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Hoist Finance
HOFI.ST Large CapFinancial Services · Credit Services
Aktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC
Kennzahlen
Bewertungs-Analyse
Über das Unternehmen
Hoist Finance Aktie auf einen Blick
Hoist Finance (HOFI.ST) wird aktuell zu 166,90 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 12,6 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 13.01x, das Forward-KGV bei 13.99x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 81,00 € bis 171,80 €; der aktuelle Kurs liegt 2.9% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +15,8%. Die Nettomarge beträgt 26.53%.
💰 Dividende
Hoist Finance zahlt eine jährliche Dividende von 3,26 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 1.95% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 15.59%.
📊 Analystenbewertung
0 Analysten bewerten Hoist Finance (HOFI.ST) im Konsens als: Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 186,00 €, was einem Potenzial von +11.44% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht.
Investment-Thesis: Stärken & Schwächen
- Profitabel mit 26.53% Nettomarge
- Hohe Eigenkapitalrendite (17.71% ROE)
- Hohe Bruttomarge von 70.64% — Hinweis auf Pricing Power
- Analysten-Konsens: Kaufen
- Aktuell als unterbewertet eingestuft
Keine signifikanten Risiken in den aktuellen Kennzahlen.
Technische Übersicht
Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).
Risikoprofil
Die Daten deuten auf marktnahe Volatilität, höhere Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital.
Trading-Daten
💵 Dividenden-Info
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Hoist Finance 2026: Der stille schwedische NPL-Compounder mit 17 % Eigenkapitalrendite
Die echte Story
Hoist Finance ist einer dieser nordischen Finanztitel, den außerhalb Stockholms kaum jemand verfolgt — und genau darin liegt das Setup. Das schwedische Kreditmarkt-Unternehmen kauft Portfolios notleidender Kredite (NPLs) von europäischen Banken und treibt sie über 7-10 Jahre ein. Langweilig, kapitalintensiv und absolut systemkritisch für Bankbilanzen, die unter den EBA Calendar Provisioning-Regeln Schrottkredite loswerden müssen.
Die Transformation lief 2023-2025: Hoist verließ Italien, fokussierte sich auf Secured Loans (durch Immobilien besicherte Portfolios) statt unbesicherter Konsumentenforderungen und steigerte die Eigenkapitalrendite von 6 % im Jahr 2022 auf zuletzt 17,7 %. CEO Harry Vranjes (ex-Klarna, ex-Skandia) hat aus dem Unternehmen einen fokussierten Kapitalallokator gemacht: investieren, wo die Einbringungsrendite über 15 % liegt, Cash zurückgeben, wo nicht.
Der Markt bewertet Hoist immer noch mit dem 12,4-fachen Trailing-Gewinn — rund 30 % Abschlag gegenüber den Peers Intrum und Arrow Global, trotz höherer Eigenkapitalrendite. Diese Lücke schließt sich langsam, da europäische Banken ihre NPL-Verkäufe vor der Calendar-Provisioning-Klippe 2027 hochfahren, ab der unbesicherte NPLs älter als 3 Jahre mit 100 % Kapital unterlegt werden müssen.
Was Smart Money denkt
Hoist ist zu klein für die meisten US-13F-Fonds, aber das schwedische Smart-Money-Lineup ist aussagekräftig. Erik Selin hält über Erik Selin Fastigheter AB einen relevanten Anteil, und Investment AB Öresund (das Vehikel des verstorbenen Sven Hagströmer) baute 2025 weiter zu. Beides sind langfristige Value-Investoren, die selten innerhalb von 18 Monaten verkaufen.
Insider-Aktivität (Finansinspektionen-Meldungen): CFO Christian Wallentin kaufte im März 2026 22.000 Aktien zu SEK 154 (~SEK 3,4 Mio. Einsatz) — der erste Open-Market-Insider-Kauf seit über zwei Jahren. Chairman Lars Wollung hält unverändert 850.000 Aktien seit der Kapitalerhöhung 2024.
Die Leerverkaufsquote liegt laut Finansinspektionen bei 0,8 % des Free-Floats — praktisch keine Short-These existiert. Der Bear-Case ist hier eher Verwässerungsrisiko oder ein Kreditqualitäts-Miss, keine fundamentale Short-Story.
Mehr im BMI Smart-Money-Tracker →
📈 Die 3 echten Bull-Punkte
Unter den ab 2027 verschärften EBA-Vorgaben müssen europäische Banken auf unbesicherte NPLs älter als 3 Jahre eine 100 %-Kapitalunterlegung vornehmen. Goldman Sachs schätzt EUR 380 Milliarden an übertragbarem europäischen NPL-Bestand bis 2028 — ein mehrjähriger Rückenwind für die 3 verbliebenen Großkäufer (Hoist, Intrum, Arrow Global). Hoist guidet für 2026 Portfolio-Investitionen von SEK 5,5-6,5 Milliarden, gegenüber SEK 4,1 Milliarden in 2024.
Durch Rotation in Secured NPLs (immobilienbesicherte Portfolios in Spanien, Griechenland, Polen) erzielt Hoist heute planbarere Cashflows bei geringerer Volatilität. Der Secured-Bestand macht jetzt 64 % der Investments aus gegenüber 41 % in 2022. Ergebnis: 11 Prozentpunkte bessere Einbringungseffizienz und eine Q4/2025-Eigenkapitalrendite von 17,7 % — der beste Wert seit 2017.
