Zwei Jahre lang war Rüstung eine Nachfragegeschichte. Es ging um Budgets, um Auftragsbücher, um das 5-Prozent-Ziel der NATO, um jeden neuen Rahmenvertrag. Wer investierte, kaufte die Überzeugung, dass Europa und die USA über ein Jahrzehnt hinweg mehr Geld für Verteidigung ausgeben werden als in den drei Jahrzehnten davor. An diesem Wochenende bekommt diese Geschichte eine zweite Hälfte, über die bisher kaum jemand gesprochen hat: die Angebotsseite. Israel treibt den Börsengang seiner beiden staatlichen Rüstungsriesen voran — Israel Aerospace Industries und Rafael Advanced Defense Systems, zusammen mit einer angepeilten Bewertung von rund 50 bis 57 Milliarden Dollar. Und zwar nicht in Tel Aviv, sondern nach Möglichkeit an der Nasdaq.
Was an diesem Wochenende auf dem Tisch liegt
Der entscheidende Satz in den Berichten der vergangenen Tage lautet, dass das israelische Verteidigungsministerium seine jahrelange Blockadehaltung aufgegeben und einem Börsengang der beiden Konzerne grundsätzlich zugestimmt hat. Das ist die eigentliche Nachricht. Die Privatisierung von Israel Aerospace Industries wurde bereits vor rund sechs Jahren beschlossen und ist danach genau an diesem Punkt gescheitert: an der Frage, was ein Rüstungskonzern öffentlich offenlegen muss, dessen Produkte zur nationalen Sicherheitsarchitektur eines Landes im Dauerkonflikt gehören. Wenn dieser Widerstand jetzt fällt, verschiebt sich etwas Grundsätzliches.
Konkret war im Juli eine Delegation unter Maayan Harel, der stellvertretenden Leiterin der israelischen Government Companies Authority, in New York — gemeinsam mit Vertretern beider Unternehmen und des Verteidigungsministeriums. Getroffen wurden Aufsichtsbehörden, Anwaltskanzleien und Konsortialbanken. Das Ergebnis soll ein Positionspapier zu einer Doppelnotierung an Nasdaq und Tel Aviver Börse sein. Geplant ist der Verkauf von bis zu 30 Prozent der Staatsanteile; bei Rafael liegt zusätzlich ein Vorschlag über bis zu 49 Prozent im Wege einer Privatplatzierung auf dem Tisch, was schneller ginge als ein klassischer Börsengang. Dafür müssten allerdings die bisherigen Auflagen des Sicherheitsapparats aufgeweicht werden, die eine Notierung ausschließlich in Israel, vorrangig institutionelle Käufer und maximal 30 Prozent vorsahen.
Die Bewertungen, über die gesprochen wird: 80 bis 100 Milliarden Schekel für Israel Aerospace Industries, also rund 27 bis 34 Milliarden Dollar, und 60 bis 70 Milliarden Schekel für Rafael, rund 20 bis 24 Milliarden Dollar. Bei einer Platzierung von 30 Prozent wären das etwa 15 bis 17 Milliarden Dollar frisches Papier. Rafael hat sich dafür ein bemerkenswert politisches Beraterteam zusammengestellt: Yankee Quint, den früheren Chef der israelischen Bodenbehörde, Brigadegeneral a. D. Ram Aminach, ehemals Finanzberater des Generalstabschefs, und Shmuel Hauser, den früheren Vorsitzenden der israelischen Wertpapieraufsicht. Man holt sich also ausgerechnet den Ex-Chefregulierer ins Boot, wenn man ein Regulierungsproblem lösen will.
Eine Frist, die nichts mit Bewertung zu tun hat
Der Zeitplan ist der unangenehmste Teil der Geschichte, und Anleger sollten ihn sich merken. Ziel ist ein Abschluss bis Jahresende. Rafael braucht die Freigabe des Ministerausschusses für Privatisierungsfragen und die Zustimmung des Verteidigungsministeriums, bevor sich die Knesset vor den bis Ende Oktober fälligen Wahlen auflöst. Es gibt also ein hartes Fenster — und dieses Fenster ist politisch definiert, nicht durch Bewertungen, Marktverfassung oder Anlegerinteresse.
