Der Rohölpreis ist am Donnerstag über 111 Dollar pro Barrel gestiegen, nachdem Präsident Trump gewarnt hatte, dass die US-Militärkampagne im Iran noch „zwei bis drei Wochen“ andauern werde. West Texas Intermediate berührte kurzzeitig 113 Dollar, bevor es sich bei 111,56 Dollar einpendelte — ein Plus von über 12% allein in dieser Woche.
Die Straße von Hormus transportiert rund 20% der weltweiten täglichen Ölversorgung. Irans Ankündigung, zusammen mit Oman ein „Protokoll“ zur Überwachung des Schiffsverkehrs zu erarbeiten, beruhigte die Märkte am Donnerstag kurzzeitig. Doch die Details bleiben vage, und die strategischen Implikationen sind bei weitem nicht gelöst.
Die makroökonomischen Auswirkungen werden greifbar. Die Bank of America hat ihre globale Wachstumsprognose für 2026 um 40 Basispunkte auf 3,1% gesenkt und die Inflationserwartungen um 90 Basispunkte auf 3,3% angehoben.
Auswirkungen auf das Portfolio
Energieaktien waren die klaren Gewinner des Konflikts. Daten aus unserem Smart Money Tracker zeigen, dass Stanley Druckenmiller — einer der makro-bewusstesten Manager in unserem Universum — bereits vor der Eskalation des Konflikts in Energiepositionen rotiert hatte.
Die Schlüsselfrage für die Portfoliokonstruktion ist die Dauer: Löst sich der Konflikt innerhalb von Wochen, wie Trump suggeriert, wird die Energieprämie schnell abflauen. Zieht er sich hin, wird Öl bei 120 Dollar+ zum Basisszenario.

