Die 40 besten Börsenzitate & Börsenweisheiten
Von Warren Buffett über André Kostolany bis zu den alten Weisheiten des Parketts: Diese Sammlung vereint die 40 besten Börsenzitate — jeweils mit einer kurzen Einordnung, was wirklich dahintersteckt. Zum Nachschlagen, Zitieren und als Anker in turbulenten Marktphasen.
Warren Buffett & Charlie Munger
Das Duo hinter Berkshire Hathaway prägt das Value-Investing seit über sechs Jahrzehnten. Ihre Zitate verdichten komplexe Anlageprinzipien auf einen einzigen Satz.
Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und gierig, wenn andere ängstlich sind.
Das bekannteste Kontra-Zitat: Die besten Kaufgelegenheiten entstehen in Panikphasen.
Der Preis ist, was du zahlst. Der Wert ist, was du bekommst.
Der Kern des Value-Investings: Kurs und innerer Wert sind zwei verschiedene Dinge.
Regel Nr. 1: Verliere niemals Geld. Regel Nr. 2: Vergiss niemals Regel Nr. 1.
Kapitalerhalt zuerst — ein Verlust von 50 % braucht 100 % Gewinn zur Aufholung.
Die Börse ist ein Instrument, um Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen zu transferieren.
Wer hektisch handelt, zahlt. Wer sitzen bleibt, kassiert.
Es ist viel besser, ein hervorragendes Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen als ein faires Unternehmen zu einem hervorragenden Preis.
Qualität schlägt Schnäppchen — die Lektion, die Buffett von Munger übernahm.
Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt geschwommen ist.
Zu hohes Risiko fällt erst im Crash auf, nicht im Bullenmarkt.
Unsere bevorzugte Haltedauer ist: für immer.
Wer kauft, um nie zu verkaufen, prüft vor dem Kauf strenger.
Das große Geld liegt nicht im Kaufen oder Verkaufen, sondern im Warten.
Der Zinseszins braucht vor allem eines: Zeit ohne Störung.
André Kostolany — der Altmeister
Der ungarisch-deutsche Spekulant André Kostolany (1906–1999) hat der Börsenwelt ihre berühmtesten Sprüche geschenkt — pointiert, ironisch und bis heute gültig.
Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.
Kostolanys berühmtester Rat — Buy and Hold, bevor es den Begriff gab.
An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil.
Demut vor dem Markt: Prognosen sind Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten.
Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, hat sie auch nicht, wenn sie steigen.
Market-Timing scheitert meist — die besten Börsentage folgen oft direkt auf die schlechtesten.
Börsengewinne sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.
Ohne ausgesessene Rücksetzer gibt es keine langfristige Rendite.
Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten — oder mehr Idioten als Aktien.
Angebot und Nachfrage, kostolanisch formuliert.
Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
Ironische Warnung: Spekulation ist ein Luxus, kein Ausweg aus der Not.
Die Value-Klassiker: Graham, Lynch, Bogle & Templeton
Benjamin Graham begründete die Fundamentalanalyse, Peter Lynch schlug 13 Jahre in Folge den Markt, John Bogle erfand den Indexfonds — und Sir John Templeton kaufte, wenn das Blut auf den Straßen floss.
Kurzfristig ist der Markt eine Abstimmungsmaschine, langfristig eine Waage.
Stimmungen bewegen Kurse kurzfristig, Gewinne bestimmen sie langfristig.
Das Hauptproblem des Investors — und sogar sein schlimmster Feind — ist wahrscheinlich er selbst.
Disziplin schlägt Intelligenz — der Anleger ist sein eigener größter Risikofaktor.
Der intelligente Investor ist ein Realist, der an Optimisten verkauft und von Pessimisten kauft.
Mr. Market macht jeden Tag ein Angebot — man muss es nicht annehmen.
Anleger haben weit mehr Geld verloren, indem sie sich auf Korrekturen vorbereiteten, als in den Korrekturen selbst.
Dauerhaftes Crash-Warten kostet mehr Rendite als der Crash selbst.
Wisse, was du besitzt — und wisse, warum du es besitzt.
