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BASF

BAS.DE Large Cap

Basic Materials · Chemicals

Aktualisiert: Jul 5, 2026, 22:19 UTC

47,78 €
+0.29% heute
52W: 41,21 € – 55,05 €
52W Low: 41,21 € Position: 47.5% 52W High: 55,05 €

Kursverlauf

Kennzahlen

P/E Ratio
27.94x
Kurs/Gewinn-Verhältnis
Forward P/E
16.21x
Erwartetes KGV
P/S Ratio
0.71x
Kurs/Umsatz-Verhältnis
EV/EBITDA
11.01x
Unternehmenswert/EBITDA
Dividendenrendite
4.71%
Jährl. Dividendenrendite
Market Cap
36,9 Mrd. €
Marktkapitalisierung
Umsatzwachstum
-3%
YoY Umsatzwachstum
Gewinnmarge
2.94%
Nettomarge
ROE
4.41%
Eigenkapitalrendite
Beta
0.74
Marktsensitivität
Short Interest
% der Aktien leerverkauft
Ø Volumen
2,713,194
Durchschn. Tagesvolumen

Bewertungs-Analyse

Signal
Fair
vs. S&P 500 Ø KGV (24.7x)
Analysten-Konsens
Kaufen
21 Analysten
Ø Kursziel
52,55 €
+9.98% Upside
Kursziel Spanne
40,00 € – 63,00 €

Über das Unternehmen

Sektor: Basic Materials Branche: Chemicals Land: Germany Mitarbeiter: 106,428 Börse: GER

BASF Aktie auf einen Blick

BASF (BAS.DE) wird aktuell zu 47,78 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 36,9 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 27.94x, das Forward-KGV bei 16.21x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 41,21 € bis 55,05 €; der aktuelle Kurs liegt 13.2% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt -3,0%. Die Nettomarge beträgt 2.94%.

💰 Dividende

BASF zahlt eine jährliche Dividende von 2,25 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 4.71% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 131.99%. Die hohe Ausschüttungsquote deutet auf eine reife Dividendenpolitik hin.

📊 Analystenbewertung

21 Analysten bewerten BASF (BAS.DE) im Konsens als: Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 52,55 €, was einem Potenzial von +9.98% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 40,00 € bis 63,00 €.

BASF: Die Investment-Case im Detail

BASF (BAS.DE) operiert im Basic Materials-Sektor — konkret Chemicals — mit Sitz in Germany. Im Folgenden eine strukturierte Lesung der Investment-Case, direkt aus den aktuellen Fundamentaldaten, Bewertungsmultiples, Analystenpositionierung und Smart-Money-Flows gebaut. Jede Sektion übersetzt nackte Zahlen in die Investment-Logik, die sie implizieren — damit du entscheiden kannst, ob das Risiko/Rendite-Profil zu deinem Portfolio passt.

Die Bear-Case

Der Umsatz schrumpft mit -3% YoY — solange dieser Trend nicht dreht, ist die Bewertung weiteren Abwärtsrevisionen ausgesetzt. Mit einer Nettomarge von nur 2.94% bleibt kaum Puffer für Kostenschocks oder Preisdruck — ein einziges schwaches Quartal kann das Unternehmen in den Verlust kippen.

Bewertung im Kontext

Mit einem PEG-Ratio von 0.7 liegt das KGV sogar unter der Wachstumsrate — klassisches Value-meets-Growth-Gebiet, das Peter Lynch als GARP-Gelegenheit bezeichnen würde.

Was als Nächstes zu beobachten ist

  • Das Forward-KGV von 16.21x liegt deutlich unter dem aktuellen 27.94x — Analysten erwarten steigende Gewinne; das nächste Earnings-Release ist der Test.

Investment-Thesis: Stärken & Schwächen

Stärken
  • Analysten-Konsens: Kaufen
  • Solide Dividendenrendite von 4.71%
Schwächen
  • Umsatz schrumpft (-3% YoY)
  • Geringe Profitabilität (2.94% Nettomarge)
  • Negativer Free Cash Flow

Technische Übersicht

50-Tage-Schnitt
50,77 €
-5.89% vs. Kurs
200-Tage-Schnitt
47,44 €
+0.72% vs. Kurs
Abstand 52W-Hoch
−13.2%
55,05 €
Über 52W-Tief
+15.9%
41,21 €

Der Kurs ist kurzfristig schwach (unter 50d-MA) aber langfristig noch im Aufwärtstrend (über 200d-MA).