Für Käufer ist das eine ungünstige Konstellation. Ein Verkäufer, der aus terminlichen Gründen platzieren muss, ist ein motivierter Verkäufer. In einem heißen Markt spielt das keine Rolle, weil die Nachfrage jeden Zeitplan trägt. In einem Markt, der gerade zweifelt, entscheidet genau das über den Preis. Wichtig ist zugleich die Einschränkung, die in allen Berichten steht: Eine endgültige Entscheidung über Umfang, Zeitpunkt und Handelsplatz ist nicht gefallen, und die Pläne können sich noch ändern. Sechs Jahre Vorgeschichte mahnen zur Vorsicht bei der Annahme, dass es diesmal wirklich passiert.
Was da eigentlich verkauft werden soll
Israel Aerospace Industries hat 2025 das beste Jahr seiner Geschichte abgeliefert, und die Zahlen sind der Grund, warum der Zeitpunkt überhaupt gewählt wird. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 7,38 Milliarden Dollar nach 6,11 Milliarden im Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um 45 Prozent auf 712 Millionen Dollar, das EBITDA um 37 Prozent auf 1,08 Milliarden. Dass der Gewinn deutlich schneller wächst als der Umsatz, ist die eigentlich interessante Zahl: Der Konzern erlebt gerade eine Margenexpansion, nicht nur eine Mengenausweitung.
Der Auftragsbestand überschritt erstmals die Marke von 28 Milliarden Dollar und lag bei 28,75 Milliarden — ein Plus von über fünf Milliarden gegenüber Ende 2024 und rechnerisch rund 3,9 Jahre Umsatz. 71 Prozent davon entfallen auf internationale Kunden. Der Verteidigungsumsatz legte um 23 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar zu, der Export machte mit 4,88 Milliarden Dollar zwei Drittel des Gesamtumsatzes aus. Wichtigster Treiber: das Raketenabwehrsystem Arrow 3.
Diese Einzelzahlen fügen sich in ein Landesbild. Israels Rüstungsexporte erreichten 2025 mit 19,2 Milliarden Dollar einen Rekord, ein Plus von fast 30 Prozent und das fünfte Rekordjahr in Folge. Raketen- und Flugabwehrsysteme stellten 29 Prozent der Ausfuhren, Optronik 22 Prozent nach nur 6 Prozent im Jahr zuvor. Regierung-zu-Regierung-Geschäfte machten rund zehn Milliarden Dollar und damit erstmals über die Hälfte aus. Wer hier kauft, kauft nicht eine Wette auf einen Aufschwung, sondern einen Konzern auf dem bisherigen Höhepunkt seiner Ertragskraft. Das ist ein Vorteil und ein Warnsignal zugleich.
Warum Nasdaq und nicht Tel Aviv
Hier wird es für Anleger heikel. Der offen genannte Grund für die Präferenz einer US-Notierung ist nicht Liquidität, nicht Bewertungsniveau und nicht die Investorenbasis. Es ist die Erwartung, dass amerikanische Regulierer einem Rüstungskonzern eher Ausnahmen von Offenlegungspflichten mit Verweis auf nationale Sicherheit gewähren als die israelische Wertpapieraufsicht. Man geht also an die weltweit sichtbarste Börse, um dort weniger sagen zu müssen.
Ökonomisch ist das nachvollziehbar. Kein Staat kann zulassen, dass Stückzahlen, Kundenländer und technische Details eines Raketenabwehrsystems in einem Quartalsbericht landen. Für den Aktionär bleibt dennoch eine unbequeme Konsequenz: Er kauft einen Auftragsbestand, den er nicht zerlegen kann. Bei einem normalen Industriekonzern lässt sich fragen, wie viel Umsatz von welchem Kunden mit welcher Marge und welchem Ausfallrisiko kommt. Hier lautet die Antwort in Teilen: Das dürfen wir nicht sagen. Bewertung ist immer eine Funktion von Information — und wer weniger Information liefert, muss den Preisabschlag dafür akzeptieren oder Anleger finden, die ihn ignorieren.
