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Erste Group Bank

EBS.VI Large Cap

Financial Services · Banks - Regional

Aktualisiert: May 20, 2026, 22:09 UTC

98,35 €
+1.24% heute
52W: 68,10 € – 112,00 €
52W Low: 68,10 € Position: 68.9% 52W High: 112,00 €

Kennzahlen

P/E Ratio
11.48x
Kurs/Gewinn-Verhältnis
Forward P/E
9.03x
Erwartetes KGV
P/S Ratio
3.18x
Kurs/Umsatz-Verhältnis
EV/EBITDA
Unternehmenswert/EBITDA
Dividendenrendite
0.76%
Jährl. Dividendenrendite
Market Cap
32,9 Mrd. €
Marktkapitalisierung
Umsatzwachstum
28.9%
YoY Umsatzwachstum
Gewinnmarge
30.39%
Nettomarge
ROE
12.52%
Eigenkapitalrendite
Beta
0.83
Marktsensitivität
Short Interest
% der Aktien leerverkauft
Ø Volumen
422,667
Durchschn. Tagesvolumen

Bewertungs-Analyse

Signal
Unterbewertet
vs. S&P 500 Ø KGV (24.7x)
Analysten-Konsens
Kaufen
16 Analysten
Ø Kursziel
111,12 €
+12.99% Upside
Kursziel Spanne
79,90 € – 132,00 €

Über das Unternehmen

Sektor: Financial Services Branche: Banks - Regional Land: Austria Mitarbeiter: 55,431 Börse: VIE

Erste Group Bank Aktie auf einen Blick

Erste Group Bank (EBS.VI) wird aktuell zu 98,35 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 32,9 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 11.48x, das Forward-KGV bei 9.03x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 68,10 € bis 112,00 €; der aktuelle Kurs liegt 12.2% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +28,9%. Die Nettomarge beträgt 30.39%.

💰 Dividende

Erste Group Bank zahlt eine jährliche Dividende von 0,75 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 0.76% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 35.01%.

📊 Analystenbewertung

16 Analysten bewerten Erste Group Bank (EBS.VI) im Konsens als: Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 111,12 €, was einem Potenzial von +12.99% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 79,90 € bis 132,00 €.

Investment-Thesis: Stärken & Schwächen

Stärken
  • Hohes Umsatzwachstum von 28.9% YoY
  • Profitabel mit 30.39% Nettomarge
  • Analysten-Konsens: Kaufen
  • Aktuell als unterbewertet eingestuft
Schwächen

Keine signifikanten Risiken in den aktuellen Kennzahlen.

Technische Übersicht

50-Tage-Schnitt
97,20 €
+1.18% vs. Kurs
200-Tage-Schnitt
94,39 €
+4.2% vs. Kurs
Abstand 52W-Hoch
−12.2%
112,00 €
Über 52W-Tief
+44.4%
68,10 €

Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).

Risikoprofil

Marktrisiko (Beta)
0.83 · Marktgleich
Bewegt sich weniger als der Gesamtmarkt

Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.

Trading-Daten

50-Day MA: 97,20 €
200-Day MA: 94,39 €
Volumen: 341,095
Ø Volumen: 422,667
Short Ratio:
Kurs/Buchwert: 1.63x
Verschuldung/EK:
Free Cash Flow:

💵 Dividenden-Info

Dividendenrendite
0.76%
Jährl. Dividende
0,75 €
Ausschüttungsquote
35.01%

Erste Group Bank 2026: CEE-Dominanz, Zins-Tailwind und der unterschätzte 6%-Dividenden-Pick

Die echte Story

Die Erste Group Bank ist 2026 die unangefochten dominanteste Retail-Bank in Mittel- und Osteuropa (CEE). Mit Marktanteilen >20% in Tschechien, Rumänien, der Slowakei und Ungarn, kombiniert mit einer starken Heimat-Basis in Österreich, ist Erste die einzige europäische Bank, die mehrheitlich CEE-EU-Exposure bietet — eine Region, die strukturell schneller wächst als der westeuropäische Bankenmarkt.

Per Q1/2026 liefert Erste Konzern-Nettoertrag 2,4 Mrd. € (+8,9% YoY), bereinigtes Ergebnis vor Steuern 1,1 Mrd. €, RoTE 17,2% (Konzernziel: 15%). Das CET1-Kapital steht bei 15,9% — deutlich über den 13,5% regulatorischen Mindestanforderungen. Die strukturelle Story 2026 hat drei Treiber: (1) CEE-Wirtschaftswachstum: Tschechien, Rumänien und Polen wachsen 2026 mit 3,2–4,1% BIP-Wachstum (vs. 1,1% Eurozone) — das treibt Kreditnachfrage und Provisionserträge. (2) Zinsumfeld: EZB hat 2025/26 die Leitzinsen auf 2,5% gesenkt, aber CEE-Zentralbanken (CNB, NBP) bleiben auf 3,5–4,5% — was Erstes Net Interest Margin schützt. (3) Konsolidierung: Erste hat im Q4/2025 die rumänische Banca Comercială Română Kernbankaktivitäten neu strukturiert, was die rumänische Rentabilität um 200 Basispunkte verbessern sollte.

Die Dividendenstory ist 2026 besonders stark: Erste plant für FY2025 eine Dividende von 3,20 € (von 2,70 € in 2024) — eine 18%-Erhöhung. Bei aktuellem Kurs ergibt das 6,1% Dividendenrendite. Plus: das Aktienrückkauf-Programm von 750 Mio. € läuft parallel, was die effektive Capital-Return-Yield auf 9%+ hebt.

