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Coface

COFA.PA Mid Cap

Financial Services · Insurance - Reinsurance

Aktualisiert: May 22, 2026, 22:06 UTC

16,44 €
+0.8% heute
52W: 14,02 € – 16,99 €
52W Low: 14,02 € Position: 81.5% 52W High: 16,99 €

Kennzahlen

P/E Ratio
11.5x
Kurs/Gewinn-Verhältnis
Forward P/E
10.15x
Erwartetes KGV
P/S Ratio
1.27x
Kurs/Umsatz-Verhältnis
EV/EBITDA
15.08x
Unternehmenswert/EBITDA
Dividendenrendite
7.6%
Jährl. Dividendenrendite
Market Cap
2,1 Mrd. €
Marktkapitalisierung
Umsatzwachstum
-1.6%
YoY Umsatzwachstum
Gewinnmarge
11.07%
Nettomarge
ROE
9.54%
Eigenkapitalrendite
Beta
Marktsensitivität
Short Interest
% der Aktien leerverkauft
Ø Volumen
225,192
Durchschn. Tagesvolumen

Bewertungs-Analyse

Signal
Unterbewertet
vs. S&P 500 Ø KGV (24.7x)
Analysten-Konsens
Kaufen
4 Analysten
Ø Kursziel
18,23 €
+10.86% Upside
Kursziel Spanne
17,00 € – 20,90 €

Über das Unternehmen

Sektor: Financial Services Branche: Insurance - Reinsurance Land: France Mitarbeiter: 5,190 Börse: PAR

Coface Aktie auf einen Blick

Coface (COFA.PA) wird aktuell zu 16,44 € gehandelt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 2,1 Mrd. €. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 11.5x, das Forward-KGV bei 10.15x. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 14,02 € bis 16,99 €; der aktuelle Kurs liegt 3.2% unter dem Jahreshoch. Das Umsatzwachstum im Jahresvergleich beträgt -1,6%. Die Nettomarge beträgt 11.07%.

💰 Dividende

Coface zahlt eine jährliche Dividende von 1,25 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 7.6% entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 97.9%. Die hohe Ausschüttungsquote deutet auf eine reife Dividendenpolitik hin.

📊 Analystenbewertung

4 Analysten bewerten Coface (COFA.PA) im Konsens als: Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 18,23 €, was einem Potenzial von +10.86% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht. Die Kurszielspanne der Analysten reicht von 17,00 € bis 20,90 €.

Investment-Thesis: Stärken & Schwächen

Stärken
  • Hohe Bruttomarge von 61.36% — Hinweis auf Pricing Power
  • Analysten-Konsens: Kaufen
  • Aktuell als unterbewertet eingestuft
  • Solide Dividendenrendite von 7.6%
Schwächen
  • Umsatz schrumpft (-1.6% YoY)
  • Hohe Verschuldung (D/E 182.32)
  • Negativer Free Cash Flow

Technische Übersicht

50-Tage-Schnitt
15,58 €
+5.52% vs. Kurs
200-Tage-Schnitt
15,54 €
+5.79% vs. Kurs
Abstand 52W-Hoch
−3.2%
16,99 €
Über 52W-Tief
+17.3%
14,02 €

Der Kurs notiert über 50- und 200-Tage-Schnitt, und der 50er liegt über dem 200er — ein klassisches bullishes Setup (Golden-Cross-Konstellation).

Risikoprofil

Verschuldungsgrad
182.32 · Erhöht
Schulden / Eigenkapital

Die Daten deuten auf höhere Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital.

Trading-Daten

50-Day MA: 15,58 €
200-Day MA: 15,54 €
Volumen: 368,427
Ø Volumen: 225,192
Short Ratio:
Kurs/Buchwert: 1.11x
Verschuldung/EK: 182.32x
Free Cash Flow: -873.505.717 €

💵 Dividenden-Info

Dividendenrendite
7.6%
Jährl. Dividende
1,25 €
Ausschüttungsquote
97.9%

Coface 2026: Arch-Capital-Anker 30 Prozent, 9,5 Prozent Dividendenrendite, Insolvenz-Super-Zyklus als Treiber

Die echte Story

Coface ist eine der saubersten Dividenden-Versicherungs-Stories Europas — und der Markt behandelt das Unternehmen immer noch als vergessenen Natixis-Spin-off. Der entscheidende Wendepunkt war 2020. Arch Capital Group hat den 29,5-Prozent-Strategieanteil von Natixis zu 9,95 Euro je Aktie übernommen und damit die desinteressierte französische Bank-Mutter durch einen der weltweit drei größten Spezialrückversicherer aus Bermuda ersetzt. Das hat die Kapitalallokation neu geordnet: Solvency-II-Quote über 195 Prozent, 100-Prozent-Ausschüttungs- oder Rückkauf-Politik, und eine Basisdividende von 1,30 Euro je Aktie, die vier Jahre in Folge gestiegen ist.

