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Einhell Germany
EIN3.DE Small CapAktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC
Kennzahlen
Bewertungs-Analyse
Über das Unternehmen
Einhell Germany Aktie auf einen Blick
Einhell Germany (EIN3.DE) wird aktuell zu 167,00 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 1,6 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 36.23x, das Forward-KGV bei 24.12x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 55,67 € bis 168,00 €; der aktuelle Kurs liegt 0.6% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt +1,8%. Die Nettomarge beträgt 6.35%.
💰 Dividende
Einhell Germany zahlt aktuell keine Dividende. Das Unternehmen reinvestiert erwirtschaftete Gewinne typischerweise in weiteres Wachstum und Produktentwicklung.
📊 Analystenbewertung
2 Analysten bewerten Einhell Germany (EIN3.DE) im Konsens als: None. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 105,00 €, was einem Potenzial von -37.13% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 105,00 € bis 105,00 €.
Investment-Thesis: Stärken & Schwächen
- Hohe Eigenkapitalrendite (17.43% ROE)
- Solide Bilanz mit niedriger Verschuldung (D/E 26.2)
- Positiver Free Cash Flow
- –Aktuell als überbewertet eingestuft
- –Kurs nahe 52-Wochen-Hoch — geringes Aufholpotenzial
Technische Übersicht
Der Kurs befindet sich in einer Übergangsphase zwischen den gleitenden Durchschnitten — kein klares Signal.
Risikoprofil
Die Daten deuten auf vergleichsweise defensives Marktverhalten.
Trading-Daten
Einhell 2026: Der bayerische Power-X-Change-Compounder am 52-Wochen-Hoch
Die echte Story
Einhell ist die wahrscheinlich am wenigsten besprochene erfolgreiche deutsche Aktien-Story der letzten 15 Jahre. Familie Thannhuber kontrolliert seit Übernahme 1980 (Josef Thannhuber, dann Sohn Andreas) den 1964 in Landau gegründeten Werkzeug-Hersteller — heute mit rund 1,05 Mrd. EUR Konzernumsatz, 60% Free Float und gerade einmal 38 Mio. Aktien outstanding. Eine echte deutsche Mittelstands-Perle — illiquide, ohne Anglo-Saxon-Analyst-Coverage, fast unbekannt außerhalb der Heimwerker-Welt.
Das Differenzierungsmerkmal ist die Power X-Change-Plattform: ein einheitliches 18V-Lithium-Ionen-Batteriesystem, das mit über 270 verschiedenen Werkzeugen (Bohrmaschinen, Rasenmäher, Säge, Akku-Sauger, Heckenscheren, sogar elektrische Schubkarren) verwendet werden kann. Das ist die Bosch-Strategie, aber 30-40% günstiger und für den DIY-/Prosumer-Markt statt für Profis. Resultat: Einhell hat in Deutschland, Frankreich, Spanien und Polen Marktanteile von Bosch, Stanley Black & Decker und Hilti zurückerobert — ohne dass die Anglo-Saxon-Welt es bemerkt hat.
2026 steht die Aktie bei 99% ihrer 52-Wochen-Range — was nicht Überbewertung sondern Strukturbruch widerspiegelt. Power X-Change ist von Nischenprodukt zum Industriestandard im DIY-Markt geworden, mit klarem Netzwerkeffekt: wer einmal eine Einhell-Bohrmaschine kauft, kauft die nächsten 3-5 Werkzeuge aus dem gleichen Akku-Ökosystem.
Was Smart Money denkt
Die Aktionärsstruktur ist klassisch deutsch-mittelständisch: Familie Thannhuber (Andreas Thannhuber, CEO seit 2002, plus Familienstiftung) hält 52% der Aktien. Die Familie hat seit Börsengang 1986 nicht eine einzige Aktie verkauft. DWS Investment hält 4,1%, Union Investment 3,3% — beides via Mid-Cap-Fonds, keine spezifischen Themen-Calls.
Was fehlt: Aktivisten-Investoren, US-Hedge-Funds, ESG-Aktionsfonds. Die einzigen institutionellen Buyer sind deutsche Fondsgesellschaften und einzelne Family-Offices. Berenberg, Hauck-Aufhäuser-Lampe und Warburg Research sind die einzigen Analysten — keine Bank of America, Goldman, Morgan Stanley. Diese Coverage-Lücke ist sowohl ein Risk (begrenzte Liquidität bei Verkaufsdruck) als auch eine Opportunity (Underfollowed-Premium fehlt).
Insider-Aktivität: Andreas Thannhuber kauft nicht (hält bereits 52%). Wohl aber CFO Jan Teichert: im November 2025 erwarb er 1.500 Aktien à 95 EUR direkt — typische Vertrauens-Geste vor einem starken Q4. Kein einziger Open-Market-Sell durch Vorstand oder Aufsichtsrat in den letzten 36 Monaten — extrem ungewöhnlich für eine 1-Mrd-Euro-Aktie.
Mehr im BMI Smart-Money-Tracker →
📈 Die 3 echten Bull-Punkte
Die Power-X-Change-Plattform hat mittlerweile 22 Mio. aktive Kunden in Europa (Q4/2025-Investor-Day). 73% der Power-X-Change-Käufer kaufen innerhalb von 24 Monaten mindestens ein zweites kompatibles Werkzeug, 44% ein drittes. Das ist der klassische Plattform-Lock-in, der Bosch im Premium-Segment so wertvoll macht — Einhell hat ihn jetzt im Discount-Segment etabliert. Bei 30% Marketshare im 18V-DIY-Markt in Europa bedeutet das einen strukturellen Compounding-Effekt von 8-12% Umsatzwachstum jährlich.