Hoist zahlt 2026 SEK 3,26 je Aktie — eine Rendite von 2,05 % bei SEK 159 — verdiente aber SEK 12,8 EPS, womit die Ausschüttungsquote nur 15,6 % beträgt. Das Management hat ab 2027 eine erhöhte Kapitalrückführungspolitik signalisiert, sobald die Tier-1-Quote 16 % übersteigt (aktuell 14,8 %). Eine Anhebung auf 40 % Payout entspräche einer Dividende von über SEK 5.
📉 Die 3 echten Bear-Punkte
Eine Debt-to-Equity von 133 % bedeutet: Jede 50-Basispunkte-Ausweitung der Hoist-Senior-Unsecured-Spreads kostet SEK 110 Millionen Zinsaufwand pro Jahr. Die Riksbank-Senkungen haben geholfen, aber eine erneute Spread-Ausweitung (Peer Intrum stand Mitte 2024 bei 700 Basispunkten über Bunds) würde die Margen schnell drücken. Die Q1/2026-Senior-Anleihe zu MS+185bp war die engste Emission seit 2021 — dieses freundliche Fenster kann sich schließen.
Hoist bilanziert Portfolios anhand von Brutto-Einbringungskurven über 10-15 Jahre. Wenn südeuropäische Immobilienwerte sinken oder Vollstreckungszeiten der Gerichte sich verlängern, folgen IFRS-9-Wertberichtigungen. Der Italien-Ausstieg 2022 mit SEK 480 Millionen Sonderabschreibung ist die Lehrbuch-Fallstudie, wie dieses Risiko sich materialisiert.
Nur 2 Analysten covern Hoist (Carnegie, ABG Sundal Collier), das durchschnittliche Tagesvolumen liegt bei 220.000 Aktien. Index-Aufnahme ist weit entfernt — die SEK 13,9 Mrd. Marktkapitalisierung liegt unter der OMX-Mid-Cap-Schwelle. Das hält den Abschlag am Leben, bedeutet aber auch, dass eine einzelne Fonds-Auflösung den Kurs in einer Sitzung um 5 % bewegen kann.
Bewertung im Kontext
Bei einem KGV von 12,4 und Kurs-Buchwert von 1,4 handelt Hoist rund 30 % unter dem Median der europäischen NPL-Käufer-Peers (Intrum bei 16, Arrow Global bei 14 vor Private-Equity-Übernahme). Das Unterbewertungs-Signal verstärkt sich durch eine 17,7 %-Eigenkapitalrendite gegenüber 8-13 % bei Peers und eine Ausschüttungsquote von nur 16 % gegenüber 35-50 % bei Peers. Auf Gordon-Growth-Basis mit nachhaltiger Eigenkapitalrendite von 15 % und Eigenkapitalkosten von 10 % ergibt sich ein Fair Value bei SEK 200-220 je Aktie. Bear-Szenario: Eine nordeuropäische Rezession, die zu 30 % Einbringungskurven-Korrekturen führt, würde den Kurs auf SEK 110-120 drücken. Bull-Szenario: EBA Calendar Provisioning zwingt Banken zu Portfolio-Verkäufen zu 35-40 statt 50 Cent je Euro, was die Einbringungs-Multiples auf Neuinvestments hebt und die Aktie auf SEK 230+ re-rated.
🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine
- 18. Juli 2026: Q2/2026-Ergebnisveröffentlichung — Fokus auf Tempo der Portfolio-Investments und Tier-1-Kapitalquoten-Fortschritt in Richtung 16 %-Trigger für höhere Ausschüttungen
- 23. Oktober 2026: Q3/2026-Ergebnisse — erstes Quartal der erwarteten Ramp-up-Phase nach den neuen EZB-Stresstest-Ergebnissen, die zusätzliche Bank-NPL-Verkäufe erzwingen
- 1. Januar 2027: EBA Calendar Provisioning Hard-Deadline — volle 100 %-Kapitalunterlegung auf nicht abgedeckte unbesicherte NPLs älter als 3 Jahre, was Bank-Verkäufe erzwingt
💬 Daniels Take
Hoist ist ein klassischer nordischer Value-Compounder, der direkt vor uns versteckt liegt — langweiliger Sektor, undurchsichtige Bilanzierung, einstelliges KGV, aber mit einem strukturellen mehrjährigen Rückenwind, den fast kein US-Investor verfolgt. Ich sehe Hoist als 3-5-Jahres-Position dimensioniert mit 1,5-2 % eines Value-Portfolios, nicht als Trade. Die Chance-Risiko-Asymmetrie zeigt nach oben, weil allein die Payout-Ratio-Expansion (16 % auf 40 %) eine Dividende von SEK 5+ liefern und die Rendite zum aktuellen Kurs auf 3,5 %+ heben würde. Was die These bricht: Eine Eurozonen-Rezession, die gleichzeitig Immobilien-Sicherheiten crasht UND Hoist-Refinanzierungs-Spreads aufreißt. Ich beobachte die Tier-1-Kapitalquote stärker als den Aktienkurs.
Quellen (3)
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.
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