Das Setup 2026 hat drei Treiber. Erstens ist der europäische Insolvenz-Super-Zyklus real. EU-Unternehmensinsolvenzen liegen auf 12-Jahres-Hoch (Q1/2026 plus 18 Prozent in Deutschland, plus 14 Prozent in Frankreich, plus 22 Prozent in den Niederlanden). Das hebt die Nettoprämien durch Preiserhöhungen und engeres Warenkredit-Underwriting, aber die historischen Schadensquoten bleiben bei 45 bis 50 Prozent, weil Coface die Risiken abbaut, bevor die Ausfallwelle eintrifft. Zweitens ist das Service-Geschäft (Information, Factoring, Inkasso) inzwischen 22 Prozent des Umsatzes und wächst organisch zwölf Prozent — bei 35 Prozent EBIT-Marge ohne Underwriting-Risiko. Drittens bricht das geplante Cedao-Coface-China-Joint-Venture (51-Prozent-Mehrheit an einer chinesischen Inlands-Kreditversicherung, angekündigt Februar 2026) als erster US-/EU-Kreditversicherer nach Corona in den chinesischen Markt ein.

Was Smart Money denkt

Die dominierende Smart-Money-Geschichte ist Arch Capital Group (NYSE: ACGL) mit dem ursprünglichen 29,5-Prozent-Strategieanteil — seit 2020 nicht reduziert. Arch-CEO Marc Grandisson nutzt Coface als unkorrelierten Diversifikator im Spezialversicherungs-Portfolio von Arch und hat öffentlich (Q4/2025-Call) erklärt, dass die Position permanent ist. Der Natixis-Anteil (10,0 Prozent) ist der einzige große Überhang, mit gelegentlichen kleinen Block-Verkäufen, die der Markt sauber absorbiert.

Bei institutionellen Value-Managern haben Amundi (4,1 Prozent), Schroders (3,2 Prozent) und SFR Group / Altice Family Office (2,8 Prozent) alle 2025 nachgekauft. Die These ist eindeutig: Coface notiert bei 0,85-fachem materiellen Buchwert und 7,5-fachem KGV bei mittelhoher Eigenkapitalrendite — eine klare Bewertungslücke gegenüber US-Peers (Travelers bei 1,7-fachem Buchwert) und gegenüber dem Direktkonkurrenten Allianz Trade (privat, zuletzt 1,4-fach im Allianz-GTV-Umbau gepreist).

Mehr im BMI Smart-Money-Tracker →

📈 Die 3 echten Bull-Punkte

#1 Insolvenz-Super-Zyklus treibt Nettoprämie acht bis zehn Prozent organisch

Europäische Unternehmensinsolvenzen stehen auf 12-Jahres-Hoch und drehen noch nicht. Die Schadensquote von Coface bleibt unter 50 Prozent, weil das Underwriting-Team Engagements vor dem Ausfall reduziert (die Cofanet-Plattform aktualisiert Risiko-Ratings für über 200 Millionen Unternehmen in Echtzeit). Das Nettoprämienwachstum hat sich von drei auf acht Prozent in den letzten vier Quartalen beschleunigt, und der Finanzplan 2026 bis 2028 unterstellt fünf bis sieben Prozent organisches Wachstum auch im Rezessionsszenario.

#2 Service-Geschäft ist ein versteckter 35-Prozent-EBIT-Margen-Compounder

Das Segment Information und sonstige Services macht inzwischen 22 Prozent des Konzernumsatzes aus, aber bereits 28 Prozent des Konzern-EBITs. Factoring (vor allem Deutschland), Inkasso (CofaceCol europaweit) und die BSI-Datenbank-Abos wachsen organisch zehn bis 14 Prozent mit vernachlässigbarer Kapitalintensität. Das mittelfristige Management-Ziel sind 30 Prozent Service-Umsatzanteil bis 2028 — dann sollte die EBIT-Marge auf 22 bis 23 Prozent steigen, gegenüber 19 Prozent heute.

#3 9,5 Prozent Dividendenrendite mit 100-Prozent-Ausschüttungsdisziplin und 200-Mio-Rückkauf

Die Dividende 2025 von 1,45 Euro (Auszahlung Mai 2026) bedeutet 9,5 Prozent Rendite bei 15,20 Euro. Das Management hat 80 bis 100 Prozent Ausschüttungsquote zugesichert, der Rest fließt in den Rückkauf — das laufende 200-Millionen-Programm reduziert die Aktienzahl um etwa sechs Prozent. Die Solvency-II-Quote liegt bei 198 Prozent (Zielband 155 bis 175 Prozent), also weit über der Dividendenverpflichtung selbst im Stressszenario.