Der einzige belastbare Preisanker ist Elbit Systems, der einzige bereits börsennotierte israelische Prime. Elbit meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 15,5 Prozent auf 2,189 Milliarden Dollar, ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 3,34 Dollar nach GAAP — ein Plus von 42 Prozent — und einen Rekordauftragsbestand von 30,2 Milliarden Dollar per Ende März, über sieben Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 36,7 Milliarden Dollar. Ein Konzern mit einem vergleichbaren Auftragsbuch wird also derzeit mit knapp 37 Milliarden Dollar bewertet. Genau an dieser Zahl wird sich die Preisvorstellung für Israel Aerospace Industries messen lassen müssen.
Der Kronzeuge heißt KNDS
Man muss nicht spekulieren, wie der Markt auf neues Rüstungspapier reagiert. Der Test hat vor drei Wochen stattgefunden — und ist gescheitert. KNDS, der deutsch-französische Hersteller des Leopard 2 und der Caesar-Haubitze, entstanden aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter, wollte rund 20 Prozent seiner Anteile an die Börsen von Paris und Frankfurt bringen. Es wäre einer der größten europäischen Börsengänge seit Jahren geworden. Am 24. Juni wurde das Vorhaben bestätigt, im Gespräch waren Bewertungen bis 15 Milliarden Euro.
Dann kam die Preisfindung. Investoren waren nicht bereit, über zwölf Milliarden Euro zu gehen. Die deutschen Eigentümerfamilien hinter der Wegmann-Holding zogen bei 12,5 Milliarden eine Untergrenze. Anfang Juli wurde der Börsengang verschoben, offiziell wegen Marktvolatilität im Verteidigungssektor. Die Differenz betrug 500 Millionen Euro — etwa vier Prozent. An vier Prozent scheitert kein Deal, für den es echte Übernachfrage gibt.
Das ist die wichtigste Information dieser Woche für jeden, der Rüstungsaktien hält: Die Nachfrage nach neuem Rüstungspapier hat eine Preisobergrenze, und sie ist niedriger, als die Verkäufer glauben. Israel will nun ein Vielfaches des KNDS-Volumens platzieren, in ein Umfeld hinein, das denselben Test soeben nicht bestanden hat. Zum Vergleich, wie ein funktionierender Käufermarkt aussieht: SpaceX brachte am 12. Juni an der Nasdaq 556,6 Millionen Aktien zu je 135 Dollar unter, sammelte rund 75 Milliarden Dollar ein — der größte Börsengang der Geschichte — und schloss den ersten Handelstag bei 160,95 Dollar, 19 Prozent über dem Ausgabepreis. Nachfrage nach Knappheitsgeschichten ist also da. Sie ist nur sehr wählerisch geworden.
Warum der Sektor überhaupt billiger wird
Die europäische Leitaktie des Themas notiert rund 50 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom September 2025 und etwa 30 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Rheinmetall verlor Ende Juni innerhalb weniger Tage zweistellig, nachdem Deutschland das Fregattenprogramm F126 mit einem Volumen von bis zu 12,8 Milliarden Euro gekippt hatte — ausgerechnet ein Programm, bei dem der Konzern als voraussichtlicher Hauptauftragnehmer galt. Anfang Juli kamen nach dem NATO-Gipfel in Ankara weitere rund vier Prozent Minus dazu.
