Berkshire Hathaway Aktie kaufen 2026
Warren Buffetts Berkshire Hathaway ist die Aktie für Anleger, die auf Kurswachstum statt Dividende setzen. So kaufst du die richtige Aktiengattung (B statt A!), warum es keine Ausschüttung gibt und warum das steuerlich der entspannteste Fall ist.
Was die Berkshire-Hathaway-Aktie besonders macht
Berkshire Hathaway ist die Beteiligungsholding von Warren Buffett (Nachfolger: Greg Abel) — mit Tochterfirmen wie GEICO und BNSF sowie großen Aktienpaketen (u.a. Apple, Coca-Cola). Berkshire ist in zwei Punkten ein Sonderfall, die du vor dem Kauf kennen musst:
- Keine Dividende — Gewinne werden reinvestiert, der Ertrag kommt rein aus dem Kursanstieg
- Zwei Aktiengattungen: A-Aktie (über 500.000 USD!) und B-Aktie (für Privatanleger)
- B-Aktie = 1/1500 des wirtschaftlichen Anteils einer A-Aktie (und nur 1/10.000 der Stimmrechte)
- Steuerlich entspannt: ohne Dividende fällt Steuer erst beim Verkauf an (Steuerstundung)
In 4 Schritten zur Berkshire-Aktie
Berkshire (B) ist breit handelbar. Wenn du mit kleinen Beträgen starten willst, achte darauf, dass der Broker Bruchstücke (Fractional Shares) oder einen Sparplan auf die B-Aktie anbietet. Siehe Broker-Vergleich.
Suche nach BRK.B (WKN A0YJQ2), NICHT der A-Aktie (BRK.A, WKN 854075) — eine A-Aktie kostet über 500.000 USD. Die B-Aktie liefert denselben wirtschaftlichen Anteil im Kleinformat.
Kauf an der NYSE (USD) oder an Xetra/Tradegate (EUR). Da kein Splitt regelmäßig erfolgt, ist der Stückpreis der B-Aktie dreistellig — mit Bruchstücken kannst du auch krumme Eurobeträge investieren.
Berkshire B ist bei einzelnen Brokern sparplanfähig (ab 1 €). Da es keine Dividende gibt, eignet sich die Aktie ideal für den reinen Vermögensaufbau ohne laufende Steuerereignisse.
Die Dividende von Berkshire Hathaway — es gibt keine
Berkshire zahlt keine Dividende und hat das seit 1967 nur ein einziges Mal getan. Buffetts Logik: Das Unternehmen kann jeden einbehaltenen Dollar profitabler reinvestieren, als der Aktionär es nach Steuern könnte. Auch unter Nachfolger Greg Abel bleibt diese Politik bestehen. Dein Ertrag entsteht also ausschließlich über den Kursanstieg — was steuerlich ein Vorteil ist (siehe unten).
Berkshire vs. typischer Dividendenwert
| Merkmal | Berkshire B |
|---|---|
| Dividende | keine |
| Ertragsquelle | ausschließlich Kursanstieg |
| Laufende Steuer | keine (erst beim Verkauf) |
| Währung | USD (Wechselkursrisiko) |
🧾 Steuern beim Kauf von Berkshire (Deutschland & Österreich)
Weil Berkshire keine Dividende zahlt, gibt es keine laufende Quellen- oder Kapitalertragsteuer. Steuer fällt erst an, wenn du Anteile mit Gewinn verkaufst — in Deutschland 26,375 % Abgeltungsteuer, in Österreich 27,5 % KESt auf den realisierten Kursgewinn. Dieser Steuerstundungseffekt ist ein echter Vorteil für langfristige Anleger: Dein Kapital wächst unversteuert weiter, bis du verkaufst.
Steuer Berkshire — laufend vs. beim Verkauf
| Zeitpunkt | 🇩🇪 Deutschland | 🇦🇹 Österreich |
|---|---|---|
| Laufend (Haltedauer) | keine Steuer | keine Steuer |
| Beim Verkauf mit Gewinn | 26,375 % Abgeltungsteuer | 27,5 % KESt |
| US-Quellensteuer | keine (mangels Dividende) | keine (mangels Dividende) |
| Steuerstundung | ✓ bis zum Verkauf | ✓ bis zum Verkauf |
Der häufigste Fehler: versehentlich die A-Aktie (BRK.A) suchen — sie kostet über eine halbe Million US-Dollar pro Stück. Für Privatanleger ist immer die B-Aktie (BRK.B, WKN A0YJQ2) gemeint. Beide bilden dasselbe Unternehmen ab; die B-Aktie ist nur kleiner gestückelt.
⚠️ Besonderheiten & Risiken
- Kein laufendes Einkommen: Wer auf Dividenden-Cashflow setzt, ist hier falsch — der Ertrag kommt nur über Kurssteigerung
- Schlüsselperson-Risiko: Die Ära Buffett endet, Nachfolger Greg Abel muss die Performance erst bestätigen
- Währungsrisiko USD/EUR auf Kurs und späteren Verkaufserlös
- Holding-Komplexität: Berkshire ist faktisch ein gemischtes Konglomerat — die Bewertung ist weniger transparent als bei einem Einzelgeschäft
FAQ — Berkshire Hathaway Aktie kaufen 2026
Soll ich die A- oder die B-Aktie kaufen?
Für Privatanleger praktisch immer die B-Aktie (BRK.B). Die A-Aktie kostet über 500.000 USD und ist für institutionelle Anleger gedacht. Die B-Aktie verbrieft 1/1500 des wirtschaftlichen Anteils und ist im dreistelligen Bereich handelbar.
Warum zahlt Berkshire keine Dividende?
Weil Warren Buffett überzeugt ist, einbehaltene Gewinne profitabler reinvestieren zu können als der Aktionär nach Steuern. Diese Politik bleibt auch unter Nachfolger Greg Abel bestehen. Dein Ertrag kommt ausschließlich aus dem Kursanstieg.
Wie wird Berkshire in Deutschland/Österreich besteuert?
Mangels Dividende fällt laufend keine Steuer an. Erst beim Verkauf mit Gewinn greifen 26,375 % Abgeltungsteuer (DE) bzw. 27,5 % KESt (AT). Bis dahin wächst dein Investment steuerfrei weiter — ein Stundungsvorteil.
Kann ich Berkshire mit kleinen Beträgen kaufen?
Ja — über Bruchstücke (Fractional Shares) oder einen Sparplan auf die B-Aktie, bei einzelnen Brokern schon ab 1 €. So musst du nicht den vollen dreistelligen Stückpreis aufbringen.
Ist Berkshire für Anfänger geeignet?
Als breit diversifizierte Holding ist Berkshire vergleichsweise robust, aber kein Dividendenwert. Für Einsteiger, die langfristig Vermögen aufbauen und kein laufendes Einkommen brauchen, ist die B-Aktie eine durchdachte Basisposition — idealerweise ergänzt um einen breiten ETF.
