Wall Street schließt das beste Quartal seit 2020 — jetzt kommt der schwierige Teil: Rekorde, eine hawkishe Fed und ein Jobbericht, der alles drehen kann

Wall Street schließt das beste Quartal seit 2020 — jetzt kommt der schwierige Teil: Rekorde, eine hawkishe Fed und ein Jobbericht, der alles drehen kann

Ein Rekordquartal, das keiner erwartet hatte

Es hätte ein Quartal zum Vergessen werden können. Ende Juni fürchtete die Wall Street eine platzende Blase rund um die Ausgaben für künstliche Intelligenz, ein neuer Krieg im Nahen Osten trieb den Ölpreis nach oben, und ein Kostenschock bei Speicherchips drohte die Margen ganzer Branchen zu belasten. Und doch schloss die US-Börse das zweite Quartal 2026 als das stärkste seit dem Frühjahr 2020 ab, als die Märkte aus dem Pandemie-Tief zurückschossen. Der S&P 500 legte im Quartal 14,8 Prozent zu und beendete den letzten Handelstag am 30. Juni bei 7.449,36 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann sogar 21,4 Prozent, sein bestes Quartal seit ebenfalls dem zweiten Vierteljahr 2020, und schloss bei 26.213,72 Zählern. Der Dow Jones Industrial Average rundete das Bild mit einem Plus von 12,9 Prozent ab, dem besten Quartal seit dem Schlussvierteljahr 2022, und markierte bei 52.319,20 Punkten seinen zweiten Rekordschluss in Folge, ein Tagesgewinn von 136 Punkten.

Die Botschaft dieser Zahlen ist doppelbödig. Auf der einen Seite steht die schiere Erholungskraft eines Marktes, der binnen weniger Wochen von einer scharfen Korrektur zurück auf oder nahe an seine Höchststände gelaufen ist. Auf der anderen Seite steht die unbequeme Frage, wie ein Aufschwung dieser Größenordnung mit einem Umfeld aus steigenden Renditen, hartnäckiger Inflation und einer Notenbank, die offen über Zinserhöhungen nachdenkt, zusammenpassen soll. Genau an dieser Nahtstelle beginnt der schwierige Teil, und er beginnt bereits an diesem Donnerstag.

Wie aus Angst wieder Euphorie wurde

Um die Wucht des Quartals einzuordnen, lohnt ein Blick zurück auf die Turbulenzen, aus denen es geboren wurde. Ende Juni packte die Börse eine akute Angst vor überzogenen Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Die sogenannte Capex-Sorge, also die Furcht, dass die großen Technologiekonzerne Hunderte Milliarden in eine Kapazität stecken, deren Rendite ungewiss bleibt, ließ den Nasdaq in der Woche um den 27. Juni um rund 4,6 Prozent einbrechen. Parallel spitzte sich der Konflikt mit dem Iran zu, der Ölpreis schoss nach oben, und ein Kostenschub bei Arbeitsspeicher und anderen Chipkomponenten drohte, sich über Produktpreise bis zu den Endkunden durchzufressen.

Dass die Indizes trotz dieser Gemengelage zum Quartalsende wieder auf Rekordniveau kletterten, ist bemerkenswert. „Bestes Quartal seit 2020 trotz Iran-Krieg“ fasst die paradoxe Stimmung treffend zusammen. Die Erholung speiste sich aus mehreren Quellen. Zum einen kühlten die geopolitischen Spannungen schneller ab, als viele befürchtet hatten, und der Ölpreis gab seine Kriegsprämie wieder ab. Zum anderen setzte sich die Überzeugung durch, dass die KI-Investitionen zwar hoch, aber eben kein Selbstzweck seien, sondern von realer Nachfrage getragen. Der erste Handelstag des neuen Quartals lieferte den sichtbaren Beweis für diese wiedergefundene Zuversicht. Am 1. Juli stieg der Nasdaq um 1,52 Prozent, der S&P 500 um 0,52 Prozent und der Dow um 0,27 Prozent. Angeführt wurde die Rally erneut von den Halbleiterwerten, dem eigentlichen Herzstück des KI-Zyklus.

Die Chips ziehen den Markt

Kaum eine Branche verkörpert das Auf und Ab dieses Quartals so deutlich wie die Halbleiterindustrie. Nachdem Speicher- und Chipkosten zeitweise als Belastung galten, drehte sich die Erzählung zum Quartalsstart erneut ins Positive. Nvidia, das Schwergewicht unter den KI-Profiteuren, legte am 1. Juli 2,6 Prozent zu. Noch kräftiger fiel der Sprung bei AMD mit 7,7 Prozent aus, während Intel um 6 Prozent stieg. Bei den Speicherspezialisten sorgte SanDisk mit einem Plus von 10,9 Prozent für Aufsehen, und Marvell gewann 7,3 Prozent. Die Bewegung zeigt, dass der Markt den Kostenschock bei Speicherchips inzwischen weniger als Bedrohung und mehr als Preissetzungsmacht der Hersteller liest. Wer die Chips liefert, die den KI-Boom antreiben, kann höhere Preise oft weitergeben, statt sie zu schlucken.