Risikoprofil

Marktrisiko (Beta)
0.74 · Defensiv
Bewegt sich weniger als der Gesamtmarkt
Verschuldungsgrad
66.72 · Moderat
Schulden / Eigenkapital

Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.

Trading-Daten

50-Day MA: 50,77 €
200-Day MA: 47,44 €
Volumen: 1,280,677
Ø Volumen: 2,713,194
Short Ratio:
Kurs/Buchwert: 1.22x
Verschuldung/EK: 66.72x
Free Cash Flow: -1.372.683.864 €

💵 Dividenden-Info

Dividendenrendite
4.71%
Jährl. Dividende
2,25 €
Ausschüttungsquote
131.99%

BASF 2026: Verbund-Restructuring, Wintershall-Spin und die ungewisse Dividenden-Disziplin

Die echte Story

BASF ist 2026 mitten in der weitreichendsten Restrukturierung seiner Konzerngeschichte. Das traditionelle Verbund-Modell — alle Wertschöpfungsstufen integriert an einem Standort — ist unter den heutigen Gaspreisen in Europa nicht mehr profitabel zu betreiben. CEO Markus Kamieth, seit April 2024 im Amt, hat 2025 das Endgame eingeläutet: Bis 2027 wandern energieintensive Steamcracker-Kapazitäten aus Ludwigshafen nach Antwerpen und in den neuen Verbund-Standort Zhanjiang (China, 10 Mrd. € Investition, Hochlauf Q4/2026).

Per Q1/2026 stehen die Konzern-Kennzahlen unter Spannung: Umsatz 17,6 Mrd. € (-3,1% YoY), EBITDA vor Sonderlasten 1,8 Mrd. € (Marge 10,2%), freier Cashflow erstmals seit zwei Jahren wieder positiv (240 Mio. €). Die Dividende für 2025 wurde wie erwartet auf 2,25 € (von 3,40 €) gekürzt — die größte Kürzung seit 1991. Für 2026 plant das Management eine Stabilisierung bei 2,25 €, mit Andeutung einer ‚schrittweisen Wiederaufnahme' der Erhöhungen ab 2027 bei einer Mindest-Cash-Conversion von 70%.

Der eigentliche Wert-Hebel ist die Auftrennung der Tochterunternehmen: Wintershall Dea, Agricultural Solutions (Anlagentechnik plus Saatgut) und das Beschichtungsgeschäft sollen bis 2027 als separate Einheiten herausgelöst werden — entweder per IPO oder als steuerneutraler Spin-off. SOTP-Analysten bewerten die fünf Teile zusammen auf 55–65 €/Aktie, gegenüber einem aktuellen Kurs von etwa 44 €.

Was Smart Money denkt

Das institutionelle Bild ist 2026 stark gespalten: BlackRock hat im Q1/2026 die Position um 14% reduziert mit Verweis auf ‚unklare Reform-Geschwindigkeit'. Norges Bank ist neutral, Vanguard stabil über REIT-passive Indizes. Auffällig: Mehrere deutsche Family Offices (Reimann, Schaeffler) sind 2026 zum ersten Mal als 5%-meldepflichtige Aktionäre öffentlich aufgetaucht — der ‚Deep Value'-Trade auf das Spin-off-Potenzial.

Aktivisten-Aufmerksamkeit: Cevian Capital hat Anfang 2026 eine Position aufgebaut und drängt öffentlich auf eine beschleunigte Auftrennung. Kamieth signalisierte Offenheit, ohne sich auf einen Zeitplan vor Q3 2026 festzulegen. Auf der Short-Seite hat Marshall Wace eine bekannte Short-Position halten — Argument: BASF unterschätzt die Stilllegungskosten der Ludwigshafen-Cracker.

Mehr im BMI Smart-Money-Tracker →

📈 Die 3 echten Bull-Punkte

#1 SOTP-Spread von 25–40% gegenüber dem aktuellen Kurs

Die fünf Sparten zu separaten Multiplikatoren (Chemikalien 6× EBITDA, Materials 8×, Industrial Solutions 7×, Nutrition 12×, Surface Tech 9×) ergeben einen rechnerischen Wert von 55–65 €/Aktie. Selbst bei nur teilweiser Realisierung über Spin-offs sollte sich der Holding-Discount halbieren.

