
Erwartetes KGV
P/S Ratio
0.46x
Kurs/Umsatz-Verhältnis
EV/EBITDA
7.67x
Unternehmenswert/EBITDA
Dividendenrendite
2.21%
Jährl. Dividendenrendite
Market Cap
1,8 Mrd. €
Marktkapitalisierung
Umsatzwachstum
3.6%
YoY Umsatzwachstum
Gewinnmarge
3.31%
Nettomarge
ROE
Eigenkapitalrendite
Beta
0.79
Marktsensitivität
Short Interest
% der Aktien leerverkauft
Ø Volumen
31,176
Durchschn. Tagesvolumen

Bewertungs-Analyse

Signal
Unterbewertet
vs. S&P 500 Ø KGV (24.7x)
Analysten-Konsens
Kaufen
9 Analysten
Ø Kursziel
64,12 €
+5.63% Upside
Kursziel Spanne
52,75 € – 78,00 €

Über das Unternehmen

Sektor: Industrials Branche: Railroads Land: Spain Mitarbeiter: 17,788 Börse: MCE

CAF Aktie auf einen Blick

CAF (CAF.MC) wird aktuell zu 60,70 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 1,8 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 14.22x, das Forward-KGV bei 9.98x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 44,30 € bis 65,90 €; der aktuelle Kurs liegt 7.9% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +3,6%. Die Nettomarge beträgt 3.31%.

💰 Dividende

CAF zahlt eine jährliche Dividende von 1,34 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 2.21% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 31.42%.

📊 Analystenbewertung

9 Analysten bewerten CAF (CAF.MC) im Konsens als: Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 64,12 €, was einem Potenzial von +5.63% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 52,75 € bis 78,00 €.

Investment-Thesis: Stärken & Schwächen

Stärken
  • Analysten-Konsens: Kaufen
  • Aktuell als unterbewertet eingestuft
  • Solide Dividendenrendite von 2.21%
Schwächen
  • Geringe Profitabilität (3.31% Nettomarge)

Technische Übersicht

50-Tage-Schnitt
59,80 €
+1.51% vs. Kurs
200-Tage-Schnitt
56,37 €
+7.68% vs. Kurs
Abstand 52W-Hoch
−7.9%
65,90 €
Über 52W-Tief
+37%
44,30 €

Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).

Risikoprofil

Marktrisiko (Beta)
0.79 · Defensiv
Bewegt sich weniger als der Gesamtmarkt
Verschuldungsgrad
89.36 · Moderat
Schulden / Eigenkapital

Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.

Trading-Daten

50-Day MA: 59,80 €
200-Day MA: 56,37 €
Volumen: 20,176
Ø Volumen: 31,176
Short Ratio:
Kurs/Buchwert: 2.12x
Verschuldung/EK: 89.36x
Free Cash Flow:

💵 Dividenden-Info

Dividendenrendite
2.21%
Jährl. Dividende
1,34 €
Ausschüttungsquote
31.42%

CAF 2026: Ein spanischer Rolling-Stock-Compounder mit 15 Mrd EUR Auftragsbestand

Die echte Story

Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles — kurz CAF — ist ein 105 Jahre alter baskischer Schienenfahrzeughersteller mit Sitz in Beasain (Gipuzkoa), der sich still und leise zum viertgrößten Rolling-Stock-OEM der Welt hinter Alstom, Siemens Mobility und CRRC entwickelt hat. Die Produktpalette umfasst Hochgeschwindigkeitszüge (Oaris), Pendel-Metros (Mexico City, Helsinki, São Paulo), Stadtbahnen und Straßenbahnen (Birmingham, Edinburgh, Boston, Sydney), Regionalzüge (spanische Cercanías, deutsche DB Regio) und Lokomotiven. Zwei strategische Akquisitionen haben die Gruppe in der letzten Dekade umgeformt: Solaris Bus & Coach in Polen (2018, Elektro- und Wasserstoffstadtbusse) und die Wartungsservice-Gruppe CAF Power & Automation.