Diese Konzentration auf wenige Titel ist zugleich Stärke und Schwäche des laufenden Aufschwungs. Ein erheblicher Teil der Quartalsgewinne ging auf das Konto einer überschaubaren Gruppe von Technologie- und Halbleiterwerten. Das erklärt, warum der Nasdaq mit 21,4 Prozent so viel stärker zulegte als der breiter aufgestellte Dow mit 12,9 Prozent. Es bedeutet aber auch, dass die Marktbreite zu wünschen übrig lässt und ein Stimmungsumschwung bei den Technologieriesen überproportional durchschlägt. Der Ausverkauf Ende Juni hat vorgeführt, wie schnell aus Euphorie Nervosität werden kann, wenn die Zweifel an den KI-Investitionen wieder die Oberhand gewinnen.

Die Kehrseite steigender Renditen

So beeindruckend die Kursgewinne sind, so unbequem ist die Botschaft vom Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,46 Prozent, und der Auslöser war ausgerechnet eine gute Nachricht von der Konjunkturfront. Die JOLTS-Statistik der offenen Stellen erreichte ein Zwei-Jahres-Hoch. Ein robuster Arbeitsmarkt ist für sich genommen erfreulich, doch aus Sicht der Zinsmärkte bedeutet er, dass die US-Notenbank keinen Grund hat, die geldpolitischen Zügel zu lockern. Im Gegenteil: Die Erwartung hat sich in den vergangenen Wochen von möglichen Zinssenkungen hin zu möglichen Zinserhöhungen verschoben.

Der Grund liegt in der Inflation, die sich als zäher erweist als erhofft. Die von der Fed besonders beachtete Kern-PCE-Rate stieg im Mai auf 3,4 Prozent im Jahresvergleich, den höchsten Stand seit Oktober 2023. Die Notenbank selbst hat ihre Projektion für die Kerninflation 2026 deutlich angehoben, von 2,7 auf 3,3 Prozent. Wenn die eigene Prognose der Fed eine Teuerung weit über dem Zielwert von zwei Prozent unterstellt, dann rückt eine Lockerung in weite Ferne. Einige Häuser, darunter die Bank of America, halten inzwischen bis zu drei Zinserhöhungen für möglich. Damit hat sich das gesamte geldpolitische Vorzeichen umgekehrt. Wo Anleger zu Jahresbeginn noch auf sinkende Zinsen setzten, kalkulieren sie nun mit dem Gegenteil.

Verstärkt wird diese Wende durch den personellen Wechsel an der Spitze der Notenbank. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh gilt als ausgesprochen falkenhaft, also als Verfechter einer straffen Geldpolitik. Seine erste Sitzung hat die Anleger spürbar datensensibler gemacht. Jede Konjunkturzahl wird nun daraufhin abgeklopft, ob sie die Argumente für höhere Zinsen stärkt oder schwächt. Das erklärt die paradoxe Reaktionsmuster an den Märkten, in denen starke Wirtschaftsdaten die Aktienkurse zeitweise belasten können, weil sie den Druck auf die Notenbank erhöhen.

Donnerstag entscheidet die Richtung

Genau deshalb richtet sich alle Aufmerksamkeit auf diesen Donnerstag, den 2. Juli. Wegen des Feiertags am 4. Juli wird der amerikanische Arbeitsmarktbericht, die viel beachteten Nonfarm Payrolls für den Monat Juni, vorgezogen veröffentlicht. Der Konsens erwartet einen Stellenzuwachs von rund 87.000 bis 115.000, nach etwa 172.000 im Mai, sowie eine Arbeitslosenquote von ungefähr 4,3 Prozent. Diese Zahlen dürften über die Stimmung der kommenden Wochen entscheiden.

Die Logik ist dabei auf den Kopf gestellt, und das macht die Lage so heikel. Ein starker Bericht, der einen kräftigen Stellenaufbau ausweist, würde die Wetten auf drei Zinserhöhungen befeuern und könnte die Renditen weiter nach oben treiben, was für Aktien in der Regel Gegenwind bedeutet. Ein schwacher Bericht dagegen würde die Hoffnung auf Zinssenkungen neu beleben und könnte die Kurse stützen, obwohl er eine sich abkühlende Wirtschaft signalisiert. „Gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten“ lautet die verkehrte Weltlogik, die derzeit an der Wall Street herrscht. Für Anleger bedeutet das, dass die eigentliche Bewährungsprobe des Rekordquartals erst noch bevorsteht. Die Zahlen vom 30. Juni sind Geschichte, die Frage ist, ob der Markt sein Momentum in die zweite Jahreshälfte tragen kann, oder ob ein einziger Datenpunkt die Erzählung dreht.