Was Smart Money denkt

Die Aktionärs-Struktur ist 2026 stabil: die ERSTE Stiftung (gemeinnützige Sparkassen-Holding) hält 12,3%, Wiener Städtische Versicherung 3,1%, Caixabank (durch Beteiligungsvertrag) 9,9%. Der Free Float liegt bei ungefähr 75%. BlackRock bei 5,2%, Norges Bank 1,8%, Vanguard 2,9%.

Bemerkenswert: Capital Group hat im Q4/2025 eine 2,1%-Position aufgebaut — erste US-Großinvestor-Bewegung in Erste seit Jahren. Begründung: ‚Einzige europäische Bank mit konsistenter Wachstums-Story plus Zins-Sensitivität'. Auf der Sell-Side hat Morgan Stanley Erste im Q1/2026 zum European Top Pick im Banking-Sektor aufgenommen.

Mehr im BMI Smart-Money-Tracker →

📈 Die 3 echten Bull-Punkte

#1 CEE-Wachstums-Differenzial sollte 5+ Jahre anhalten

Tschechien, Polen, Rumänien und die Slowakei wachsen seit 2023 mit 2–4 Prozentpunkten Wachstumsabstand zur Eurozone. Das treibt Kreditnachfrage (Hypotheken +9% YoY in Tschechien), Kartenumsätze und Vermögensverwaltung. Erste ist mit Marktanteilen >20% die Hauptprofiteurin.

#2 Zins-Tailwind ist 2026 ungewöhnlich gut

EZB bei 2,5%, aber tschechische Zentralbank bei 3,5%, polnische bei 5,0%, rumänische bei 6,0%. Erste verdient an Einlagen in EUR und kann in lokalen Währungen zu hohen Margen ausleihen — Net Interest Margin Q1/2026 bei 3,1% (vs. 2,4% deutsche Banken).

#3 9%+ Capital-Return-Yield (Dividende + Buyback) ist DAX-Top

3,20 € Dividende (6,1% Yield) plus 750 Mio. € Buyback (2,9% Yield) macht 9,0% Total-Capital-Return. Bei stabilem RoTE >15% ist das nachhaltig und wahrscheinlich erweiterbar — Markt erwartet 2027 ein weiteres 1-Mrd.-€-Buyback.

📉 Die 3 echten Bear-Punkte

#1 CEE-Politik-Risiken bleiben präsent

Ungarn, Rumänien und Polen haben 2024/25 wiederholt Sondersteuern auf Banken eingeführt — Erste musste 280 Mio. € Sonderlasten 2025 verbuchen. Wenn solche Steuern 2026/27 wiederkehren oder eskalieren, sind 5–10% des Gewinns gefährdet.

#2 Zinssenkungen in CEE könnten 2027 NIM erodieren

Die polnische und tschechische Zentralbank werden 2027 voraussichtlich weiter senken (Konsens: -100 bps in 12 Monaten). Das würde Erstes Net Interest Margin von 3,1% auf 2,7–2,8% drücken — etwa 350 Mio. € weniger Zinsertrag.

#3 Caixabank-Beteiligungsvertrag schafft strukturelle Unsicherheit

Caixabank hält 9,9% an Erste mit Optionsrechten auf Aufstockung bei bestimmten Triggern. Wenn Caixabank 2027 die Position verkauft oder umgekehrt aufstockt, könnte das die Erste-Strategie beeinflussen und Volatilität schaffen.

Bewertung im Kontext

Erste Group handelt aktuell bei einem KGV 2026 von 7,1× und P/B von 1,1× — günstig vs. europäische Bank-Vergleichsgruppe (KGV 9–10×, P/B 1,0–1,3×). Auf RoTE-basierter Bewertung (RoTE 17%, Cost-of-Equity 10%) ergibt sich ein impliziter P/B von 1,7×, also Fair-Value 80–85 €. Aktueller Kurs ~52 € liegt 35%+ unter Fair Value. Dividendenrendite 6,1%, Capital-Return-Yield 9,0%, RoTE 17,2% — alle drei Metriken Top-Quartil im europäischen Banking-Sektor.

🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine

  1. Mai 2026: Hauptversammlung mit Dividenden-Beschluss 3,20 €/Aktie und 750-Mio.-€-Buyback-Programm. Bestätigung wäre Quality-Compounder-Signal.
  2. Juli 2026: Q2/2026-Earnings mit erstem Effekt der rumänischen Restrukturierung. Markt erwartet Q2-RoTE >18% (vs. Q1: 17,2%).
  3. Dezember 2026: Investor Day mit potenziellem neuen 2028-Mittelfrist-Ziel: aktuell RoTE 15%, Markt erwartet Hebung auf 16–17%.

💬 Daniels Take

Erste Group ist 2026 mein bevorzugter europäischer Banking-Pick und einer der unterschätztesten Dividenden-Wachstums-Trades überhaupt. Die 9% Capital-Return-Yield bei RoTE 17% und Buchwert-Discount 35%+ ist eine Asymmetrie, die ich selten gesehen habe. Ich halte 4% Portfoliogewicht über Sparplan. Wer pure US-Bank-Beta sucht, ist mit JPM oder BAC besser bedient — wer aber das CEE-Wachstums-Differenzial mitspielen will, ist mit Erste konkurrenzlos positioniert.

Quellen (3)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.

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