Die strukturelle Story von 2024-2026 ist der Auftragsbestand. Der Konzern-Backlog wuchs von 11,0 Mrd EUR per Jahresende 2022 auf 15,4 Mrd EUR per Jahresende 2025 — rund 4,3 Jahre Umsatz zur GJ/2025-Run-Rate. Die großen Gewinne waren New York MTA R211 (1.612 Wagen, 1,45 Mrd USD), Greater Manchester Bee Network (2,1 Mrd EUR, mehrjähriger Rahmen), polnische PKP Intercity (Hochgeschwindigkeitszüge, 1,1 Mrd EUR) und der deutsche VRR-Rahmenvertrag (4,5 Mrd EUR über fünfzehn Jahre). Die operative Marge schrumpfte 2023-2024 wegen Elektronik- und Aluminium-Kosteninflation, die festpreisige Altverträge traf, aber das Q1/2026-Ergebnis vom 8. Mai zeigte EBIT-Marge wieder auf 6,2% (vom Tief 4,4%), da inflationsangepasste Verträge in die Auslieferung kommen.

Was Smart Money denkt

Die Eignerschaft ist von zwei langjährigen baskischen Institutionen verankert: Kutxabank (die aus der regionalen Sparkasse hervorgegangene Stiftung) hält 14,2% und die Bagoeta-Genossenschaft 11,6%. Zusammen mit Norges Bank Investment Management (3,1%) und Indumenta Pueri (Mango-Familienoffice, 2,8%) liegt der stabile Long-Term-Float bei rund 32%. Auf der börslichen Seite hob Magallanes Value Investors (Madrider Value-Fonds) in Q1/2026 von 2,4% auf 4,6% — die größte Aufstockung des Quartals — und Bestinver Asset Management hält eine langfristige Position. CEO Javier Martínez Ojinaga (im Amt seit 2019) hat die jährlichen Boni konsequent in CAF-Aktien angelegt — der kumulierte Anteil liegt jetzt bei 0,15% des Unternehmens, absolut klein, aber rund vier Jahre Gesamtvergütung.

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📈 Die 3 echten Bull-Punkte

#1 Auftragsbestand bei 4,3 Jahren Umsatz — beste Sichtbarkeit unter europäischen Industrials

Der Backlog von 15,4 Mrd EUR per Jahresende 2025 gegen 3,55 Mrd EUR GJ/2025-Umsatz bedeutet, dass CAF die sichtbarste Umsatzbasis aller europäischen Industrial-Mid-Caps hat. Backlog-Auslieferungen zwischen 2026 und 2030 sind bereits zu 80% vertraglich gesichert; der GJ/2028-Konsens impliziert 4,5 Mrd EUR Umsatz. Die Bid-Pipeline umfasst die spanische Hochgeschwindigkeits-Madrid-Sevilla-Rahmenerneuerung (2,8 Mrd EUR), UK Northern Powerhouse Rolling Stock (1,4 Mrd GBP) und die Sanierung der Mexico City Metro Linea 1 (650 Mio USD) — jeder davon würde die Sichtbarkeit weiter verlängern.

#2 Solaris ist die unbesungene säkulare Wachstumsstory

Solaris Bus & Coach (Polen) lieferte 2025 1.920 Elektrobusse und 220 Wasserstoffbusse aus und ist damit Europas größter Nicht-Chinesischer Elektrobus-OEM. Die EU Clean Vehicles Directive zwingt jeden Mitgliedsstaat, bis 2030 mindestens 65% Zero-Emission-Busse zu beschaffen (45% bis 2026), was eine Pipeline schafft, die öffentliche Verkehrsbetriebe gerade erst zu füllen beginnen. Solaris gewann den Berliner BVG-Rahmen (700 Wasserstoffbusse), den Amsterdamer GVB-Wasserstoff-Rahmen (250 Busse) und den Bologna-Tper-Rahmen. Solaris trägt heute 26% des CAF-Umsatzes bei, vom Management bis 2028 auf 32% projiziert.

#3 Margen-Erholung läuft

Die EBIT-Margen-Kompression 2022-2024 von 6,5% auf 4,4% war vollständig durch Inputkosten in festpreisigen Altverträgen getrieben. Jeder ab 2023 unterzeichnete Vertrag enthält formale Input-Kosten-Eskalationsklauseln, indexiert auf LME-Aluminium und Elektronik-PPI. Der Mix-Shift braucht drei Jahre, um vollständig durch die Auslieferung zu rollen; Konsens GJ/2027 EBIT-Marge kehrt bereits auf 6,8% zurück und das Management hat eine Mittelfrist-Marge von 7,5-8% in Aussicht gestellt.