Europa läuft, aber nach einer anderen Melodie

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist die transatlantische Divergenz die vielleicht wichtigste Beobachtung dieses Quartals. Auch Europas Börsen erlebten ein starkes Vierteljahr. Der breite STOXX 600 gewann rund 9 Prozent, sein bestes Quartal seit Oktober 2020, und der Euro STOXX 50 markierte bei etwa 6.326 Punkten einen Rekord. Die europäischen Leitindizes verzeichneten Rekordschlüsse und das stärkste Halbjahr seit Jahren. Doch die Triebfeder ist eine grundlegend andere als jenseits des Atlantiks.

Während die US-Notenbank über Zinserhöhungen nachdenkt, steuert die Europäische Zentralbank in die entgegengesetzte Richtung. Die Juni-Inflationsdaten aus Deutschland, Frankreich und Italien fielen schwächer aus als erwartet. Eine nachlassende Teuerung verschafft der EZB Spielraum, ihren Kurs des Senkens oder zumindest des Haltens fortzusetzen. Für europäische Anleger ist deshalb nicht die Fed, sondern die EZB der maßgebliche Taktgeber. Diese Divergenz zwischen einer falkenhaften US-Notenbank und einer eher lockernden EZB prägt die Kapitalströme, die Wechselkurse und letztlich die relative Attraktivität der Anlageregionen. Sie erklärt auch, warum europäische Aktien trotz konjunktureller Schwächen so fest tendieren: Sinkende Zinsen sind ein klassischer Rückenwind für Aktienbewertungen.

Am Rande sei eine Bewegung an den Devisenmärkten erwähnt, die die weltweite Zinsspreizung illustriert. Der japanische Yen fiel auf ein neues 40-Jahres-Tief. Solange die Bank of Japan an ihrer extrem lockeren Politik festhält, während anderswo die Zinsen steigen, bleibt die japanische Währung unter Druck, ein Symptom der auseinanderlaufenden geldpolitischen Welten.

Der DAX und die heimischen Schwergewichte

Im deutschsprachigen Raum steht der DAX im Mittelpunkt, und auch er blickt auf ein bemerkenswertes Halbjahr zurück, das beste seit Jahren, mit Kursen in Rekordnähe. Der deutsche Leitindex profitiert dabei von einer Mischung aus den globalen Rückenwinden für Technologie und Industrie sowie den heimischen Besonderheiten. Ein wichtiger Treiber bleibt die weiche deutsche Juni-Inflation, die der EZB die Tür für eine anlegerfreundliche Geldpolitik offenhält.

Unter den Einzelwerten lohnt der Blick auf die Schwergewichte, die den Index tragen. SAP als größter europäischer Softwarekonzern ist eng mit dem globalen Technologiezyklus verbunden und profitiert von der ungebrochenen Nachfrage nach Unternehmenssoftware und KI-gestützten Anwendungen. Siemens verkörpert die Verbindung aus Industrie, Automatisierung und Digitalisierung und ist damit ein Barometer für die Investitionsbereitschaft der Realwirtschaft. Infineon steht als deutscher Halbleiterhersteller in direkter Verbindung zum Chipthema, das an der Wall Street die Rally anführte, auch wenn der Konzern seinen Schwerpunkt eher bei Automobil- und Industriechips als bei KI-Prozessoren hat. Und Rheinmetall bleibt der Profiteur der anhaltend hohen Verteidigungsausgaben in Europa, ein Thema, das unabhängig vom Zinszyklus für strukturellen Rückenwind sorgt.

Die Spannbreite dieser Werte zeigt, dass der deutsche Markt breiter aufgestellt ist als der stark technologiegetriebene Nasdaq. Software, klassische Industrie, Halbleiter und Rüstung decken unterschiedliche Konjunktur- und Zinssensitivitäten ab. Das kann in Phasen der Rotation, in denen das Kapital zwischen Sektoren wandert, ein Vorteil sein, weil nicht alles am selben Faden hängt. Zugleich bleibt der DAX über die exportorientierten Konzerne eng mit der globalen Nachfrage und damit auch mit den Entwicklungen in den USA und Asien verwoben.