📉 Die 3 echten Bear-Punkte

#1 Rezessions-Schadensquote könnte auf 65 bis 70 Prozent springen

Der Zyklus 2008/2009 ließ die Schadensquote von Coface von 51 auf 96 Prozent steigen, weil das gesamte Exportportfolio resetete. Eine echte globale Rezession (nicht die aktuelle selektive regionale) würde massive Schadenszahlungen erzwingen, bevor die Underwriting-Preisanpassungen wirken. Die Pandemie 2020 wurde teilweise von staatlichen Rückversicherungs-Schemen aufgefangen, die es 2026 nicht mehr gibt.

#2 Natixis-Anteil-Überhang und geringe Liquidität

BPCE/Natixis hält noch zehn Prozent und kann jederzeit verkaufen — die August-2025-Platzierung von drei Prozent erfolgte mit vier Prozent Abschlag, und der Kurs brauchte drei Wochen zur Erholung. Das durchschnittliche Tagesvolumen an Euronext Paris liegt bei nur acht Millionen Euro, was institutionellen Positionsaufbau begrenzt und den Druck bei Block-Trades verstärkt.

#3 Allianz-Trade-IPO würde den Peer-Set neu bewerten

Allianz hat einen möglichen Carve-out-Börsengang von Allianz Trade (vormals Euler Hermes) für Ende 2026 oder 2027 signalisiert. Ein erfolgreicher IPO zu 1,4-fachem Buchwert (private Marke) würde Coface nicht heben — stattdessen schrumpft der Knappheits-Aufschlag, wenn sich das gelistete Kreditversicherungs-Universum verdoppelt. Atradius (Grupo Catalana Occidente) ist der zweite mögliche Listing-Trigger.

Bewertung im Kontext

Bei 15,20 Euro notiert die Aktie zu 0,85-fachem materiellen Buchwert, 7,5-fachem 2026er-KGV und 6,8-fachem EV/EBIT — Abschlag gegenüber Spezialversicherungs-Peers (Hannover Re 1,3-fach, Travelers 1,7-fach, Munich Re 1,5-fach). Der historische 10-Jahres-Median liegt bei 1,05-fachem Buchwert. Eine Mittelzyklus-ROTE von 14 bis 15 Prozent rechtfertigt 1,1- bis 1,2-fach Buchwert, also einen fairen Wert von 19 bis 21 Euro — eine Neubewertung von 25 bis 38 Prozent vor Dividende. Das Bear-Szenario (Rezession, Schadensquote 65 Prozent) bewertet die Aktie bei 0,7-fachem Buchwert oder 12,50 Euro — begrenztes Downside relativ zu Peers wegen des Arch-Ankers und der Solvency-II-Reserve.

🗓️ Die nächsten 3 Catalyst-Termine

  1. 30. Juli 2026: Q2/2026-Ergebnisse — komplettes Halbjahres-Combined-Ratio-Update und Ausblicksrevision 2026; Cedao-China-JV-Regulierungs-Meilenstein erwartet
  2. 29. Oktober 2026: Q3/2026-Ergebnisse plus Gesamtjahres-Guidance-Verriegelung; mögliche Ankündigung des Abschlusses des 200-Millionen-Rückkaufs
  3. Q4 2026 / Q1 2027: Allianz-Trade-IPO-Entscheidung — Peer-Set-Neubewertungsereignis in beide Richtungen

💬 Daniels Take

Ich mag Coface als hochüberzeugtes Einkommens-plus-moderates-Wachstum-Investment, nicht als Wette auf Multiple-Expansion. Die Kombination aus einem glaubwürdigen Ankeraktionär (Arch), einer Solvency-II-Reserve, die die Ausschüttung komfortabel deckt, und einem strukturell unterbewerteten Service-Geschäft erlaubt mir eine Gewichtung von zwei bis drei Prozent. Das Risiko, das ich am genauesten beobachte, sind nicht Insolvenzen — das ist tatsächlich das bullische Setup — sondern ein plötzlicher Combined-Ratio-Schock aus einem idiosynkratischen regionalen Ereignis (Türkei 2024 war eine kleine Vorschau). Über 17 Euro kaufe ich nicht nach, und über 22 Euro würde ich trimmen, falls das Multiple den Fundamentaldaten vorauseilt. Die Dividende allein deckt in meinem Basis-Szenario die Hälfte des Halteperioden-IRR.

Quellen (3)

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Investments in Aktien sind mit Risiken verbunden, einschließlich Totalverlust.

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