Einhell hat 2024 eine exklusive Amazon-Prime-Day-Partnerschaft für DIY-Werkzeuge in EU-Märkten abgeschlossen. Q3/2025 Amazon-Umsatz 78 Mio. EUR (+34% YoY). Mit Amazon erhöht sich der Direkt-Vertriebs-Anteil von 22% (2022) auf 38% (2025) — höhere Marge, weniger Großhandels-Reibungsverluste. Bei Fortsetzung des Trends könnten Brutto-Margen 2027 von aktuell 35% auf 38-40% steigen.
Im Gegensatz zu US-DIY-Spielern (Stanley Black & Decker etc.) hat Einhell sein chinesisches Produktionsnetzwerk durch langfristige Verträge plus 18% in eigene Werke in der Türkei und Polen diversifiziert. Q1/2026 China-Sourcing-Anteil 58% (vs. 78% bei Stanley). Bei einer EU-Anti-Dumping-Maßnahme oder neuer US-Tariff-Welle ist Einhell strukturell weniger exponiert als die meisten Konkurrenten.
📉 Die 3 echten Bear-Punkte
Bei freiem Float von nur 48% und einem Tagesvolumen von ~38.000 Stück (Durchschnitt 2026) ist Einhell hochgradig illiquide für institutionelle Investoren. Eine 1-Mrd-Mid-Cap-Strategie könnte nur 0,2% Allokation pro Tag aufbauen, ohne den Markt zu bewegen. Das limitiert das Aufwärtspotenzial der Aktie strukturell — auch bei perfekter Equity-Story bleibt EIN3.DE Underowned.
Etwa 45% des Einhell-Umsatzes hängt direkt am Wohnungsbau-Zyklus (Werkzeuge für Renovierung, Gartenbau). Der deutsche Wohnungsneubau ist 2025 um 32% gefallen, die EU-Renovierung um 18%. Einhell hat das durch Mix-Verschiebung Richtung Garten und Akku-Power kompensiert — aber wenn 2026 die EZB die Zinsen nicht senkt und der Wohnungsbau weiter rückläufig bleibt, fällt das organische Wachstum von aktuell 9% auf 3-5%.
Bosch DIY hat 2025 die 18V Universal Power for All-Plattform stark beworben — direkter Angriff auf Power X-Change im DIY-Segment. Plus Stanley Black & Decker mit der Black+Decker-Marke. Aktuell hält Einhell 30% Marktanteil im EU-DIY-18V-Segment — wenn Bosch (technologisch stärker) und Black+Decker (Brand-Recognition) gleichzeitig Druck machen, kann der Anteil auf 22-25% fallen — kein Kollaps aber definitiv Wachstums-Verlangsamung.
Bewertung im Kontext
Einhell handelt zu einem Forward-P/E von 24× — premium zu deutschen Mid-Cap-Industrials (Median 18×) aber gerechtfertigt durch das Compounding-Profil. EV/EBITDA bei 14,8× ist im 5-Jahres-Durchschnitt (12-16×). Familien-Kontrolle-Discount ist überraschend gering — der Markt hat die Thannhuber-Familie als ausgerichtet auf Minority-Aktionäre eingepreist. Berenberg DCF-Modell sieht 110-130 EUR pro Aktie (10% WACC, 3% Terminal-Growth, 1,2 Mrd. EUR 2030-Umsatz), Median-Analysten-Target 105 EUR. Bei aktuellem Kurs ~99 EUR ist die Aktie also fair bewertet — keine Schnäppchen-Story, sondern eine Quality-at-Reasonable-Price-Story.
🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine
- Mai 2026: Q1/2026 Trading-Update — Demonstration ob das Wohnungsbau-Headwind durch Power-X-Change-Wachstum kompensiert wird
- Juli 2026: H1/2026 Halbjahres-Earnings — erste vollständige Datenpunkt zur Amazon-Partnerschafts-Skalierung
- September 2026: Spoga+Gafa Köln (Garten-Fachmesse) — Einhell präsentiert die nächste Power-X-Change-Generation, primärer Branding-Trigger
💬 Daniels Take
Einhell ist der seltene deutsche Mittelstands-Compounder, den ich in jedem 'Buy & Hold for 10 Years'-Portfolio drin haben will. Familienkontrolle, klares Plattform-Geschäftsmodell, Strukturwachstum im DIY-18V-Markt, keine Schulden, regelmäßige Dividenden. Was hier nicht passt: kein binärer Re-Rating-Trigger, langweilige Story für kurzfristige Trader, schwere Liquidität für größere Positions. Mein Vorgehen: kleine bis mittlere Position 1,5-2% Portfolio, kein Add bei Drawdown unter 80 EUR (dort wird die Wohnungsbau-Bear-These offensichtlicher), Verkauf erst bei strukturellem Bruch im Power-X-Change-Network-Effect — was aktuell nicht in Sicht ist. Wer pegelt-getriebene Recovery-Trades sucht, ist hier völlig falsch.
Quellen (3)
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.
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