Risiken und Gegenargumente

So verlockend die Rekordzahlen wirken, ein nüchterner Marktkommentar muss die Kehrseite benennen. Das erste Risiko ist die Bewertung im Verhältnis zur Zinslandschaft. Ein Aktienmarkt, der ein zweistelliges Quartalsplus einfährt, während die Renditen auf 4,46 Prozent steigen und die Notenbank Zinserhöhungen erwägt, bewegt sich auf einem schmalen Grat. Höhere Anleiherenditen machen sichere Zinspapiere attraktiver und erhöhen den Diskontierungssatz, mit dem künftige Unternehmensgewinne bewertet werden. Beides wirkt tendenziell dämpfend auf Aktienkurse, insbesondere auf hoch bewertete Wachstumswerte, die einen Großteil ihrer erwarteten Gewinne erst in ferner Zukunft erzielen.

Das zweite Risiko ist die geringe Marktbreite. Wenn eine Handvoll Halbleiter- und Technologietitel den Löwenanteil der Gewinne trägt, dann steigt die Verwundbarkeit gegenüber einem Stimmungsumschwung in genau diesem Segment. Der Ausverkauf Ende Juni war eine Warnung, wie abrupt die KI-Euphorie in Skepsis umschlagen kann. Die Capex-Sorge ist nicht ausgeräumt, sondern lediglich in den Hintergrund getreten. Sollten Zweifel an der Rentabilität der gewaltigen KI-Investitionen zurückkehren, könnte der Nasdaq erneut überproportional leiden.

Das dritte Risiko ist die Inflation selbst. Eine Kern-PCE-Rate von 3,4 Prozent liegt weit über dem Zielwert der Fed, und die angehobene Projektion der Notenbank deutet darauf hin, dass die Teuerung länger erhöht bleiben könnte. Sollte sich der Preisdruck verfestigen, geriete die Fed unter Zugzwang, entschlossener zu handeln, was die Renditen weiter treiben und die Aktienbewertungen belasten würde. Und schließlich bleiben die geopolitischen Unsicherheiten. Der Nahost-Konflikt hat sich beruhigt, doch die Erfahrung dieses Quartals zeigt, wie schnell ein außenpolitischer Schock den Ölpreis und mit ihm die Risikostimmung erschüttern kann.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum kommt eine dezente steuerliche Erwägung hinzu. Realisierte Kursgewinne unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Abgeltungsteuer von 25 Prozent, in Österreich der Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent, jeweils zuzüglich etwaiger Zuschläge. Wer nach einem starken Halbjahr über Gewinnmitnahmen nachdenkt, sollte diesen Aspekt zumindest im Hinterkopf behalten, ohne dass er die Anlageentscheidung dominieren sollte.

Ausblick: Momentum trifft auf Realität

Das zweite Quartal 2026 wird als das Vierteljahr in die Chronik eingehen, in dem die Wall Street allen Widrigkeiten zum Trotz zu neuen Höchstständen zurückfand. Ein Krieg, eine KI-Angst und ein Kostenschock konnten den Aufschwung nicht dauerhaft aufhalten. Das spricht für die Widerstandskraft eines Marktes, der von der Überzeugung getragen wird, dass der technologische Umbruch reale und nachhaltige Erträge abwirft. Doch die zweite Jahreshälfte beginnt unter grundlegend anderen Vorzeichen als die erste. Die Zeit der billigen Erwartungen an sinkende Zinsen ist vorbei, an ihre Stelle ist die nüchterne Kalkulation möglicher Zinserhöhungen getreten.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Markt diesen Übergang meistert. Der Arbeitsmarktbericht am Donnerstag ist der erste Prüfstein, und seine verkehrte Logik macht die Interpretation anspruchsvoll. Für europäische und speziell deutschsprachige Anleger bleibt die transatlantische Divergenz das prägende Motiv. Während die Fed unter ihrem neuen, falkenhaften Vorsitzenden auf Straffung schielt, verschafft die weiche Inflation der EZB Spielraum für eine unterstützende Politik. Diese Gabelung der geldpolitischen Wege dürfte in den kommenden Monaten die relative Wertentwicklung von US- und Europa-Aktien, die Wechselkurse und die Kapitalströme maßgeblich bestimmen.

Unterm Strich steht ein Markt in einer Phase produktiver Spannung. Die Rekorde sind real, das Momentum ist stark, und die Fundamentaldaten vieler Unternehmen sind solide. Zugleich mehren sich die Gegenkräfte aus steigenden Renditen, hartnäckiger Inflation und einer weniger nachgiebigen Notenbank. Wie sich diese Kräfte auflösen, entscheidet über den Charakter der zweiten Jahreshälfte. Der schwierige Teil, den die Überschrift dieses Quartals ankündigt, hat gerade erst begonnen, und er wird von Daten geschrieben, nicht von Hoffnungen.

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Daniel Herzog
AUTOR

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