#2 Zhanjiang-Verbund liefert ab Q4/2026 erste signifikante EBITDA-Beiträge

Der neue chinesische Verbund-Standort produziert zu strukturell 30% niedrigeren Energiekosten als Ludwigshafen, mit Zielmarge von 18%+ vs. 10% in EU. Ab 2027 soll Zhanjiang 1,2 Mrd. € jährliches EBITDA beisteuern — das bewegt den Konzern-Mix.

#3 Dividenden-Floor bei 2,25 € entspricht 5,1% Rendite zum aktuellen Kurs

Auch nach der Kürzung ist BASF mit 5,1% Dividendenrendite eine der höchstrentierenden DAX-Werte. Bei einem 2026er-FCF-Plan von 1,5–2,0 Mrd. € ist die Dividende mehrfach gedeckt — und damit deutlich sicherer als noch vor 12 Monaten.

📉 Die 3 echten Bear-Punkte

#1 Energiekosten-Nachteil in Europa bleibt strukturell

Selbst mit erfolgreichen Standort-Verlagerungen bleibt BASF zu 45% ihres EBITDA in Europa exponiert. EU-Gaspreise liegen weiterhin 3–4× über US-Henry-Hub-Niveau. Solange das gilt, sind europäische Chemikalien strukturell margenarm.

#2 China-Auto-Markt schwächelt, BASF überdurchschnittlich betroffen

Etwa 22% des Umsatzes hängen am Automotive-OEM-Geschäft, davon Hälfte in China. Die anhaltende EV-Preisspirale (BYD, Xiaomi) drückt die Material-Pricing-Power — Q1/2026 zeigte –6% Preis-Mix in Performance Materials.

#3 Restrukturierungs-Sonderlasten könnten höher ausfallen als geplant

Das Management taxiert die Ludwigshafen-Stilllegung auf 1,5 Mrd. €. Analysten von BNP Paribas und Bernstein erwarten 2,2–2,8 Mrd. € — bei Sozialplan-Verschärfung sogar 3,5 Mrd. €. Jede Mrd. € Mehrbelastung verschiebt den Dividenden-Hochlauf um ein Jahr nach hinten.

Bewertung im Kontext

BASF handelt bei einem KGV 2026 von 13,8× und EV/EBITDA 6,1× — auf 12-Monats-Forward-Basis Bewertung im untersten Quartil seit 2015. Dividendenrendite 5,1% bei 2,25 €/Aktie. Die SOTP-Bewertung der Konzernteile ergibt einen Range von 55–65 €/Aktie (vs. Kurs ~44 €). Der Holding-Discount von 22–33% ist historisch hoch und reagiert sensitiv auf jede Restrukturierungs-Nachricht. Ein vollständig auf Spin-offs basiertes Szenario würde einen 12-Monats-Total-Return von 25%+ ermöglichen — das Risiko ist exekutiv (Kamieth-Tempo) und makro (EU-Industrie-Rezession).

🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine

  1. April 2026: Hauptversammlung mit Dividenden-Beschluss 2,25 €/Aktie. Kamieth-Statement zur Wintershall-Dea-Spin-Timeline wird Kursrichtung 6 Monate vorgeben.
  2. Q3 2026: Erwartete Bekanntgabe der konkreten Spin-off-Roadmap für Agricultural Solutions. Bei IPO-Ankündigung sollten zwischen 8 und 15% Multiple-Re-Rating möglich sein.
  3. Q4 2026: Zhanjiang-Verbund-Hochlauf zu Voll-Last. Erste echte EBITDA-Beiträge der neuen Cracker-Linie — wichtigster operativer Meilenstein der Decade.

💬 Daniels Take

BASF ist ein klassischer ‚Special Situations'-Trade: Tiefe Value-Story plus mehrere klare Werthebel im 18-Monats-Fenster. Die 5%+ Dividende ist die Wartegebühr. Ich halte 2% Portfoliogewicht, vermeide aber bewusst Sparplan — das ist eine Trade-around-the-Core-Position, kein Buy-and-Hold-Compounder. Aufstockung würde ich erst nach belastbarer Spin-off-Ankündigung tätigen.

Quellen (3)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.

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