Wer seine Investments nicht erklären kann, verkauft im Sturm als Erster.
Jeder hat das Hirn, um an der Börse Geld zu verdienen. Aber nicht jeder hat den Magen dafür.
Volatilität auszuhalten ist schwerer, als Bilanzen zu lesen.
Suche nicht die Nadel im Heuhaufen. Kaufe einfach den ganzen Heuhaufen!
Das Ein-Satz-Argument für ETF- und Index-Investing.
Die Zeit ist dein Freund, der Impuls ist dein Feind.
Regelmäßiges, automatisiertes Investieren schlägt spontane Entscheidungen.
Bullenmärkte werden im Pessimismus geboren, wachsen in der Skepsis, reifen im Optimismus und sterben in der Euphorie.
Der Marktzyklus in einem Satz — Euphorie ist das Warnsignal.
Die vier gefährlichsten Wörter der Geldanlage lauten: Diesmal ist alles anders.
Jede Blase findet eine Begründung, warum die alten Regeln nicht mehr gelten.
Risiko, Psychologie & Spekulation
Trader wie Jesse Livermore und Makro-Legenden wie George Soros oder Howard Marks blicken aus radikal unterschiedlichen Winkeln auf dieselben Märkte. Gemeinsam ist ihnen der nüchterne Umgang mit Risiko und den eigenen Fehlern.
Es war nie mein Denken, das mir das große Geld eingebracht hat. Es war immer mein Sitzenbleiben.
Der berühmteste Trader-Satz über die Kunst, Gewinner laufen zu lassen.
Es kommt nicht darauf an, ob du richtig oder falsch liegst, sondern wie viel du verdienst, wenn du richtig liegst — und wie viel du verlierst, wenn du falsch liegst.
Asymmetrie schlägt Trefferquote — das Prinzip hinter gutem Risikomanagement.
Man kann die Zukunft nicht vorhersagen, aber man kann sich auf sie vorbereiten.
Szenarien statt Prognosen: Robustheit ist wichtiger als Hellseherei.
Versuche nicht, am Tiefpunkt zu kaufen und am Hoch zu verkaufen. Das gelingt niemandem — außer Lügnern.
Perfektes Timing existiert nur im Rückblick.
Die Märkte können länger irrational bleiben, als du zahlungsfähig bist.
Auch die richtige Analyse scheitert, wenn vorher das Kapital ausgeht.
Der Oktober ist einer der besonders gefährlichen Monate, um an der Börse zu spekulieren. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar.
Die eleganteste Absage an saisonales Market-Timing.
Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.
Krisen waren historisch die besten Einstiegszeitpunkte.
Die Börse ist voller Leute, die den Preis von allem kennen, aber den Wert von nichts.
Seitenhieb auf Ticker-Starren statt Unternehmensanalyse.
Alte Börsenweisheiten vom Parkett
Keine berühmten Urheber, aber Generationen von Händlern als Autoren: Diese Sprüche haben überlebt, weil ein wahrer Kern in ihnen steckt — auch wenn man sie nicht wörtlich als Strategie nehmen sollte.
Hin und her macht Taschen leer.
Jede Transaktion kostet — Gebühren, Spreads und meistens Rendite.
The trend is your friend.
Trends laufen oft länger, als Skeptiker glauben — gegen sie zu handeln ist teuer.
Greife nie in ein fallendes Messer.
Nach einem Absturz billig aussehende Aktien können noch viel billiger werden.
Kaufe das Gerücht, verkaufe die Nachricht.
Erwartungen bewegen Kurse oft stärker als die Fakten selbst.
Sell in May and go away — but remember to come back in September.
Der Sommer ist statistisch schwächer — Aussteigen war trotzdem meist teurer als investiert bleiben.
An der Börse wird nicht zum Ein- oder Ausstieg geklingelt.
Weder Hoch noch Tief kündigen sich an.
Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.
Die Grundregel des Risikomanagements — und psychologisch die schwerste.
Politische Börsen haben kurze Beine.
Politische Schocks wirken heftig, verpuffen an der Börse aber meist schnell.