Die Deutung, die sich in den vergangenen Wochen durchgesetzt hat, ist die interessantere: Anleger bewerten nicht mehr das Narrativ, sondern Ausführung und Fundamentaldaten. Ein Regierungsversprechen über zehn Jahre ist kein Auftrag, ein Auftrag ist kein Umsatz, ein Umsatz ist kein Gewinn. Nach einer Rally, in der die Umsätze von Rheinmetall, Leonardo, BAE Systems, Thales, Hensoldt und Saab zwischen 2021 und 2025 im Schnitt um 57 Prozent stiegen — bei Rheinmetall um 323 Prozent, bei Saab um 284 Prozent — sind die Kurse den Fundamentaldaten weit vorausgelaufen. Die Korrektur holt jetzt nicht das Geschäft ein, sondern die Bewertung.
Dass es sich tatsächlich um eine Bewertungs- und keine Geschäftsfrage handelt, zeigte sich am vergangenen Donnerstag in Paris und Madrid: Thales legte nach Halbjahreszahlen um rund fünf Prozent zu, mit einem Umsatzplus von knapp acht Prozent und einem Auftragseingang von plus 22 Prozent. Dassault Aviation gewann rund zehn Prozent bei einem Halbjahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro, ein Plus von 46 Prozent. Indra stieg ebenfalls um etwa fünf Prozent. Die operativen Bücher sind so voll wie nie. Nur bezahlt der Markt dafür nicht mehr jedes Vielfache.
Die deutsche Pointe: Arrow 3
Für deutsche Anleger hat die Geschichte eine besondere Wendung. Der größte einzelne Treiber hinter dem Rekordauftragsbestand von Israel Aerospace Industries ist Arrow 3 — und der wichtigste Kunde ist die Bundesrepublik. Deutschland bestellte das System im September 2023 für rund vier Milliarden Euro. Der Bundestag genehmigte am 17. Dezember 2025 eine Erweiterung, und im Januar 2026 meldete IAI einen Folgeauftrag über 3,1 Milliarden Dollar, also etwa 2,65 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen übersteigt damit 6,5 Milliarden Dollar und ist das größte Rüstungsexportgeschäft der israelischen Geschichte. Die erste Batterie wurde im Dezember 2025 am Fliegerhorst Holzdorf stationiert.
Anders formuliert: Deutsche Steuerzahler haben einen erheblichen Teil des Auftragsbestands mitfinanziert, den ihnen dieselbe Firma nun möglicherweise als Aktie anbietet. Das ist kein Vorwurf, sondern die Beschreibung eines Kreislaufs, den europäische Anleger in den kommenden Monaten öfter sehen werden. Für das Depot heißt es vor allem: Ein israelischer Prime an der Nasdaq wäre kein exotischer Nebenwert, sondern ein direkter Konkurrent von Rheinmetall, Hensoldt und Renk um dasselbe Anlegerkapital — mit dem Argument, kampferprobt zu sein und zwei Drittel des Umsatzes im Export zu erzielen. Steuerlich gilt für in Deutschland ansässige Anleger die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer; bei ausländischen Papieren kommt die Quellensteuer des Sitzlandes hinzu, die je nach Doppelbesteuerungsabkommen teilweise anrechenbar ist. Wer keine Einzelaktien möchte, bekommt Verteidigung breit gestreut über europäische UCITS-ETFs auf Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung — dort wäre ein solcher Neuzugang je nach Indexregel ohnehin erst nach einer Wartefrist enthalten.
Risiken, Embargos und das stärkste Gegenargument
Das größte spezifische Risiko dieser Papiere ist politisch und quantifizierbar. Spanien verhängte im September 2025 als erstes NATO-Mitglied ein vollständiges Waffenembargo gegen Israel, das Ein- und Ausfuhr sowie den Transit umfasst, und stornierte drei Beschaffungsverträge mit israelischen Unternehmen. Slowenien war das erste EU-Land mit einem kompletten Verbot des Waffenhandels, Belgien weitete sein Embargo auf den Transit aus. Das Ergebnis lässt sich in der Exportstatistik ablesen: Europas Anteil an Israels Rüstungsexporten fiel von 54 Prozent im Jahr 2024 auf 36 Prozent im Jahr 2025 — bei gleichzeitig um 30 Prozent gestiegenem Gesamtvolumen. Der Rekord kam trotz Europa zustande, nicht wegen Europa. Ein Anleger kauft hier also politisches Risiko in einer Form, die es bei einem amerikanischen oder europäischen Prime so nicht gibt.