📉 Die 3 echten Bear-Punkte

#1 CRRC-Konkurrenz ist eine reale Bedrohung in Emerging Markets

Chinas CRRC unterbietet Alstom, Siemens und CAF seit 2023 bei Tendern in Emerging Markets um 30-40%. CAF hat den Bogota-Metro-Vertrag und die Buenos-Aires-Subte-Erneuerung primär auf Preis verloren. EU-Vergaberecht beschränkt die CRRC-Bid-Fähigkeit in Europa (Foreign-Subsidies-Verordnung), aber Lateinamerika und Südostasien sind offenes Territorium und entsprechen ~14% der historischen CAF-Gewinne.

#2 Hohe Working-Capital-Intensität — bond-rating-sensibel

Rolling-Stock-Fertigung erfordert mehrjährige Working-Capital-Investments pro Auftrag (Teile, Subbaugruppen, Lieferanzahlungen). Nettoverschuldung sprang von 470 Mio EUR per Jahresende 2023 auf 690 Mio EUR per Jahresende 2025, als die Backlog-Umsetzung beschleunigte. Net Debt zu EBITDA von 1,8× ist noch komfortabel, aber S&P setzte CAF im Februar 2026 auf Credit-Watch-Negative mit Verweis auf den Working-Capital-Pfad. Ein Downgrade von BBB auf BBB- wäre nicht katastrophal, würde aber 25-30 Basispunkte Refinanzierungskosten hinzufügen.

#3 Konzentration auf drei Verträge

Drei Kunden machen per Jahresende 2025 38% des Backlogs aus: New York MTA, polnische PKP und Manchester Bee Network. Jede Spezifikationsänderung, Lieferverzögerung oder politische Restrukturierung an einem einzelnen Vertrag kann Konzernmargen bewegen. Das R211-Programm hatte 2024 bereits einen Sechs-Monate-Verzug wegen eines Drehgestell-Zulieferer-Problems, der die Konzern-Marge zwei Quartale lang um 90 Basispunkte traf.

Bewertung im Kontext

Bei 38 EUR liegt die Marktkapitalisierung bei 1,85 Mrd EUR und der EV bei 2,55 Mrd EUR. Auf GJ/2026-Konsens-Umsatz von 3,95 Mrd EUR und EBITDA 365 Mio EUR ist EV/EBITDA 7,0× und EV/Sales 0,65× — beide im unteren Bereich der Zehn-Jahres-Range und rund 35% unter Alstom und Stadler Rail. Auf GJ/2028-Konsens-EBITDA von 460 Mio EUR fällt EV/EBITDA auf 5,5×. Die Konsens-Kursziel-Spanne über 11 Analysten ist 44-58 EUR mit Mittelwert 51 EUR. Mein eigener DCF auf 7,5% Terminal-Marge und 9,5% WACC ergibt 52 EUR Fair Value je Aktie — 37% Upside.

🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine

  1. 31. Juli 2026: H1/2026-Ergebnis — erstes Halbjahr zur Bestätigung der Margen-Erholung von 4,4% Tief Richtung 7,5% Mittelfrist-Ziel.
  2. Oktober-Dezember 2026: Entscheidung über spanische Hochgeschwindigkeits-Madrid-Sevilla-Rahmen — ein 2,8-Mrd-EUR-Vertrag, der bei Zuschlag den Backlog über 17 Mrd EUR drücken würde.
  3. Q1/2027 (offen): Solaris-Wasserstoffbus-Rahmen-Gewinne — Berliner BVG, Frankfurter VGF und Münchner MVG werden alle zwischen Q4/2026 und Q1/2027 erwartet.

💬 Daniels Take

CAF ist der ruhige Compounder im europäischen Industrials-Sektor. Der Backlog ist beispiellos für die Branche, die Margen-Erholung ist vertraglich und sichtbar, und Solaris ist eines der wenigen echten europäischen Green-Mobility-Assets, das kein deutsches Cap-Table-Chaos ist. Mein Pushback ist Working Capital — Rail-OEMs sind strukturell Low-ROIC, und CAF wird selbst beim Margen-Ziel keine GE-Aerospace-Renditen liefern. Ich behandle das als 2-3%-Mid-Cap-Industrials-Position mit fünfjährigem Horizont und stocke unter 34 EUR aggressiv auf.

Quellen (3)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.

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