Taiwan Semiconductor Manufacturing Company hat gerade bewiesen, dass der KI-Chip-Boom sich nicht verlangsamt. Der Umsatz im ersten Quartal erreichte 1,134 Billionen Taiwan-Dollar (35,71 Milliarden US-Dollar), ein Anstieg von 35% im Jahresvergleich, der die Analystenerwartungen übertraf. Dies ist das Unternehmen, das Chips für NVIDIA, Apple, AMD und praktisch jedes große Technologieunternehmen auf dem Planeten herstellt.
Die Zahlen sind über TSMC hinaus relevant. Wenn der weltweit größte Auftragsfertiger für Chips einen 35%igen Umsatzanstieg verzeichnet, sagt uns das etwas Grundlegendes über die globale Nachfrage nach fortschrittlichen Halbleitern. Die Ausgaben für KI-Infrastruktur verlangsamen sich nicht — sie beschleunigen sich.
Der geopolitische Joker
Aber ein Schatten liegt über diesen Zahlen, den Investoren nicht ignorieren können: Taiwan. Die Insel liegt 160 Kilometer vor der Küste Chinas, und der anhaltende Iran-Konflikt hat alle daran erinnert, was passiert, wenn ein kritischer geografischer Engpass gestört wird. Der Engpass an der Straße von Hormuz hat den Ölpreis von 70 auf über 100 Dollar getrieben. Eine Taiwanstraßen-Krise würde das trivial aussehen lassen.
TSMC fertigt etwa 90% der weltweit fortschrittlichsten Chips. Es gibt keine Ausweichmöglichkeit. Intels Terafab-Projekt mit Elon Musk ist Jahre von bedeutender Produktion entfernt. Samsungs Foundry-Geschäft ist ein weit abgeschlagener Zweiter. Wenn irgendetwas TSMCs Betrieb stört, verlangsamt sich die Weltwirtschaft nicht nur — sie stoppt.
Was das Smart Money macht
Trotz des geopolitischen Risikos bauen institutionelle Investoren ihre TSMC-Positionen aus. Unser Smart Money Tracker zeigt, dass Warren Buffetts Berkshire Hathaway seine TSMC-Beteiligung 2023 unter Verweis auf geopolitische Bedenken verkauft hat — aber mehrere andere von uns verfolgte Manager haben im Laufe von 2025 und bis 2026 Positionen aufgebaut.
Die Aktie wird zu etwa 22x der erwarteten Gewinne gehandelt, was für ein Unternehmen mit 35% Umsatzwachstum angemessen ist. Zum Vergleich: NVIDIA wird zu über 30x gehandelt und AMD bei 25x. TSMC ist wohl der günstigste Weg, den KI-Infrastrukturausbau zu spielen, mit dem Vorbehalt, dass man auch Taiwan-Risiko kauft.
Das Fazit
TSMCs Ergebnisse bestätigen, dass KI-Ausgaben real sind, wachsen und keine Blase sind — zumindest noch nicht. Die Frage ist nicht, ob Chips gefragt sein werden. Die Frage ist, ob die Lieferkette, die sie produziert, die geopolitischen Spannungen überleben kann, die die Welt 2026 umgestalten.
Haftungsausschluss: Diese Analyse dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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