Dazu kommen hausgemachte Hürden: die IAI-Gewerkschaft mit rund 15.000 Mitgliedern und erheblichem politischem Gewicht, ein offener Ressortkonflikt zwischen Government Companies Authority und Finanzministerium sowie die ungelöste Grundfrage, wie klassifizierte Technologie in einem Wertpapierprospekt behandelt wird. IAI-Chef Boaz Levy, seit Mai 2026 zugleich Verwaltungsratsvorsitzender, formulierte das öffentlich so, dass man auf den Start des Prozesses warte, dieser für Israel und das Unternehmen wesentlich sei und er daran glaube, dass es dazu komme. Das ist die Sprache von jemandem, der seit Jahren wartet.
Das stärkste Gegenargument zur skeptischen Lesart ist die Knappheit. Es gibt weltweit sehr wenige börsennotierte Möglichkeiten, gezielt in Flugabwehr und Raketenabwehr zu investieren — also in genau das Segment, das nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre am wenigsten verhandelbar geworden ist. Ein Auftragsbestand von 3,9 Jahren, eine sich ausweitende Marge und kampferprobte Systeme sind kein schwaches Angebot, sondern ein gutes. Wenn die Platzierung mit Abschlag zu Elbit erfolgt, kann daraus für langfristige Anleger ein tragfähiger Einstieg werden. Die Frage ist nicht, ob das Geschäft gut ist. Die Frage ist der Preis.
Was jetzt zu beobachten ist
Diese Geschichte fällt in eine Woche, in der die Aufmerksamkeit ganz woanders liegt: Die Fed entscheidet am Mittwoch, Microsoft und Meta berichten am selben Abend, Apple und Amazon am Donnerstag, das US-Bruttoinlandsprodukt kommt am Donnerstag und der PCE-Deflator am Freitag. Der Freitag zuvor endete gespalten — Dow plus 0,46 Prozent auf 51.947,25 Punkte, S&P 500 praktisch unverändert bei 7.411,98, Nasdaq Composite minus 0,64 Prozent auf 24.975,82 — und markierte für den Dow die dritte Verlustwoche in Folge, bei einer zehnjährigen US-Rendite von 4,69 Prozent, dem höchsten Stand seit Januar 2025. Rüstung wird in dieser Gemengelage untergehen. Genau deshalb lohnt es sich, jetzt hinzusehen.
Drei konkrete Punkte für die kommenden Wochen. Erstens: Bekommt Rafael die Regierungsfreigabe vor der Auflösung der Knesset? Passiert es nicht bis Ende Oktober, ist das Thema für Monate vom Tisch. Zweitens: Zu welcher Bewertung wird platziert, gemessen an Elbits rund 36,7 Milliarden Dollar bei 30,2 Milliarden Dollar Auftragsbestand? Ein deutlicher Abschlag wäre das ehrlichere Signal für den Zustand des Sektors als jede Analystenschätzung. Drittens: Nimmt KNDS den Anlauf wieder auf? Ein erfolgreiches zweites Fenster in Paris und Frankfurt würde zeigen, dass das Problem im Juli der Preis war und nicht das Thema.
Der übergeordnete Gedanke bleibt der wichtigste. Wenn ein Eigentümer, der über den Wert seines Vermögenswerts besser informiert ist als jeder Außenstehende, im besten Jahr der Firmengeschichte ein Drittel davon abgeben will, ist das kein Beweis für einen Höhepunkt — aber es ist eine Information. Zyklen enden selten mit schlechten Nachrichten. Sie enden damit, dass diejenigen, die am längsten dabei waren, dem Publikum Anteile verkaufen.
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